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Man wird jedenfalls nicht sagen können, dass das Format nicht exakt hält, was sein Titel verspricht: "Comedians in Cars Getting Coffee" - so heißt eine (hier werbefrei zugängliche) neue Webserie von und mit Altmeister Jerry Seinfeld (produziert für Sonys Online-Zweigstelle Crackl).
Das Programm ist schnell erklärt: Seinfeld leiht sich ein auf den Gast zugeschnittenes Auto, ruft einen befreundeten Komiker an, holt ihn ab und fährt mit ihm in ein Café (das Auto wird stets ausführlicher vorgestellt und kommentiert als der Kaffee, das wäre distinktionstechnisch schon mal festzuhalten). Die Folge mit Larry David funktioniert aus dem Stehgreif wie eine gute "Curb your Enthusiasm"-Episode; man muss befürchten, dass David tatsächlich mit seiner HBO-Figur recht identisch ist. Das Format sprengt er denn auch souverän mit einer einzigen Bestellgeste: Er ordert Tee.
Die anderen Folgen - u.a. mit Alec Baldwin und Ricky Gervais - sind deutlich weniger lässig und man fragt sich, ob hier das alte Seinfeld-Axiom ("a show about nothing") nicht doch etwas zu umweglos verwirklicht wird (in seinem gerade erschienen Seinfeld-Booklet schreibt Bert Rebhandl: "Seinfeld ist nicht wirklich 'a show about nothing', sondern eine Show, in der vier Protagonisten das Dilemma ausbaden, dass die Unterscheidung zwischen 'nothing' und 'something' in der Moderne schwierig, wenn nicht einfach unmöglich geworden ist").
Und es stimmt: Auch Kaffee ist im Seinfeld-Kosmos stets "something" - hier zwei Belegstellen:
"Coffee is not Coffee. Coffee is sex":
"You get me one coffee drinker on that Jury"
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