Staatliche Bauspar-Prämie bleibt halbiert

30. Oktober 2012, 13:12
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Ministerium fixiert Bausparprämie 2013 mit 1,5 Prozent

Wien - Die von den Bausparkassen heftig kritisierte Halbierung der staatlichen Bausparprämie und daran gekoppelt auch für die Zukunftsvorsorge ist nun auch für 2013 fix. Das Finanzministerium hat am Dienstag die bereits per April dieses Jahres auf 1,5 Prozent halbierte Mindestförderung für das Bausparen per Kundmachung im Amtsblatt für das kommende Jahr fortgeschrieben. Für die Bausparer gibt es durch die Prämienhalbierung künftig zur maximalen jährlichen Einzahlungssumme von 1.200 Euro nur noch 18 Euro statt 36 Euro dazu.

Kursfortschreibung

Die Halbierung der Bausparprämie ist von der Regierung bereits zu Jahresbeginn beschlossen worden und per Anfang April in Kraft getreten. Die Förderbandbreite wurde von 3 bis 8 Prozent auf 1,5 bis 4 Prozent gesenkt. Der Satz wird jährlich neu festgesetzt und orientiert sich am allgemeinen Zinsniveau, das derzeit sehr niedrig liegt. Durch die unterjährige Kürzung reduziert sich bereits für heuer die Prämie auf 1,875 Prozent bzw. maximal 22,50 Euro.

In der gesamten Bausparbranche stottert seit der Prämienkürzung das Neugeschäft. Es dürfte heuer mit rund 900.000 Verträgen auf das Niveau des Jahres 2006 zurückfallen, erwartete zuletzt s-Bauspar-Chef Josef Schmidinger. 2011 wurden 980.000 neue "Bausparer" abgeschlossen, 2010 und 2009 waren es über 1 Million.

Vorsorge betroffen

Auch die an die Bausparprämie gekoppelte Förderung der Zukunftsvorsorge halbiert sich. Bei der Zukunftsvorsorge ergibt sich die Kürzung aus der ebenfalls von der Regierung halbierten Basisförderung der Zukunftsvorsorge (2,75 statt 5,5 Prozent) plus die neue Bausparprämie von nur mehr 1,5 Prozent. Für Eigenbeiträge sinkt der Zuschuss also von 8,5 auf 4,25 Prozent. Die Förderobergrenze der Zukunftsvorsorge orientiert sich an der Höchstbeitragsgrundlage der Sozialversicherung.

Mit den Kürzungen bei Bauspar- und Zukunftsförderung will die Regierung von 2013 bis 2016 pro Jahr 119 Mio. Euro einsparen. 76 der 119 Mio. Euro jährlich sollten auf die Abstriche bei der Bausparprämie entfallen. Die Bausparinstitute, die bis zuletzt um eine Entschärfung der Einschnitte gekämpft haben, hatten Einsparungen von 76 Mio. Euro durch eine Förderhalbierung bezweifelt, da die volle Prämie im Vorjahr insgesamt nur 144 Mio. Euro betragen habe.

Zur Zukunftsvorsorge, wo die Regierung 43 Mio. Euro Einsparung im Jahr berechnet hatte, laufen mehr als 1,5 Millionen Verträge - über 90 Prozent bei einer Versicherung, der Rest bei Fondsgesellschaften.

Die geförderte Vorsorge wurde vor fast zehn Jahren, im Herbst 2002, eingeführt. Die Bausparförderung gibt es seit vielen Jahrzehnten, das System an sich seit 90 Jahren. Bauspar- und Zukunftsvorsorge-Prämie sind im Einkommensteuergesetz geregelt. (APA, 30.10.2012)

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