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vergrößern 500x362Viele Kinder stehen auf McDonald's.
vergrößern 500x374Viele Eltern stehen daneben (und essen einen Burger).

Diätologin Martina Backhausen rät zum spielerischen Umgang mit Fastfood.
"McDonald's und Fastfood gehören zum heutigen Leben dazu", sagt die Wiener Diätologin Martina Backhausen. "Man entkommt dem nicht." Der Rhythmus mit drei Hauptmahlzeiten verschwinde, weil Essen heute immer verfügbar ist, weil Arbeit und Freizeit verschwimmen. "Das macht mir Sorgen", so Backhausen. Die natürliche Wahrnehmung von Hunger und Sättigung hänge nämlich auch von regelmäßigen Mahlzeiten ab.
"Eltern und Erziehungsberechtigte müssen Kindern einen gesunden Rhythmus vermitteln", sagt Backhausen. Und einen gesunden Umgang mit Fastfood. Wenn das Marketing der Konzerne aber an den Eltern vorbei direkt auf die Kinder zielt und Heranwachsende unter Gruppendruck geraten, kann das ganz schön schwierig werden.
Essen aus McDonald's-Verpackungen schmeckt Kindern besser als unverpackte Lebensmittel - auch wenn es sich um die gleichen Produkte handelt. Das konnte Thomas Robinson von der Universität Stanford 2007 belegen. Das Prinzip gilt sogar bei Babykarotten, die McDonald's zum Studienzeitpunkt nicht einmal im Angebot hatte. Bei McDonald's Österreich will man diese Studie nicht kommentieren.
Robinsons Forschung ergab auch, dass vor allem jene Kinder Lebensmittel in McDonald's-Verpackung bevorzugen, die häufig mit Produktwerbung des Konzerns in Berührung kamen. Robinson empfahl daraufhin, auf Kinder gerichtete Werbemaßnahmen von Fastfood-Konzernen einzuschränken.
Das Gegenteil trat ein. Weltweit bauten die Ketten in den vergangenen Jahren ihr auf Kinder zielendes Marketing massiv aus: Jennifer L. Harris von der Yale University wies nach, dass Kinder im Jahr 2010 um ein Viertel bis ein Drittel mehr Werbung für Fastfood im Fernsehen sahen als Gleichaltrige im Jahr 2003. McDonald's Österreich bestätigt, dass man sich beim Marketing auf Familien mit Kindern konzentriere. Wieviel Geld er dafür in die Hand nimmt, will der Konzern freilich nicht sagen.
Mit Hilfe von Spielzeug, kindgerecht bunter Produktaufmachung und Kindergeburtstagen versucht McDonald's, sehr früh positive Emotionen bei Kindern zu erzeugen. Die guten Gefühle werden von den Kindern im Idealfall nachhaltig mit der Marke und seinen Produkten verknüpft. Frühkindliche Prägung, einmal anders.
Was der Konzern alles unternimmt, um in die Köpfe und in die Herzen der Kinder zu kommen, zeigten die WDR-Journalisten Jochen Taßler und Jochen Leufgens Anfang 2012 in einer Dokumentation: Sie wiesen nach, dass Produkte wie das "Happy Meal" Kinder möglichst früh emotional an die Marke binden und mit dem typischen McDonald's-Geschmack vertraut machen.
Kinder, die einmal einen Kindergeburtstag im dafür konzipierten Spielbereich der Restaurants gefeiert haben, dürften die Marke nachhaltig mit angenehmen Gefühlen verknüpfen. Spaß und Spiel funktionierten auf diese Weise als Einstiegsdroge, sagt der deutsche Ernährungspsychologe Thomas Ellrott von der Georg-August-Universität in Göttingen. Schon Anfang der 80er-Jahre lautete der Werbeslogan des Unternehmens im deutschsprachigen Raum übrigens "Essen mit Spaß".
"Der Trick mit den Spielsachen ist clever", sagt Diätologin Backhausen. "Den sollten Eltern nachmachen." Indem sie zu Hause etwa gesunde Lebensmittel in bunten Boxen verwahren oder mit Pickerln bekleben. Backhausen hält aber nichts davon, den Konzern zu verdammen. "Da hat sich in den letzten Jahren einiges getan." Es sei positiv, dass man dort heute statt Pommes auch Salat und statt Cola auch Wasser kaufen kann. "Da gibt es gute Ansätze."
Auch pädagogisch bringe Verteufelung nichts. "Den Kindern McDonald's zu verbieten ist sinnlos", sagt Backhausen. Verbote würden den Reiz nur steigern. Und verhindern, dass Kinder einen gesunden Umgang mit den Verlockungen der Fastfood-Industrie entwickeln. "Den kann man nur im aktiven Umgang damit lernen."
Die elterliche Vorbildrolle beeinflusst die Herausbildung von Essensvorlieben bei Kindern immer noch am meisten. "Wer im Alltag zu Hause ausgewogen isst und auf Gesundheit achtet, muss sich nicht fürchten, wenn der Nachwuchs gelegentlich zu McDonald's will", sagt Backhausen. Gefährlich werde es, wenn es heute ein "Happy Meal", morgen Tiefkühlpizza und übermorgen Dosenravioli gibt.
Was können Eltern also tun, um ihre Kinder vor dem Schicksal des Fastfood-Junkies zu bewahren? Backhausen rät zum spielerischen Zugang mit konkreten Beispielen, die auch kleinere Kinder verstehen: "Man kann Kindern zum Beispiel erklären, was ein Cheeseburger ist und wie viele Kalorien er hat. Und dann sagt man: Jetzt schauen wir einmal, wie lange du davon satt bleibst." Das nächste Mal sollte man dann gemeinsam beobachten, wie lange das Kind von Nudeln mit Tomatensauce satt bleibt. Es gelte, den Kindern den Wert des Essens zu vermitteln. (Lisa Mayr, derStandard.at, 2.11.2012)
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Es ist an der Zeit die SCHWACHEN ELTERN vorzuführen!!
Ihr seht wohl in euren Kindern kleine Erwachsene. So ist das nicht. Kinder MUSSEN geführt werden. Da zählt die Meinung von euch, liebe schwache Eltern. NICHT die des Kindes. Das Kind MUSS was ihr ihm vorlebt. Wenn ihr (fr)esst wie die Säue, dann wird das Kind das dann auch tun. Wenn ihr schwach seid, dann werden die Kinder das ausnutzen und euch auf der Nase herum tanzen. Ihr habt es nicht anders verdient.
Kinder bekommen dann ein gesundes Gefühl für Hunger und Sättigung, wenn man sie nicht dazu zwingt mehr zu essen als sie wollen und nicht an starren Zeit festhält an denen gegessen werden "muss".
Abgesehen davon, können Kinder beim Kochen mithelfen - da kann man ihnen wunderbar erklären was gesunde und abwechslungsreiche Ernährung bedeutet.
Nicht nur MD hat ungesundes Essen: ich würde mal einen Blick auf die Zutatenliste diverser 'convenience' 'Lebens'mittel werfen!
Abgesehen davon, bring ein Mc Irgendwas weder mich noch mein Kind auf der Stelle um; zwei bis drei mal pro Jahr hat mein Nachwuchs einfach Lust auf MD - das ist nicht schlimm. Nach jedem Besuch weiß ich erneut, warum ich nicht drauf abfahre...
lesen sich weiter unten in den kommentaren. dabei wär's ja schon toll, wenn die öffentliche hand mcdonalds nicht als hauptsponsor bei veranstaltungen für kinder einsetzt (so geschehen beim heurigen kinder marathon in bregenz, bei dem über tausend kids mitgemacht haben. initiative von "vorarlberg bewegt" und powered by mcdo...).
Die Döblinger Kohorten, die den Niedergang vom Meinl noch nicht verarbeitet haben genauso wie die eso-hysterischen Helikopter-Mums. Die veganen Verschwörungstheoretiker sowieso.
"Nie zum McD gehen" ist genauso eine dümmliche pseudo-religiöse Ersatz-Handlung wie "Nie zum Billa zu gehen" oder "Nur Eier-Phone kaufen".
Eine Distinktions-"Gewinn" von Leuten, die sonst nix zum Distinguieren haben. Armselig.
Hundert Punkte für den, der stringent erklären kann, warum das Rindfleisch-Laberl vom Kettenrestaurant "Abfall" ist, das gemischte Faschierte vom Wirten aber wertvolle Hausmannkost. Ah so, geht ned.
Zu guter letzt möchte ich jedem rauchenden McD-Basher ein gerüttelt Maß an kognitiver und intellektueller Dissonanz unterstellen.
so direkt aussprechen, das vertragen die Herschaften nicht ;)
...und beleidigens ja nicht das gesunde faschierte Laberl, vor allem nicht das um € 3.90 je Kilo gekaufte und nach Mundelart zusätzlich mit Brösel panierte Kalorienbomberl!
...wenn ich sag', dort geh' ich nicht hin?
der fraß ist einfach mies, ich kann das beurteilen: ich koche selbst ziemlich gut, sagt man mir.
ich geh' zb auch nie ins puff (weil ich aus prinzip "dafuer" net zahl;-), bin ich jetzt ein puff-basher?
Es is wurscht ob Maci Pizza oder Nudelhaus oder die fertige Sauce für Zuhaus. Mit ein paar Minuten Zeit am Tag kann man herrlich kochen mit frischen Zutaten. Aber heute kennen viele Kinder nicht mal mehr die Gemüse und Obstsorten die es so gibt weil die Eltern das nicht mehr kaufen. Auch der Wirt ums Eck schmeisst maggi Knorr und andere Helferlein ins Essen darum glauben viele Menschen so muß es schmecken.
Suppenpulver ist z.B. sehr beliebt und liefert gleich auch unauffällig die Geschmacksverstärker.
(Übrigens: Wenn auf der Packung drauf steht "keine künstlichen Geschmacksverstärker" und in der Zutatenliste "Hefeextrakt" vorkommt dann werden sie verar...t. Ich kenne kein Rezept bei dem man mit Hefeextrakten arbeitet, das gibt's nur in der industriellen Futterproduktion)
Mürbsalz kann auch Wunder wirken (wenn's auch in der Gastronomie meines Wissens nicht offiziell verwendet werden darf und daher eher im Sicherungskasten als im Gewürzregal gelagert wird ;) ).
Mit Rauchsalz kann man dem fehlendem Aroma des billigeren Specks ein bischen auf die Beine helfen.
Es gibt genug Möglichkeiten Essen "nachzubessern" ohne bessere Qualität zu kaufen.
8:00 Frühstück, um 12:00 Mittagessen, um 18:00 abendessen wird darin resultieren, daß um 5vor jeweils der magen knurrt. Das hat dann aber absolut gar nichts mit einem natürlichen Gefühl für Hunger und Sättigung zu tun sondern ganz viel mit Konditionierung.
Nö. Ich kenn genug fernsehlose Kinder, die auf McDoofsachen abfahren. (Abfuhren als Kinder, jetzt immernoch als Studis.)
Das ist eine Korrelation, kein kausaler Zusammenhang, Fast Food eröffnet sich ned nur mit dem Fernseher. Kindergeburtstage, Kindergeburtstage zu denen man eingeladen wird...man müsste schon sektoid dagegen abschirmen.
...und an die kann man g'schrappen auch gewoehnen.
was ich net kapier: unsereins hat ja auch leberkaessemmeln vom magrutsch oder extra-laberln vom wiesbauer gegessen, aber wieso sind WIR nie so blad geworden? wirklich nur der turn-unerricht?
Ich glaube ich bin zwar eine andere Generation als Sie, aber trotzdem: Weil "wir" uns nicht zum Großteil von Zucker ernährt haben, weil wir nicht den Großteil unserer Freizeit sitzend vor Bildschirmen verbracht haben und weil wir und nicht als Hochleistungssporter betrachteten, wenn wir mehr als 2m zu Fuß gingen.
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