Ex-HP-Chef Kemler tritt Job als ÖIAG-Chef an

Bereits Präsident der Aufsichtsräte von Post, Telekom und OMV

Am 1. November tritt der IT-Manager Rudolf Kemler (56) wie im September angekündigt offiziell seinen Job als Alleinvorstand der Staatsholding ÖIAG an. Diese ist für die verbliebenen Staatsanteile bei der Telekom Austria (28,4 Prozent), der Post AG (52,9 Prozent) und der OMV (31,5 Prozent) zuständig, Eigentümververtreterin ist Finanzministerin Maria Fekter.

Nachfolge von markus Beyrer

Kemler folgt Markus Beyrer nach, der überraschend Mitte Juni seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte. Kemler hat wie Beyrer beste Kontakte in die Industriellenvereinigung, sie gilt aufgrund der Zusammensetzung des Aufsichtsrates der ÖIAG als "Königsmacher". Beobachtern zufolge soll sich die Industrie gegen die Personalwünsche der ÖVP durchgesetzt haben. Kemler wurde bereits als Präsident der Aufsichtsräte von Post, Telekom und OMV gewählt.

"Nicht wie wild in operative Geschäfte eingreifen"

In einer ersten Reaktion zu seiner Wahl meinte Kemler, er wolle "nicht wie wild in operative Geschäfte eingreifen". Wobei es bei der ÖIAG an sich ohnehin strategisch genug zu tun gibt. Innerhalb der Regierung ist strittig, welche Rolle die Staatsholding künftig einnehmen soll - eine weit aktivere, wie die ÖVP fordert - oder gar keine, wie es die SPÖ wünscht. Sie würde die verbliebenen Staatsbeteiligungen gerne von den zuständigen Ministerien betreuen lassen.

Kemler arbeitete unter anderem in Führungspositionen bei Siemens Nixdorf, GE Capital Corporation, T-Systems und Hewlett-Packard (HP).(APA, 30.10.2012)

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