Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Ein Mahaliweber-Pärchen: Oben das Männchen, unten das Weibchen.
Seewiesen - Der Hormonspiegel spielt eine entscheidende Rolle für den Vogelgesang: Dies konnten deutsche Forscher nun mit einem Experiment belegen, wie das Max-Planck-Institut für Ornithologie berichtet. Durch die Verabreichung von Testosteron begannen weibliche Vögel männlichen Solo-Gesang anzustimmen.
Ausgangslage der Studie waren die besonderen Verhältnisse der gemäßigten Klimazone, in der wir leben. Bei hiesigen Singvögeln steuert die saisonale Änderung der Tageslänge die Jahresrhythmik. Die zunehmende Tageslänge im Frühling löst einen Anstieg der Konzentration der Geschlechtshormone aus und läutet damit den Brutbeginn ein. Damit verbunden ändert sich auch das Verhalten: Bei Singvogel-Männchen findet sich dann ein Zusammenhang zwischen der Häufigkeit und Komplexität ihrer Gesänge und der Testosteronkonzentration im Blut.
Etwas schwieriger ist die Lage in den Tropen zu beurteilen. Dort singen die Vögel oft das ganze Jahr über, und günstige Brutbedingungen finden sich über einen viel längeren Zeitraum im Vergleich zur gemäßigten Zone. Darüber hinaus sind die Testosteronwerte während des gesamten Jahres bei vielen Arten auf einem sehr niedrigen Niveau. Deshalb ist es noch unklar, durch welche Mechanismen das Gesangsverhalten bei tropischen Vogelarten gesteuert wird.
Cornelia Voigt und Stefan Leitner vom Max-Planck-Institut für Ornithologie konnten nun zeigen, dass Testosteron auch in den tropischen Habitaten eine entscheidende Rolle bei der Regulation des Gesangsverhaltens spielt. Sie untersuchten Mahaliweber (Plocepasser mahali), eine Sperlingsart, die in Afrika vorkommt. Diese Vögel leben in Gruppen von zwei bis zehn Tieren und zeichnen sich durch ein status-abhängiges Gesangsverhalten aus, bei dem nur die dominanten Männchen einen sogenannten Solo-Gesang singen. Weibchen und subdominante Männchen singen lediglich einen abwechselnden Duett-Gesang.
Aus der im Südwesten von Simbabwe durchgeführten Langzeitstudie ergab sich ein Zusammenhang zwischen Hormongehalt und Solo-Gesang. So hatten dominante Männchen sowohl während der frühen Brutzeit von Oktober bis Dezember als auch während der späten Brutzeit von Januar bis März höhere Testosteronspiegel als subdominante Tiere. Allerdings waren die Hormonkonzentrationen weitaus geringer als jene, die für Gesangsänderungen bei Arten der gemäßigten Zone verantwortlich sind. Es könnte also sein, dass die leicht höheren Werte der dominanten Männchen einfach nur den Status an sich wiederspiegeln und nicht für die Aktivierung des Gesanges verantwortlich sind.
Eine eindeutige Wirkung von Testosteron konnten die Forscher hingegen durch ein Experiment an Weibchen belegen: Die in Volieren nahe ihrem natürlichen Lebensraum gehaltenen Tiere erhielten ein Testosteron-Implantat und fingen bereits nach einer Woche an, den männlichen Solo-Gesang zu singen. Dieser war nach einem Monat voll ausgeprägt und unterschied sich nur geringfügig von dem der Männchen. "Mit diesen Untersuchungen konnten wir zeigen, dass ein spezieller Gesangstyp, der Solo-Gesang, geschlechterübergreifend durch Testosteron aktiviert werden kann", schließt Voigt. (red, derStandard.at, 3. 11. 2012)
Zwei Drittel des Anstiegs stammt von Eisschilden der Antarktis und Grönlands und dem sich ausdehnenden Meerwasser
Die acht eigentlichen Mitgliedsländer nehmen sich der Ölverschmutzungen im Norden an
Indirekter Effekt: Grizzlybären verschmähen neue Fischart und konzentrieren sich verstärkt auf junge Wapitis - Dies könnte gesamtes Nahrungsnetz verändern
Maßnahme soll Regenwäldern zugute kommen
Der Soufrière Hills auf Montserrat brach 1995 nach 300-jähriger Ruhephase aus und kommt seitdem nicht mehr zur Ruhe
Freiburger Forscher untersuchten Proteine, die in einer Bakterienzelle die Struktur des Erbguts sichern
500 Millionen Jahre alter Gliederfüßer nach Hollywoodstar benannt
Vorträge, Filmvorführungen, Labor- und Gartenbesichtigungen schon ab Mittwoch in Österreich
Forscher holten aus 2,4 Kilometern Tiefe Wasser aus dem Präkambrium - Nun hoffen sie auf Nachkommen von Mikroben aus der Anfangszeit des Lebens
Symposium über "Synthetische Biologie" am Dienstag in Wien
"Apothekerfrösche", die einst für Schwangerschaftstests verwendet wurden, verbreiteten den tödlichen Chytridpilz global
Tiere wachsen auch dann , wenn CO2-Konzentrationen jenen entsprechen, die wir für das Jahr 2100 erwartet werden
Schaffung von künstlichem Leben ist Ziel der synthetischen Biologie - Ob der Mensch die Natur übertreffen kann und ob ein Durchbruch bevorsteht, diskutierten Experten in Wien
Forscher untersuchen Milliarden Jahre alte geologische Formationen auf der Südhalbkugel
Jeder Reptilien-Zahn besteht aus einer dreiteiligen Einheit - US-Forscher wollen eines Tages das Gebiss von Menschen nachwachsen lassen
Beute mit Vorsprung: Die Große Wachsmotte kann noch in einem extrem hohen Frequenzbereich hören
Dauerstadien verraten viel über frühere Umweltbedingungen und wie deren Veränderungen die Arten künftig beeinflussen können
Gemeinschaftsprojekt von EU, Afrikanischer Union und Welternährungsorganisation
Forscher maßen Abbauprodukte des Stress-Hormons Cortisol im Kot von jungen Hyänen, die um die Muttermilch konkurrieren
Forscher weisen auf günstige Eigenschaften alter Sorten hin
Laut Forschern der Vetmeduni Wien steuern die Fettsäuren das Erreichen tiefer Körpertemperaturen und die Bewahrung eines regelmäßigen Herzschlages
Forscher finden Überreste eines kleinwüchsigen Verwandten des Pachycephalosaurus
Ernähren sich die Tiere von am Meer lebender Beute, sammeln sich schnell gefährliche Konzentrationen im Körper an
Pflanze stammt aus konventioneller Zucht - Kritiker warnen vor Abhängigkeit von Konzernen
Wissenschafter untersuchten Auswirkungen von 14 großen Vulkanausbrüchen in den vergangenen 70.000 Jahren
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.