Brahimi fordert von China aktive Rolle in Syrien-Konflikt

31. Oktober 2012, 08:20
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Internationaler Sondergesandter zu Gesprächen in Peking - Rebellen töten Luftwaffengeneral

Damaskus - Der internationale Sondergesandte für Syrien, Lakhdar Brahimi, hat China aufgefordert, eine aktive Rolle zur Lösung des Konfliktes zu übernehmen. Dies sagte Brahimi am Mittwoch nach einem Treffen mit dem chinesischen Außenminister Yang Jiechi in Peking, ohne Details zu nennen.

Bisher verweigerte sich China internationalen Appellen, Druck auf den syrischen Staatschef Baschar al-Assad auszuüben, der den Aufstand gegen sich seit rund 19 Monaten blutig bekämpfen lässt. Seit Mitte März 2011 wurden dabei mehr als 30.000 Menschen getötet.

Brahimi hatte zuvor Gespräche in Moskau geführt und die Lage in Syrien als "sehr sehr gefährlich" beschrieben. Russland und China haben als Vetomächte im UN-Sicherheitsrat Resolutionen gegen Syrien verhindert.

Nach dem Ende des kaum beachteten Waffenstillstands hat die syrische Armee laut Aktivisten eine neue Offensive von Luftangriffen gestartet. Durch Flugzeugattacken auf Stellungen der Aufständischen starben nach Oppositionsangaben am Dienstag mehrere Dutzend Menschen. Rebellen töteten einen Luftwaffengeneral in einem Vorort der Hauptstadt Damaskus, wie das Staatsfernsehen berichtete. Dies war der jüngste Anschlag auf führende Gefolgsleute von Präsident Bashar al-Assad. Im Juli waren bei einem Bombenattentat vier ranghohe Assad-Vertraute ums Leben gekommen, darunter ein Schwager des Staatschefs und der Verteidigungsminister. (APA, 31.10.2012)

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