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Wien/Traiskirchen - Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) reagiert jetzt auf die große Gruppe unmündiger Jugendlicher in der Flüchtlingserstaufnahmestelle Traiskirchen. Geschaffen wird eine eigene Schulklasse mit dazugehörigen Räumen. Die Caritas begrüßt dieses Vorhaben.
Laut Angaben der Ministerin ist derzeit keiner der minderjährigen Flüchtlinge schulpflichtig, dennoch soll jenen Kindern, die die Schule besuchen möchten, dies ermöglicht werden. Die Bereitstellung der Lehrer sowie der schulorganisatorische Ablauf habe dabei durch die Schulbehörden zu erfolgen, heißt es in einer Aussendung des Innenressorts.
Speziell betreut werden die Jugendlichen jetzt schon. Das Team besteht aus 25 Sozialbetreuern, die zusätzlich von einem Psychologen unterstützt werden.
Zwei dislozierte Klassen sollen bis 15. November im Flüchtlingslager Traiskirchen eingerichtet werden. Stadtrat Andreas Babler (SPÖ) berichtete in einer Aussendung, dass es in Absprache mit dem Bezirkshauptmann und mit der Bezirksschulinspektorin je eine Klasse für Volksschulkinder und eine für Hauptschulunterricht in der Betreuungsstelle OST geben wird.
Bürgermeister Fritz Knotzer (SPÖ) freute sich laut Aussendung, dass die langjährige Forderung nach schulischer Betreuung in der Erstaufnahmestelle "somit in Erfüllung" gehe: "Endlich haben die Kinder eine Möglichkeit im Sinne des österreichischen Schulpflichtgesetzes auch an Bildung teilhaben zu können." Er betonte jedoch gleichzeitig, dass es nun auch im Beschäftigungssektor dringend eine Reform hin zu freiem Arbeitsmarktzugang für Asylwerber brauche. (APA, 30.10.2012)
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