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Mammu aus Riga

Gabarage macht's neu

MIMB aus Wien
Für alle, die sich nicht ganz sicher sind: Social Business bezeichnet Unternehmen, dessen vorrangiges Ziel nicht darin besteht, Gewinne zu maximieren oder Dividenden an Geldgeber auszuschütten, sondern soziale und ökologische Probleme in den Griff zu bekommen. Als Guru in diesem Bereich könnte man den bengalischen Volkswirten Muhammad Yunus bezeichnen, der neben anderen 600 Gästen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und anderen Bereichen zum Kongress anreist und der für sein Konzept der "Grameen Bank" 2006 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Bei dieser geht es grob gesagt um eine Bank ohne Sicherheiten für Mittellose. "Wie kann die Kraft der Innovation diese Welt verändern?" lautet die vordergründige Frage des Events. Antworten darauf sollen u. a. Vorträge, Arbeitsgruppen und Diskussionen geben. Mit von der Partie sind führende Vertreter internationaler Unternehmen wie BASF SE, Intel Corporation, SAP, aber auch Persönlichkeiten wie die US-Schauspielerin Maria Bello. Außerdem gibt es die Möglichkeit, zahlreiche Projekte von Social-Business-Start-ups und Universitäten zu sehen.
Wie können Mütter einem Job nachgehen, der mit der Pflege ihrer Babys vereinbar ist? Um diese Frage zu lösen, wurde das lettische Label Mammu 2010 von Fionn Dobbin in Riga gegründet. In Heimarbeit stellen Frauen Schals her, die von Künstlern entworfen wurden. Da diese ziemlich gut aussehen und sich wohltuend von den üblichen Schal-Designs abheben, hat es das Label bald auf den internationalen Fashion-Radar geschafft und wurde von Modemagazinen und -blogs gefeiert. Die Schals sind aus lettischem Leinen oder aus Baumwoll-Restposten. Im heurigen Jahr hat man zusätzlich eine T-Shirt-Linie gelauncht. Verkauft werden die Produkte vor allem online und in einigen wenigen ausgesuchten Boutiquen, die Preise gehen von 59 bis 99 Euro für einen Schal. Investoren in das Unternehmen müssen auf etwaige Dividenden verzichten, Profite werden in das Unternehmen reinvestiert. Bezahlt werden faire Löhne, bei den Materialien wird darauf geachtet, dass sie umweltfreundlich sind. www.mammu.lv
Ebenfalls am Global Social Business Summit vertreten ist die Initiative "Gabarage Upcycling", die seit 2002 in der Wiener Schleifmühlgasse Nr. 6 Objekte aus Gegenständen des Alltags herstellt, die ihren ursprünglichen Nutzungszweck aus verschiedensten Gründen nicht mehr erfüllen und bei Gabarage zu allerlei neuen Formen und Funktionen kommen. In Zusammenarbeit mit Designern entstehen so zum Beispiel Stehtische aus alten Filmdosen, Taschen aus Werbe- und LKW-Planen, Schmuckstücke, Möbel und vieles mehr. Auch Kundenwünsche werden gern berücksichtigt. Vielleicht das wichtigste Merkmal im Falle dieser sozialökonomischen Initiative ist die soziale Verantwortung, so sind es in erster Linie ehemals suchtkranke Menschen, die im Laufe eines Jahres samt Unterstützung einer externen Unternehmensberatung in Werkstätten, Verkauf oder Verwaltung beschäftigt werden und so auf den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt vorbereitet werden sollen. www.gabarage.at
Sichere Arbeitsplätze für Migrantinnen in Wien: Darum geht es bei made IN - made BY (MIMB), einem Projekt, das sich auf die Verarbeitung von Textilien spezialisiert hat. Näherinnen arbeiten an Produkten, die aus ökologisch einwandfreien Materialien hergestellt werden. Gegründet wurde MIMB 2011 von Luisa Lobo, mit Näh- und Siebdruckworkshops wurden die mitgebrachten Kenntnisse der Näherinnen auf ein professionelles Niveau gehoben. Bisher fertigte man Taschen für die Designerin Nina Putzlager und ihr Label Bagsolution (aus H&M-Werbeplakaten!) oder T-Shirts für das Modelabel Pitour der heimischen Modedesignerin Maria Oberfrank. Das Projekt war das bisher größte für die Organisation, 187 T-Shirts in sechs unterschiedlichen Farben wurden gefertigt. Die Teilnahme am Global Business Summit hat MIMB inzwischen allerdings wieder abgesagt, die Teilnahmegebühr war zu hoch. Restposten der T-Shirts gibt es im Wiener Museumsquartier im MQ Point zu kaufen. www.mimb.at (maik, hil, Rondo, DER STANDARD, 2.11.2012)
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Immer mehr Möbel fallen durch ihren skulpturalen Charakter auf - Dieser ist mehr als nur ein Stilelement
Einen auf alt machen und Nagelneues künstlich angammeln gehört bei immer mehr Möbelproduzenten zum Programm
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Die Ausstellung "Isn't it romantic?" in Köln widmet sich unter anderem einer Definition von Design - Thomas Edelmann war vor Ort
Staubsauger-Tycoon James Dyson stellte in Hamburg einen Wasserhahn vor, der auch die Hände trocknen kann - Michael Hausenblas nutzte die Gelegenheit und fragte nach
Der Mode-Großmeister Issey Miyake entwickelte mit dem italienischen Leuchtenkonzern Artemide zehn Leuchten aus ehemaligen PET-Flaschen, die aussehen wie Wolken mit Ecken und Kanten
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Peter Speake-Marin steuert sein eigenes kleines Uhrenmanufaktur-Schiffchen auf der rauen See der Uhrenbranche. 2013 will er einen stabileren Kurs halten
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