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Kabul - Bei der Präsidentschaftswahl in Afghanistan 2014 könnten die radikalislamischen Taliban und andere extremistische Gruppen mit eigenen Kandidaten antreten. Bei der Zulassung der Kandidaten werde es "keine Diskriminierung" geben, erklärte der Chef der Wahlkommission, Fasel Ahmed Manawi, am Mittwoch in Kabul. Zudem bestätigte er den Wahltermin am 5. April 2014.
Die Wahl gilt als wegweisend für die weitere Entwicklung des Landes nach dem geplanten Abzug der ausländischen Truppen Ende 2014. Beobachter gehen davon aus, dass die Taliban entweder versuchen werden, die Macht im Staat durch Waffengewalt wieder an sich zu reißen - oder nach einem Friedensabkommen Teil der Regierung in Kabul werden. Der vom Westen unterstützte Präsident Hamid Karzai darf nach zwei Amtszeiten nicht noch einmal antreten.
Die NATO-Staaten wollen bis Ende 2014 ihre Kampfverbände aus Afghanistan abziehen. Unter Führung der USA hatten die internationalen Truppen 2001 die Taliban von der Macht in Kabul vertrieben. Derzeit sind noch mehr als 100.000 ausländische Soldaten in dem Land am Hindukusch stationiert.
Bei einem Doppelanschlag im Süden Afghanistans sind am Mittwoch zehn Zivilisten getötet worden. Unter den Opfern sind auch drei Kinder. Die erste Bombe detonierte in der Provinz Helmand unter einem Fahrzeug, wie der Sprecher der Provinz am Mittwoch sagte. Sechs Frauen und drei Kinder seien gestorben.
Nur wenige Kilometer entfernt explodierte ein Sprengsatz, der in einem Motorrad platziert worden war. Der Fahrer kam ums Leben. Seine Frau und drei Kinder, die ebenfalls auf dem Motorrad saßen, wurden verletzt. Zunächst übernahm niemand die Verantwortung für die Anschläge. (APA, 31.10.2012)
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