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vergrößern 650x488Das Torre-Argentina-Katzenheim ist seit 20 Jahren in Rom aktiv. Nun droht Ärger.
Rom - Katzen gehören zu Rom wie das Kolosseum und die römischen Ruinen. Sie klettern unbekümmert auf den Resten antiker Tempel, wälzen sich zwischen den archäologischen Stätten, posieren vor den Kameras der Touristen. Die bunteste Kolonie herrenloser Katzen lebt in den Ruinen rund um das archäologische Gelände um Platz Torre Argentina im Herzen der Ewigen Stadt. Ein kleiner Verein betreut die rund 400 Tiere, die mitten in einer Ausgrabungsstätte mit kaiserzeitlichen Säulen, Marmorstufen, Mauerresten und ein paar Pinien leben. Doch das friedliche Leben der Vierbeiner ist jetzt in Gefahr. Dem Torre Argentina-Katzenheim droht die Zwangsdelogierung.
Das Katzenheim wird seit fast 20 Jahren in internationaler Zusammenarbeit betreut. Eine Gruppe von ehrenamtlichen Helfern arbeitet in einem ausgebauten Schutzraum unweit der Ruinen, der als Versorgungsbasis dient. Hier werden ausgesetzte und kranke Tiere aufgenommen und gepflegt. Allein im Vorjahr haben rund 900 Katzen im Tierasyl eine Unterkunft gefunden. Dank einer gezielten Adoptionskampagne konnte 350 Tieren ein neues Zuhause vermittelt werden. Mehrere Katzen wurden auch von österreichischen Katzenfans adoptiert. Ehrenamtliche Helfer finanzieren Sterilisierungskampagnen für Tiere in der ganzen Stadt.
Das Torre-Argentina-Katzenheim ist nun jedoch ins Visier des römischen Denkmalschutzes geraten. Die Behörden, die eine Restaurierung des archäologischen Geländes vorantreiben wollen, drängen auf die Delogierung des Katzenheims, das ihrer Ansicht nach ohne Erlaubnis auf den Ruinen eines alten römischen Tempels aus dem zweiten Jahrhundert vor Christus eingerichtet wurde.
Senator Vincenzo Vita forderte den Einsatz von Kulturminister Lorenzo Ornaghi: "Wir haben nichts gegen Tierschutzverbände, doch ein Katzenheim in den römischen Ruinen ist inakzeptabel." Die frei lebende Vierbeinerkolonie dürfe zwar im archäologischen Gelände bleiben, das Katzenheim müsse jedoch verschwinden, meinte er.
Die Leiter des Katzenheims zeigen sich indes kampfbereit: "Wir haben nicht nur die Katzen betreut, sondern uns auch um die Säuberung des archäologischen Geländes gekümmert. Wir haben das Recht, hierzubleiben", betonte Sprecherin Luana Stefani. Die Leiter des Katzenheimes drängen, dass ihnen ein neues Hauptquartier in unmittelbarer Nähe des archäologischen Geländes zur Verfügung gestellt werde. "Wir wollen unsere Katzen nicht allein lassen", sagten sie.
Rund 200.000 Samtpfoten leben in der Stadt. Insgesamt 4.000 seit 1997 gesetzlich geschützte Katzenkolonien wurden kürzlich gezählt. Damit ist Rom die europäische Hauptstadt mit der größten Zahl von frei lebenden Katzen. Die Tiere sind dermaßen zu einem Bestandteil der Stadt geworden, dass sie vom Gemeinderat zum "historischen Stadterbe" erklärt wurden.
Genau wie die historischen Bauten in ihrer Umgebung gelten Roms Katzen als "schützenswert". Die Tradition, Katzen zu betreuen, sei so alt wie Rom selbst, sagen Tierliebhaber in Rom. Die Stadt habe deshalb die Pflicht, sich um die Tiere zu kümmern. Der Legende zufolge beschützten die Katzen Rom in früheren Zeiten vor der Pest, da sie Jagd auf die städtischen Ratten machten. (APA, 31.10.2012)
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Nicht wegen ein paar alten Steinen, von denen es in Rom eh unendlich viele gibt.
Typisch, dass das die Touristiker nicht begeifen wollen.
Und das Tierheim braucht es wohl, damit die Katzen halbwegs gesund und der Platz halbwegs sauber bleiben.
Aus eigener Anschauung kann ich bestätigen, daß die Katzen dort unter den antiken Ruinen eine echte Atraktion sind. Wenn dort die antiken Bauteile zweitausend Jahre menschliche Besiedlung, davon 150 Jahre die (Bau)Maffia überstanden haben, verstehe ich nicht, wie die Samtpfötchen dort Schaden anrichten können. In Rom mit seiner reichen Geschichte gibt es übrigens noch viel bedeutendere Ausgrabungen sonder Zahl als am Largo Torre Argentina, dem Platz am Silbernen Turm.
Schon im Hinblick auf die Abgase wäre dort jede Sanierung sowieso für die Katz!
Ich habe den Largo Torre Argentina nicht nur gesehen, sondern den Artikel tatsächlich auch gelesen.
Daher weiß ich, daß die Räumlichkeiten zur Betreuung der Katzen unterirdisch als Kavernen von der Ausgrabung weg situiert sind. Sie stören somit weder die Sicht auf die Ausgrabungen noch hindern sie in irgendeiner Weise etwaige Restaurations-maßnahmen.
Zumal durch die Betreung der Katzen de facto
auch das Areal der antiken Ausgrabung gepflegt wird, ist für mich offenkundig, daß die behördliche Argumentation nur vorgeschoben ist, um mittelfristig auch die Katzen zu vertreiben!
Laut Artikel sind die Räumlichkeiten ohne Genehmigung auf antiken Ruinen errichtet worden. Dass sie Restaurierungen behindern können, ist wohl offensichtlich.
Von einer Vertreibung der Katzen ist nirgendwo die Rede, nicht einmal von Mitgliedern des Betreuungsvereins.
ist der artikel irreführend. denn so wie ich das verstehe, fordert die stadt nicht die "vertreibung" der wilden katzen, diese sollen ja laut artikel bleiben, sondern sie fordert nur die schliessung dieses "betreuungsvereins". zwei paar schuhe.
sollte ohnehin nicht das recht haben, sich als "katzenliebhaber" aufzuspielen, denn scheinbar geht es diesen leuten mehr um kontrolle und verwaltung der katzenpopulation unter dem deckmantel des wohltätigen samariters und es scheint zudem das bedürfnis der menschen im vordergrund zu stehen, sich eine mieze zum streicheln anzueignen. insofern hat die stadt schon recht, wenn sie das sogenannte katzenheim schliesst. das wäre nur zum vorteil der katzen. denn katzen brauchen freiraum und auch wenn es sehr nett ist, sich mit ihnen die zeit zu vertreiben, so sollte doch das wohlbefinden der tiere im vordergrund stehen und nicht das kontroll- oder streichelbedürfnis der leute.
Kastrierte Katzen leben im Schnitt deutlich länger und gesünder als ihre unkastrierten Artgenossen. Bei kastrierten Katern ist es im Schnitt die doppelte Lebensspanne- und zwar gesünder, stärker und ohne Verletzungen durch Revierkämpfe und Waghalsigkeiten auf der Suche nach rolligen Weibchen.
Du darfst nicht den Fehler machen, die Tiere zu vermenschlichen. Sie können ihre Triebe nicht kontrollieren, ihre Instinkte nicht mit Vernunft übertrumpfen.
Wir haben Katzen und Hunde domestiziert und von uns abhängig gemacht. Jetzt ist es unsere Pflicht, sie nicht unnötigen Qualen auszusetzen.
Katzen SIND Haustiere. Das sind gezüchtete Lebewesen. Das sind keine Wildkatzen.
Sie vermehren sich, weil sie sowas wie freiwillige Populationskontrolle nicht kennen. Gibts nicht genug Essen, sterben einige. Die Leichen liegen dann in Rom, in der Stadt herum und das zieht Fliegen etc. an, die gerne mal Krankheiten und Giftstoffe von den Leichen auf die Menschen übertragen. Überhaupt ist Überpopulation die beste Methode, um Katzen geistesgestört zu machen, da sie ständigen Stress haben, sind ja territoriale Tiere. Bei einigen Tieren (zB. Enten, Ratten) kommts dann zu Vergewaltigungen, Gewalt etc.
Auch Krankheiten grassieren leichter, wenn viele Individuen eng zusammenleben und Stress haben. Die kriegt dann auch der Mensch ab.
aber die frage ist, woher wissen Sie das alles? gab es all diese probleme in rom und ist dieser verein als reaktion auf diese probleme zu verstehen oder sind das spekulationen von Ihnen? ich meine, das meiste klingt logisch, was Sie schreiben. nur sind katzen doch meines wissens eher von der sorte tier, die einen relativ eigenständigen lebensstil pflegt und ich vermute daher, dass man nicht so viel darüber weiss, wie sich katzen verhalten, wenn sie auf einem haufen zusammenleben wie in rom. so viele orte wird es ja auf der welt nicht geben, wo viele katzen auf einer fläche zusammenleben. also noch mal meine frage: woher wissen Sie, dass es zu solchen folgeerscheinungen kommt? wurde das in rom erforscht?
Sorry aber wenn Sie in einem Fleischrezeptartikel sich darüber mokkieren, dass dies Barbarei und Vergewaltigung am Tier ist UND/ODER in einem Katzenartikel die Absiedlung von Katzen befürworten - dann setzt es sowas von rot von der "Community"; wie sie soeben bemerkt haben.
Ein Experiment wäre es, den nächsten Rezeptartikel mit lecker römischen Kätzchen in der Hauptrolle zu präsentieren?!
Wiedersprüche ohne Ende, aber das eine sind halt Viecher welche man ohnehin nicht lebendig sieht, das andere putzige Spielzeuge...
ROT!
ich bin doch dagegen, dass die katzen abgesiedelt werden und wünsche mir, dass die katzen bleiben. außerdem geht es im artikel um die schliessung des "katzenliebhaber"-vereins und nicht um die vertreibung der katzen.
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