Russland will Verkauf von Superjet 100 ankurbeln

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Das Prestigeprojekt Superjet 100 wird für Russland immer mehr zum Ladenhüter. Nun sollen Kredite Ausländer anlocken

Moskau -  Die Regierung in Russland will den Verkauf des Mittelstrecken-Flugzeugs Superjet 100 im Ausland mit günstigen Krediten ankurbeln. Die Außenhandels- und Entwicklungsbank VEB werde dafür bis zu 2,5 Mrd. US-Dollar (1,9 Mrd. Euro) bereitstellen, sagte Regierungschef Dmitri Medwedew der Moskauer Wirtschaftszeitung "Wedomosti" zufolge.

Bisher verkaufte der Hersteller Suchoi nur wenige Superjets. Die armenische Fluglinie Armavia will ihre Maschine sogar zurückgeben, weil der Jet internationale Standards nicht erreiche.

Die Kredite reichten für den Kauf von etwa 100 Flugzeugen, sagte Medwedew, der auch VEB-Aufsichtsratschef ist. Der Katalogpreis einer Maschine beträgt 35,4 Mio. US-Dollar. Der Zins dürfte bei etwa drei Prozent liegen, schrieb das Blatt.

Der Suchoi Superjet 100 (SSJ) ist das erste in Russland entwickelte Passagierflugzeug nach dem Zerfall der Sowjetunion. Seit dem Absturz einer Maschine auf einem Werbeflug in Indonesien mit knapp 50 Toten im Mai sorgt SSJ immer wieder für negative Schlagzeilen. Der zweistrahlige Jet bietet Platz für bis zu 98 Passagiere und hat eine maximale Reichweite von 4.500 Kilometern. (APA, 30.10.2012)

  • Bisher verkaufte der Hersteller Suchoi nur wenige Superjets. Die 
armenische Fluglinie Armavia will ihre Maschine sogar zurückgeben.
    foto: reuters/luke macgregor

    Bisher verkaufte der Hersteller Suchoi nur wenige Superjets. Die armenische Fluglinie Armavia will ihre Maschine sogar zurückgeben.

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