Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Ein Akronym geht um in Europa: OSI. Hinter den drei Buchstaben verbirgt sich ein zweiter Schuldenschnitt für Griechenland, diesmal für die internationalen Geldgeber, also die europäischen Steuerzahler. OSI steht für official sector involvement, nach dem PSI (private sector involvement), das die privaten Schulden um knapp 75 Prozent reduzierte. Nach den schmerzlichen Verlusten der Banken und Versicherungen wären damit die Finanzminister und Zentralbanker dran.
Die Gespräche zwischen Troika und Griechenland gestalten sich dabei offenbar sehr zäh. Darauf deutet etwa die Meldung von gestern, dass die Rekapitalisierung der griechischen Banken noch für Konfliktstoff sorgt. Das dürfte nicht zuletzt an der Frage liegen, ob die offiziellen Gläubiger Griechenland ebenso Schulden erlassen oder nicht. Ja nachdem können die Banken in Athen mit frischem Kapital aufgepäppelt werden.
Ein zweiter Schuldenschnitt würde bedeuten, dass die EU-Finanzminister und die EZB auf einen Teil ihrer Hilfskredite verzichten müssten. Das fordern etwa Ökonomen, die angesichts der Staatsschulden Griechenlands von über 170 Prozent von einer nicht nachhaltigen Last sprechen. So hat etwa der deutsche Ökonom Hans-Werner Sinn im Interview mit dem Standard gemeint, dass Griechenlands Gesellschaft unter der aktuellen Sparlast zu zerbrechen drohe. Er plädiert aber für einen anderen Schritt: einen Euro-Austritt Griechenlands.
Doch die Politik will Athen im Euro behalten. So weit besteht Einigkeit. Noch im November soll entschieden sein, wie man Griechenland weiter helfen kann. Uneins sind Europas Finanzminister aber über das Wie. So wird offenbar auch überlegt, ob der permanente Rettungsschirm ESM für Hilfen an Athen herangezogen werden soll, neben der Möglichkeit eines Schuldenerlasses.
Doch der würde Griechenland gar nicht so viel bringen, argumentiert etwa Andreas Koutras, Leiter am ITC. Denn es sei allen klar, dass Griechenland mit 170 Prozent Staatsschulden in Prozent des BIP überschuldet sei. Über kurz oder lang muss das Land entweder Pleite gehen oder höhere Inflation haben. Was für die aktuelle Situation relevanter ist: der Cashflow. Wann werden griechische Anleihen fällig? Hat Athen das Geld, um diese Bonds zu bedienen?
2013 und 2014 wird es vor allem um Bonds von EZB und Währungsfonds gehen. Alle übrigen Schulden (etwa an die Euroländer und die übrigen privaten Gläubiger) werden erst viel später fällig. "Wenn, dann macht also eine Stundungsperiode für Griechenland Sinn", so Koutras. So könnten die Geldgeber etwa für die nächsten drei Jahre auf Rückzahlung der Anleihen verzichten und so die Liquiditätssituation Griechenlands entspannen.
Wie auch immer sich die Politik in den kommenden Wochen einigen wird: Athen braucht Hilfe, soviel steht angesichts der Depressions-ähnlichen Zustände der Wirtschaft und der enormen Verschuldung fest. Die Verluste sind bereits aufgetreten, jetzt stellt sich nur noch die (politisch wichtige) Frage, wie und wann sie verbucht werden.
Sie können die Marktmelange auch über Twitter oder Facebook verfolgen. Den RSS-Feed gibt es hier.
Zuletzt sind die Zinsen auf europäische Staatsanleihen deutlich gesunken. Dafür wird auch die japanische Notenbank verantwortlich gemacht
Die Studien der US-Ökonomen Kenneth Rogoff und Carmen Reinhart sind wegen Fehler in der Kritik.
Wenn Aktienindizes zu neuen Höchstständen eilen, sollten Anleger nicht auf die Geldwertillusion hereinfallen. Von Rekorden, die keine sind.
In Großbritannien und Japan zeichnet sich höhere Teuerung ab. Doch was bringt mehr Inflation einer Volkswirtschaft, wenn die Demografie ein Gegenwind ist?
Zypern ist kein Präzedenzfall für Steuern auf Bankguthaben, sondern der notwendige Versuch, den Steuerzahler ein wenig zu entlasten, und die Einbahnstraße der Bankenrettungen zu verlassen
Das geldpolitische Experiment in Japan sollte Europa keine Sorgen machen, sondern wichtige Lehren aufzeigen.
Von einer "Schockwahl", multiplen Gleichgewichten und Italiens Wachstumsproblem.
Die "Grande Nation" bleibt wirtschaftlich hinter Deutschland zurück, an den Finanzmärkten ist Frankreich aber eine sichere Bank.
Das Wachstumsmodell der asiatischen Volkswirtschaft kann kurzfristig wieder Höhenflüge versprechen, aber nicht ohne langfristige Reform
Investoren stecken ihr Geld in Aktien und hoffen auf hohe Erträge. Die Bewertungen wähnen sie auf ihrer Seite.
Nachdem die Verluste schon eingetreten sind, hat die EZB ihr Mandat überschritten und betreibt verbotene Staatsfinanzierung.
Wie soll der Markt Vertrauen in Institutionen haben, die ihre eigenen Regeln brechen? Somit sind die Machthaber und die internationalen Institutionen Schuld an der Krise, wofür dann die Steuerzahler gerade stehen sollen.
Wenn man sieht, wie jene, die nicht wirtschaften können und über ihre Verhältnisse leben, als "Belohnung" dafür dann auch noch die Schulden nachgelassen bekommen. Das ist das Gleiche wie der als grosse "Errungenschaft" gefeierte Privatkonkurs. Am End' muss man noch ein schlechtes Gewissen haben, wenn man den "armen" Schuldnern, die eh nix haben, auch noch was "wegnehmen" will (sie was zurückzahlen sollen). Sozialstaat, aufs Ärgste pervertiert.
Wenn man heute seine Schulden und Rechnungen pünktlich bezahlt, fühlt man sich bereits als Depp (und wird auch als solcher angesehen).
ich hab mir (vor dem langen WE) das "Europa braucht den Euro nicht" gekauft, in der Hoffnung darin auch Alternativen zu finden.
Ja, da wurden viele Alternativen aufgezeigt, aber keine Einzige paßt zum derzeitigen politischen Weg. Ich bin jetzt fast fertig mit dem Buch und habe es soweit verstanden: "das Alles wird nicht aus Dummheit oder Bosheit gemacht, sondern aus politischem Wunschdenken". Wenn man 'mal in diese Seite zu blicken versucht, dann lächelt man milde und sagt sich wohl: "was kommen wird ist jedem denkenden Menschen klar, der Rest (auf dem Weg dorthin) ist halt auf dem politischen Opferaltar zu darzubringen".
müssen wir noch in diesem korruptionssumpf versenken, während die unis für unsere kinder vergammeln, damit wir sagen können "wir haben zumindest versucht, zu helfen".
10?
20?
100?
1.000?
gibtz es dazu vom internationalen pc-solidaritäts-moral-gremium einen anhaltspunkt?
deshalb gab's auch grün auf Dein erstes Posting (das ich nicht nur des Witzes wegen gut fand) - es gibt keine akzeptable Grenze für verschenktes Geld.
Wenn ich wählen dürfte (was ich mangels passender Partei nicht kann), dann würde ich - nona - für einen EURO-Austritt, notfalls für einen EU-Austritt stimmen. Ja, lieber ein Ende mit Schrecken, als... ehschonwissen.
Aber für so einen Weg gibt es keine tragfähigen Mehrheiten, also muß man nehmen was man kriegt und so konsequent argumentieren wie man nur kann.
Es reicht nicht recht zu haben, man muß erreichen recht zu bekommen - oder?
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.