iPad Mini: App-Angebot entschädigt für schlechtes Display

31. Oktober 2012, 10:21
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In den ersten Reviews schneidet das Gerät in einigen Punkten schlechter als die Konkurrenz ab

Vor rund einer Woche präsentierte Apple das bereits erwartete iPad Mini. Das kleinere Tablet ist 7,9 Zoll groß, hat eine Pixeldichte von 163 ppi und ein Gewicht von nur 308 Gramm. Einige US-Medien haben sich die kleine Version des iPads bereits angesehen und veröffentlichten die ersten Reviews.

Der Preis

The Verge Autor Joshua Topolsky macht seinen Einstieg gleich mit der Aussage, dass das iPad Mini ein Gerät sei, das man bequem in die Tasche schmeißen kann. Der Preis wäre allerdings nicht gerade günstig: In seiner teuersten Variante kostet das kleine Apple-Tablet 659 US-Dollar. Diese Variante ist zwar LTE-fähig und hat einen Speicherplatz von 64 Gigabyte, allerdings bekommt man um diesen Preis auch schon ein "großes" iPad. Ein schwieriger Vergleich also, wenn es um das Nexus 7 oder Amazons Kindle Fire HD geht, denn die 129 US-Dollar Unterschied würden Kunden doch bei ihrer Kaufentscheidung beeinflussen. Das "Wall Street Journal" sieht den Preis als schweren Nachteil für das Gerät.

Design

Topolsky betont bei seinem Review, dass sich das iPad Mini sehr gut anfühle und andere Tablets im Vergleich wie Spielzeug aussehen lasse. Die Qualität der Verarbeitung sei sehr gut, das Tablet liege solide in der Hand und sei in dieser Hinsicht von der Konkurrenz unerreicht. Die eingebauten Lautsprecher würden sich für Videozwecke gut eignen.

Gute Verarbeitung

Durch das leichte Gewicht des Gerätes und das dünne Gehäuse würde sich das Gerät allerdings manchmal etwas zu leicht anfühlen. Topolsky wünscht sich hier etwas mehr zu greifen und präferiert das Nexus 7 in dieser Hinsicht. Wenn es um das Design geht, so Topolsky, wäre das Gerät allerdings das beste in seiner Klasse: Die Materialien und die Verarbeitung seien ausgesprochen gut. Wie Engadget schreibt, hat sich das Design nicht dem alten iPad-Gehäuse gebeugt: Apple hat sich hier eher am iPhone 5 orientiert.

Wenig Arbeitsspeicher, aber tolle Kamera

Das Tablet ist in verschiedenen Versionen verfügbar: Der Speicherplatz beginnt mit 16 Gigabyte, weiters gibt es Varianten mit und ohne 3G-Funktion. Der Arbeitsspeicher beträgt allerdings nur 512 Megabyte. Bis auf die deutlich verbesserten Kameras sei das iPad Mini tatsächlich eine kleinere Version der größeren Apple-Tablets. Vor allem in schlechteren Lichtverhältnissen würde sich das Tablet als Kamera bewähren. Die 5-Megapixel-Kamera würde aber bezüglich Bildstabilisation nicht an das iPhone 5 herankommen.

Kritikpunkt Auflösung

Die Auflösung des iPad Mini ist dieselbe wie die des iPad 2. Im Vergleich mit ähnlich großen Tablets anderer Hersteller sei die Auflösung hier also nicht sonderlich gut. Die Farben, der Kontrast und die Schrift würden dennoch gut rüberkommen. Beim Surfen würde man den Unterschied allerdings manchmal merken. Hier ist das iPad Mini eindeutig seinen Konkurrenten unterlegen.

Laut "Wall Street Journal" ist das Anschauen von HD-Videos mit den Geräten anderer Hersteller eindeutig besser. Durch einige Software-Anpassungen hat Apple dem iPad Mini die Eigenschaft verpasst, dass ungewollte Berührungen des Displays nicht ausgeführt werden. Dies ist nötig, weil der Rand des iPads um einiges verkleinert wurde. Topolsky meint, dass dies zwar sehr gut sei, auf der anderen Seite aber würde gewolltes Berühren dadurch manchmal nicht ausgeführt werden.

Ungeschlagenes Ökosystem

Ein deutliches Plus bekommt das iPad, wenn es um die Auswahl an Apps geht. Über 275.000 iPad-Apps sind in Apples AppStore zu finden. Die Performance sei gut, allerdings brauche das Öffnen mancher Anwendungen etwas länger als auf dem großen iPad. Insgesamt hat das iPad Mini im Review von The Verge neun von zehn möglichen Punkten ergattert.

Akku

Ein Punkt, den das "Wall Street Journal" noch zusätzlich lobt, ist der Akku. Bei einer Bildschirmhelligkeit von 75 Prozent und eingeschaltetem WLAN hat der Akku des Geräts im Test über zehn Stunden gehalten. Das Nexus 7 könnte - im Gegensatz zum Kindle FireHD - bei der Akkulaufzeit allerdings gut mithalten und hält sogar einige Minuten länger. (red, derStandard.at, 31.10.2012)

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    Das iPad Mini schneidet gut ab, kann in einigen Punkten allerdings nicht ganz überzeugen.

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