30 Tote bei Luftangriff in syrischer Provinz Idlib

30. Oktober 2012, 11:42
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Opposition zählte über 400 Tote während des gesamten Opferfests

Istanbul/Damaskus - Bei einem Angriff der syrischen Luftwaffe in der Provinz Idlib sind 30 Menschen ums Leben gekommen. Das meldete der Nachrichtensender Al-Arabiya am Dienstag. Gegner des Regimes von Präsident Bashar al-Assad berichteten, während des viertägigen islamischen Opferfestes hätten die Truppen des Regimes 421 Zivilisten und Rebellen getötet.

Der UNO-Syrienvermittler Lakhdar Brahimi hatte für eine Feuerpause während der Feiertage geworben. Es gab auch Zustimmung aus beiden Seiten der Bürgerkriegsparteien; sie hielten sich aber nicht daran. Das Opferfest endete am Montag.

Brahimi in China

Brahimi, ist am Dienstag zu Gesprächen in Peking eingetroffen. Nach seinen Sondierungen in Moskau will Brahimi am morgigen Mittwoch mit der chinesischen Regierung über Möglichkeiten zur Lösung des Konflikts sprechen. Wie Russland hat China bisher drei Resolutionen im UNO-Sicherheitsrat für eine härtere Gangart gegenüber dem Regime in Damaskus mit einem Veto verhindert.

Vor den Gesprächen mit dem von UNO und Arabischer Liga eingesetzten Brahimi äußerte sich das Außenministerium in Peking besorgt über die Verletzung der vereinbarten Waffenruhe. Ein Sprecher bekräftigte die chinesische Position, dass nur eine politische Lösung infrage komme.

Syrische Luftwaffe beschießt Homs

Die syrische Luftwaffe hat am Dienstag nach Darstellung der Opposition Rebellenstellungen in der Nähe der Stadt Homs beschossen. Dabei seien zwei Kämpfer der Aufständischen getötet und zehn weitere verletzt worden, sagten Aktivisten. Ziel des Angriffs sei es gewesen, die Belagerung eines Armeestützpunktes in der Ortschaft al-Mubarkije durch Rebellen zu beenden. Den Rebellen zufolge wurden von der Militärbasis wiederholt sunnitische Dörfer an der Grenze zum Libanon beschossen. Der Ort sei bereits im März von der Armee dem Erdboden gleichgemacht worden.

Die syrische Armee hat zuletzt verstärkt die Luftwaffe im Kampf gegen die Rebellen eingesetzt. Diese verfügen über keine effektive Luftabwehr. Die meisten Einwohner der Millionenmetropole Homs sind aus der Stadt geflohen. In ihr wohnen sowohl Angehörige der sunnitischen Bevölkerungsmehrheit als auch der Gruppe der Alawiten, der Präsident Baschar al-Assad angehört. (APA, 30.10.2012)

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