"Need for Speed: Most Wanted": Ein "neuer Standard" für Arcade-Rennspiele

1. November 2012, 12:52
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Kritiker loben Verschmelzung von "Burnout" und "Need for Speed".

Criterion Games ist vielleicht am besten bekannt für die Action-Rennspielserie "Burnout". Mit der Neuauflage von "Need for Speed: Most Wanted" knüpfte sich das Studio nicht nur den bislang meistverkauften Teil Electronic Arts langjähriger Rennspielserie vor, sondern wurde auch mit der Aufgabe betraut, dem zersplitterten Franchise frischen Wind einzuhauchen. Entwickelt für eine neue, stärker vernetzte Generation von Racing-Fans, bietet die Neuauflage eine weitläufige, offene Welt voller Herausforderungen. Den Kritikern der Fachpresse zufolge ist Criterions Ausflug ein gelungenes Vergnügen.

Freiheit in Fairhaven

Versetzt in die Fantasiestadt Fairhaven, obliegt es einem, der meist gesuchte Street-Racer zu werden. Die Spielwelt, eine fiktive Best-of-Compilation amerikanischer Großstädte, stellt es einem frei, die Strecken, Events und Sehenswürdigkeiten nach Lust und Laune zu erkunden. Auf den weitläufigen Straßen erschwert der Verkehr die Raserei, Polizisten lauern hinter jeder Ecke und versteckte Sprünge warten darauf, entdeckt zu werden. Bei der Fahrzeugauswahl hat man sich auf relativ wenige, dafür original lizenzierte 41 Boliden konzentriert. Zu den Highlights gehören beispielsweise der Porsche 918 Spyder, der Lamborghini Countach und der Bughatti Veyron. Damit man auch ja in den Genuss aller Gefährte kommt, wurden die Bewerbe an die einzelnen Modelle geknüpft. Insgesamt stehen rund 60 Herausforderungen in der Einzelspielerkampagne zur Verfügung - sei es der Kampf um Rennbestzeiten und das Abhängen von Cops in Verfolgungsjagden oder die Jagd nach der längsten Sprungdauer.

"Die Erkundungsfahrten, die Rennen und die Verfolgungsjagden sind die meiste Zeit wirklich unterhaltsam.", schreibt Gamespot. "Obwohl es sich um echte Fahrzeugmodelle handelt, ist die Steuerung nicht realistisch. Autos fühlen sich glaubhaft schwer an, sind aber sehr einfach und präzise zu manövrieren. Wie man es von einem Criterion-Rennspiel erwartet, kann man mit ein bisschen Übung und Bremsgefühl rasend schnell durch Kurven driften."

Besser mit Freunden

Für Ansporn sorgt einerseits die Möglichkeit, durch Erfolge Tuning-Teile und schlussendlich die komplett aufgemotzte Ausführung eines Autos freizuschalten. Auf der anderen Seite lässt erst die Einbindung von Freunden das Erlebnis so richtig aufblühen. Die Online-Funktionalität wurde nahtlos in die Welt integriert. Zu jeder Herausforderung, zu der man antritt, sieht man, was die eigenen Freunde geleistet haben. Die versteckten Billboards, durch die man springen muss, tragen sogar das Bild des Avatars eines Freundes, sollte dieser einen weiteren oder höheren Sprung absolviert haben. Statistiken lassen jederzeit Vergleiche zu und treiben einen weiter dazu an, besser als seine Kollegen zu sein.  "Fast alles, was man macht, wird mit den Erfolgen der Freunde verglichen. All diese Rankings tauchen in Fairhaven wie Augmented-Realtity-Blasen auf, reizen einen dazu, Rekorde zu brechen.", sagt Polygon. "Selbst wenn man zu keinem direkten Duell antritt, verleihen die asynchronen Mehrspielerelemente ein gutes Wettbewerbsgefühl."

Fährt man schließlich doch in Echtzeit gegen Online-Konkurrenten, wird das Vergnügen lediglich durch die Trennung der Singleplayer-Erfolge von den Online-Errungenschaften getrübt. Egal wie viele Nitros, Tuning-Teile und Modifizierungen man in den Einzelspielerbewerben bereits freigeschaltet hat, online muss man alles nochmal erringen.

Gelungene Mischung

Polygon nach sei es den Entwicklern geglückt, die besten Elemente aus "Burnout" mit den Stärken von "Need for Speed" zu verschmelzen. Fans beider Serien müssen jedoch auch ein paar Abstriche in Kauf nehmen. So hat man es etwa nicht geschafft, die Spielwelt in eine interessante Geschichte zu verstricken und die schicken Schlitten lassen sich nicht so schön zerlegen, wie man es vom Stunt-Racer gewohnt ist. "Genre-Fans wurden in den vergangenen Jahren mit allen möglichen Arcade-Nervenkitzeln überschwemmt. Und dennoch schafft es Criterion abermals, sich abzuheben und etwas Frisches anzubieten und den Standard für Open-World-Rennspiele höher zu setzen.", resümiert Edge Magazine. (zw, derStandard.at, 1.11.2012)

"Need for Speed: Most Wanted" ist für PC, PS3 und Xbox 360 erschienen.

  • "Need for Speed: Most Wanted" ist für PC, PS3 und Xbox 360 erschienen.
    foto: ea

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