Raumfrachter binnen Stunden zur ISS geflogen

Üblicherweise sind die "Progress"-Transporter etwa zwei Tage unterwegs

Moskau - Nach einem Blitzflug von knapp sechs Stunden statt wie bisher zwei Tagen hat am Mittwoch ein russischer "Progress"-Frachter an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. An Bord waren Geschenke von Angehörigen für die sechs Crew-Mitglieder sowie Lebensmittel und wissenschaftliche Ausrüstung, wie die Raumfahrtbehörde Roskosmos in Moskau mitteilte.

Der Frachter war am Mittwoch um 8.41 Uhr mit insgesamt 2,6 Tonnen Nachschub vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abgehoben. An der ISS angedockt hat er um 14.33 Uhr - und damit sieben Minuten früher als geplant. Es ist der zweite Schnellflug einer "Progress", nachdem ein Raumschiff in der Nacht auf 2. August nach fünf Stunden und 43 Minuten Flug an der ISS angedockt hatte - das war Rekord.

Ein dringlicher Anlass - etwa Versorgungsengpässe - steckte nicht dahinter, vielmehr handelte es sich um einen Test. Das neue Verfahren, das durch eine Digital-Steuerung ermöglicht wird, soll ab 2013 auch bei bemannten "Sojus"-Flügen angewandt werden. 

Außeneinsatz vorbereitet

Auf der ISS arbeiten derzeit drei russische Kosmonauten, zwei US-Astronauten und ein japanischer Raumfahrer. Am Donnerstag steigen die US-Astronautin Sunita Williams und ihr japanischer Kollege Akihiko Hoshide zu einem gut sechsstündigen Außeneinsatz aus. Die Raumfahrer sollen ab 13.15 Uhr ein Leck im Ammoniak-Kühlsystem abdichten, teilte Roskosmos mit. (APA/red, derStandard.at, 31. 10. 2012)

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