Zwölf Spieler bei 0:4-Rückstand

30. Oktober 2012, 15:37
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Einseitige Partien im norwegischen Jugend-Fußball sollen verhindert werden - "Es macht keinen Spass 0:17 zu verlieren"

Oslo - Mit einer kuriosen Idee will Norwegens Fußballverband NFF einseitige Begegnungen im Jugend-Fußball verhindern. Bei einem Vier-Tore-Rückstand soll das unterlegene Team künftig einen zwölften Spieler einsetzen dürfen. "Das ist ein guter Vorschlag, der zu ausgeglicheneren Begegnungen führen wird. Es macht keinen Spaß, 0:17 zu verlieren. 17:0 zu gewinnen aber auch nicht", sagte der 100-malige Nationalspieler Henning Berg, der den NFF-Vorschlag unterstützt.

Die Idee stößt allerdings nicht nur auf Wohlwollen. "Es kann auch negativ sein, ein besseres Team auf diese Art zu bestrafen", sagte der frühere Bundesliga-Profi Kjetil Rekdal der Zeitung Verdens Gang. Rekdal, der in der Bundesliga für Borussia Mönchengladbach und Hertha BSC spielte sowie von Juni 2007 bis Februar 2008 den 1. FC Kaiserslautern in der 2. Liga coachte, ist derzeit Trainer des norwegischen Erstligisten Aalesunds FK. (sid, 30.10.2012)

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