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Makroaufnahme der Mundwerkzeuge einer Zecke ("Gemeiner Holzbock")
Zürich - Mikrobiologen der Universität Zürich konnten eine neue Erkrankung nachweisen, die durch Zeckenstiche übertragen wird. Die Patienten litten an hohem Fieber, Gewichtsverlust und Unwohlsein, konnten jedoch mit einer Antibiotikatherapie vollständig geheilt werden. Dank eines neu entwickelten Tests lässt sich die bakterielle Infektion innerhalb eines Tages nachweisen. Der Grossraum Zürich gilt als Risikogebiet für die neue Zeckenerkrankung.
Bislang war bekannt, dass Zecken in der Schweiz vornehmlich zwei Krankheitserreger auf den Menschen übertragen: das Bakterium Borrelia burgdorferi - Verursacher der Borreliose - und das Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus, welches eine Gehirn(haut)entzündung auslösen kann. Nun bestätigen Mikrobiologen der Universität Zürich eine weitere Zeckenerkrankung in der Schweiz - die Neoehrlichiose.
Das pathogene Bakterium Candidatus Neoehrlichia mikurensis wurde 1999 zuerst in Zecken und Nagetieren aus Europa und Asien entdeckt. Im Jahr 2010 diagnostizierte Guido Bloemberg, Leiter molekulare Diagnostik am Institut für Medizinische Mikrobiologie Zürich, gleichzeitig mit Kollegen aus Schweden und Deutschland die weltweit ersten Infektionen beim Menschen und nannte das Krankheitsbild "Neoehrlichiose". In Europa wurde der Erreger insgesamt bei acht Patienten nachgewiesen. Drei davon stammen aus dem Grossraum Zürich. Sie litten an Rückfallfieber von bis zu 40 Grad, Gewichtsverlust und allgemeinem Unwohlsein.
Das Team um Bloemberg untersuchte rund 2000 Zecken aus der unmittelbaren Wohnumgebung der drei Schweizer Patienten. Das Resultat: Im Großraum Zürich trägt eine große Zahl an Zecken - in der Größenordnung von fünf bis zehn Prozent - Candidatus Neoehrlichia mikurensis in sich. "Unsere Untersuchung legt nahe, dass der Großraum Zürich ein Risikogebiet für Neoehrlichiose ist, insbesondere für immungeschwächte Menschen", erklärt Florian Maurer vom Institut für Medizinische Mikrobiologie der Universität Zürich.
Fast alle der bis anhin in Europa erkrankten Personen hatten ein geschwächtes Abwehrsystem, allerdings erkrankten in China kürzlich auch immungesunde Patienten nach einem Zeckenbiss an Neoehrlichiose.
"Weil die Bakterien, die die Neoehrlichiose verursachen, bislang nicht im Labor gezüchtet werden konnten und dementsprechend keine Schnelltests vorhanden waren, blieben möglicherweise viele Infektionen unerkannt", sagt Guido Bloemberg. Abhilfe schafft nun der von den Forschenden entwickelte DNA-Test, der eine Infektion innerhalb eines Tages eindeutig nachweisen und auch für größere Reihenuntersuchungen eingesetzt werden kann.
Die Schweizer Patienten konnten durch eine Antibiotikatherapie vollständig geheilt werden. Bereits einige Wochen nach Beginn der Behandlung war der verursachende Mikroorganismus nicht mehr nachweisbar. "Wie gut das Bakterium jedoch bei einem Stich durch eine infizierte Zecke auf den Mensch übertragen wird, muss noch erforscht werden", betont Bloemberg. (red, derStandard.at, 31.10.2012)
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eher falsch.
1. Das ist nicht eine Krankheit DURCH Zecken, sondern sie wir durch Zecken ÜBERTRAGEN.
2. Die Krankheit ist nicht NEU, sondern sie gibt es schon länger; vor 25 Jahren wurde sie jedenfalls erstmals beschrieben
www.antibiotikamonitor.at/3_99/3_99_2.htm
danke für den link.
mein hund ist vor 4 jahren daran verstorben. die symptome passen alle (Genickschmerkzen, hohes Fieber, Husten, Myalgie, himbeerrote Zunge, Blutwerte..) Eine eosinophile Pneumonie gab ihm den Rest. Wurde leider zu spät erkannt bzw. nicht erst genommen.
Man könnte also auch als Mensch in Wien-Umgebung daran erkranken?
Die durch falsch gefaltete Eiweiße, so genannte Prionen, ausgelöste Krankheit heißt bei Menschen Creutzfeldt-Jakob-Krankheit und es sterben sehr wohl Menschen daran.
Die Streitfrage um BSE ist nicht das grundsätzliche OB, sondern das WIE VIEL aufgenommener WELCHER Prionen die Kettenreaktion der vermehrten Prionenbildung im eigenen Körper auslöst.
Steht halt nicht in der Heute.
Candidatus neoehrlichia mikurensis sind obligat intrazelluläre, gram-negative Kokken.
Die antibiotische Therapie scheint Doxyzyklin (2x100mg) über 6 Wochen zu sein.
Quellen:
1. Fehr S: Septicemia caused by tick-borne bacterial pathogen candidatus neoehrlichia mikurensis. Emerging Infectious Diseases, 2010 16 (7): 1127-1129
2. Welinder-Olsson C: First Case of Human “Candidatus Neoehrlichia mikurensis” Infection in a Febrile Patient with Chronic Lymphocytic Leukemia. J Clin. Microbiol., 2010 48 (5): 1956-1959
Unsere tolle Politik ist der Meinung, dass 1. Universitäten weniger Geld bekommen sollten als jede andere Institution in diesem Land (am besten gar keines) und 2. Forschungssubventionen NUR dann wirklich gegeben werden, wenn unmittelbarer Wirtschaftlicher Nutzen dahinter steht, und zwar garantiert um am besten sofort. 3. Grundagenforschung, Bio- und Gentechnik sind sowieso pfuigack.
Wie, und das sagst du mir jetzt oder hältst in Zukunft die Backen zu dem Thema, soll unter diesen Umständen unabhängig geforscht und entwickelt werden?
Und irgendjemand wird clever genug sein und kapieren, dass sich damit langfristig Schotter machen lässt...wenn die Pharmakonzerne die Forschung finanzieren, haben sie auch das Recht damit Gewinn zu machen.
Erster Teil: Situation richtig eingeschätzt
Zweiter Teil: Schlußfolgerung weniger als dürftig!
Die Konsequenz kann nur heißen: Forschung zurück an die Universitäten und Kliniken - da kann dann wirklich Gentechnik-Forschung mit individuellen Problemlösungen sinnvoll und heilbringend wirken;
Die kommerzielle Pharma und Genttechniksparte kann und will das nicht leisten, also sollten die nur auf die rationelle Produktion (allgemeiner Substanzen) beschränkt werden!
Demokratiefan hat richtigerweise weiter unten geschrieben: "die Lizenzen für die Moleküle gehören dann einem Forschungsfonds und die Pharmafirmen zahlen dafür. Der Forschungsfonds finanziert wiederum die weitere Forschung."
(... oder sind Sie gut angefüttert von der Pharma ??)
Ui - der Pharma-Beißreflex?
Also noch einmal den Schaum vom Mund wegwischen, noch einmal lesen. Zur Hilfestellung, stelle ich Ihnen noch einmal die Frage:
Wie unterstützen Sie die Universitäten beim Erreichen dieses Ziels? Was tun Sie, damit die Forschung in der öffentlichen Hand gestärkt wird?
Ich lasse mich mal herab, Ihnen zu erklären, wie (öffentliche) Forschung funktioniert:
Da braucht man ZUERST Kapital für wissenschaftliche Geräte, Know-How, Fehlschläge (die gibt es in der Pharma-Forschung gelegentlich) und natürlich qualifiziertes Personal.
Wenn man das Geld einmal hat, kann man vielleicht später Geld verdienen (so wie Sie es beschreiben). Also: Was haben Sie dafür getan, dass die Bedinungen, die man VORHER braucht, erfüllt werden?
Ihre Meldungen fallen wohl eher in die Kategorie: So stellt sich der kleine Max Forschung vor.
Und wer führt dann die für Zulassung eines Medikamentes notwendigen umfangreichen Studien an Patienten durch? Die kosten Unsummen, soll das durchs Forschungsbudget gedeckt sein und auf der Uni durchgeführt werden? Oder sollen die bösen Pharma dann die Studien durchführen? Und falls ja, unterstellt man ihnen wohl wiederum die Studienergebnisse frisiert zu haben.
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