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Wien - Wichtige Entscheidungen stehen an. Jene über die Sportler des Jahres, die bei der Galanacht des Sports (Mittwoch, 18.20 Uhr, ORF 1) in Vösendorf vor den Vorhang gebeten werden, sollte die größte Aufmerksamkeit erregen. Doch vor allem hinter den Kulissen wird derzeit ordentlich gerangelt - um Posten und Ämter.
So schrieb die Sporthilfe den Posten des Generalsekretärs neu aus. Die Zeiten haben sich geändert - im Juni 2008 war der Vertrag des seit 2000 im Amt befindlichen Anton Schutti nur auf Vorschlag des damaligen Staatssekretärs Reinhold Lopatka (ÖVP) um vier Jahre verlängert worden.
Nun hat der Personalberater Deloitte auf Wunsch von Sportminister Norbert Darabos (SPÖ) eine Shortlist erstellt. Auch Schutti tritt wieder an. Das Magazin Profil berichtete, Darabos würde seine Kabinettsmitarbeiterin, die ehemalige Wasserspringerin Anja Richter forcieren. Darabos ließ dementieren - Deloitte werde "eine Entscheidungsgrundlage erstellen, auf deren Basis das Präsidium der Sporthilfe noch heuer eine neue Geschäftsführung bestimmen wird". Sporthilfe-Präsident ist Minister Darabos.
Die Entscheidung über Schuttis Nachfolge hätte im Oktober fallen sollen, verzögert sich aber bis Dezember. Sollte Schutti, dessen Vertrag mit Jahresende ausläuft, nicht sich selbst nachfolgen, bleibt kaum Zeit für eine geregelte Übergabe.
Gerangelt wird auch im ÖOC-Vorstand. Am 6. November finden Neuwahlen statt. Fix ist, dass ÖOC-Präsident Karl Stoss im Amt bleibt. Der Generaldirektor der Casinos Austria ist einziger Kandidat fürs höchste Amt des Olympia-"Entsendundungsvereins" (Copyright Darabos). Ansonsten könnte sich unter den insgesamt zwölf zu wählenden Vorstandsmitgliedern einiges ändern. Wahlberechtigt sind die Fachverbände der olympischen Sportarten, die drei Dachverbände und die BSO.
Paul Schauer tritt als ÖOC-Vize nicht mehr an. Sein Nachfolger als Präsident des Schwimmverbands, Christian Meidlinger, wurde zwar gefragt, hat aber abgewunken. Dennoch gibt es dem Vernehmen nach mehr Kandidaten als Vorstandsämter. Peter Kleinmann (Volleyball) und Otto Flum (Radsport), derzeit Beiräte, gelten als aussichtsreich. Auch Ralph Vallon, dem Ex-Kommunikationschef der FPÖ und aktuellen Präsidenten der Leichtathleten, werden Ambitionen nachgesagt. (Fritz Neumann - DER STANDARD, 31.10 2012)
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Hat vielleicht schon jemand bemerkt, dass die Sporthilfe seit gut einem Jahrzehnt einfach funktioniert? Toni Schutti hat es mit seinem Team geschafft, Ruhe (nach den vielen Diskussionen um Neuper, Schwab, Seisenbacher, …) in diese für viele Sportler so wichtige Fördereinrichtung zu bringen. Um seinem Kabinetts-Schatzi rechtzeitig vor der nächsten Wahl einen Versorgungsjob zu sicher, setzt unser beliebter Sportminister nicht auf die Fortführung funktionierender Strukturen. Auch wenn sie eine ehemalige Sportlerin ist, jetzt geht es zunächst um die Absicherung der politischen Einflussnahme und um persönliche Befindlichkeiten. Dieses Trauerspiel zeigt wieder einmal, welch jämmerliche Typen in den Sport hineinregieren wollen.
1. Herr Schutti kann schon mal seinen Resturlaub ausschreiben.
2. Die Konstituierung des neuen ÖOC Vorstandes ist abzuwarten - den Wünschen des Herrn Stoss wird dabei seitens der roten Reichshälfte soweit wie gerade noch vertretbar entgegen gekommen - jedenfalls gerade soweit, als die Schwarzen ihr olympisches Reisebüro noch verteidigen können.
3. Der Preis für dieses (rote) Entgegenkommen wird dann sein, den eigenen (schwarzen) Kandidaten sogleich fallen zu lassen, um die Darabos Favoritin möglichst friktionsfrei bestellen zu können.
Conclusio: Alles fesch ausgepackelt, zum weiteren Ruhm und der Ehre des österreichischen Sports!
HONI SOIT, QUI MAL Y PENSE!
Die Realität des österreichischen Sportsystems ist so traurig, dass man es kaum mehr in Worte fassen kann. Einige wenige talentierte Spitzensportler opfern Zeit, Energie und manchmal auch Gesundheit, damit eine Polit- und Funktionärskaste Cash, Einfluss und Traumreisen abkassieren kann. Und Eltern, dessen Kinder hart für Erfolg arbeiten, dürfen die Idiotenkaste auch noch finanzieren.
Eine kleine Anekdote aus dem realen Sporttreiben in Österreich:
http://tinyurl.com/9fu6w6b
Ja, ich weiß schon: selber Schuld. Gebe ich auch zu.
die spö ist eigentlich meine Partei, bin seit mehr als 30 jahren Mitglied (aus historischen gründen) und jetzt stört mich der niedergang durch feigmann und seine clique.
echte rote wären nie für ein Berufsheer, siehe karl-marx-hof, als die Heimwehr auf arbeiter geschossen hat... jetzt wird für kurzfristigen wahlerfolt mit der krone kooperiert und alle Inhalte und Dogmen werden über bord geworfen.
aber ich gebe ihnen recht, das schwarz ges.indel würde ich nie wählen.
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