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Stockholm - Die in München geborene schwedische Publizistin Cordelia Edvardson ist im Alter von 83 Jahren nach längerer Krankheit in Stockholm gestorben. Das berichtete am Dienstag die Zeitung "Svenska Dagbladet", für die Edvardson fast 30 Jahre als Korrespondentin aus Israel berichtet hatte.
Die Tochter der deutschen Schriftstellerin Elisabeth Langgässer wurde 1943 mit 14 Jahren wegen der Einstufung der Mutter als "Halbjüdin" nach Theresienstadt und später nach Auschwitz deportiert. Nach der deutschen Niederlage 1945 kam sie in einem der "Weißen Busse" für befreite KZ-Häftlinge nach Schweden.
Für ihre auch auf Deutsch erschienenen Erinnerungen an Kindheit und Verfolgung ("Gebranntes Kind sucht das Feuer") bekam Edvardson 1986 in ihrer Geburtsstadt den Geschwister-Scholl-Preis. Nach dem Krieg arbeitete sie als Journalistin in Schweden und von 1974 bis 2006 als Auslandskorrespondentin in Israel. In Stockholm ehrte sie die Schwedische Akademie 2001 mit dem "Königlichen Preis" für ihre publizistische Arbeit.
Auch nach ihrer Rückkehr nach Stockholm aus gesundheitlichen Gründen blieb Edvardson als Autorin aktiv. Ihr 2010 als Buch erschienenen Analysen zum Nahost-Konflikt hob die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" als "scharf, klug, schmerzhaft" heraus. Der "Spiegel" schrieb: "Die Erfahrung der eigenen Ohnmacht ist ihr so bewusst, dass sie gar nicht anders kann, als die Ohnmacht anderer zu sehen - ob sie nun Juden sind oder Palästinenser." (APA. 30.10.2012)
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