Martiniloben im Burgenland: Brauchtum mit Werbewert

30. Oktober 2012, 11:20
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Beim traditionellen Martiniloben in den Gemeinden rund um den Neusiedler See öffnen die Winzer die Kellertüren und laden zum Kosten ein

Am 11. November feiert das Burgenland seinen Landespatron, den Heiligen Martin. Im kulinarischen Mittelpunkt der kommenden Tage steht einerseits das "Gansl-Essen", andererseits der Jungwein.

Beim traditionellen Martiniloben in den Gemeinden rund um den Neusiedler See öffnen die Winzer die Kellertüren und laden zum Kosten ein. Dieser Brauch hat mittlerweile einen "enormen Werbewert" und bringt den Winzern "einen schönen Umsatz", erklärt Wein Burgenland-Geschäftsführer Christian Zechmeister.

"Hallowein" in St. Margarethen

Früher gingen die Winzer rund um den 11. November in den eigenen Keller oder zu Kollegen, um den jungen Wein zu probieren. Seit einigen Jahren werden die Kellertüren aber auch für Weinliebhaber und Kunden geöffnet. Beworben wird das Martiniloben in den einzelnen Gemeinden meist einheitlich und von mehreren oder allen Winzern gemeinsam. Für einen einmaligen Eintrittspreis kann ab den Nachmittagsstunden von Keller zu Keller gewandert oder vereinzelt auch mit Shuttlebussen gefahren werden, die Gäste kommen aus dem In- und Ausland. In St. Margarethen geht es beispielsweise bereits am Mittwoch los. Das Martiniloben zu Halloween wird dort als "Hallowein" beworben.

Mit dem heurigen Jahrgang ist man sowohl bei den Weiß- als auch bei den Rotweinen sehr zufrieden. Für die Süßweine will der Weinexperte Zechmeister noch keine Prognose abgeben: "Spätlese und Auslese ist gelesen. Aber es ist noch einiges draußen. Da hoffen wir noch auf fünf bis zehn schöne Tage, der nächste Monat ist ausschlaggebend." (APA, 30.10.2012)

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    Das Burgenland widmet sich in den kommenden Tagen einerseits dem "Gansl-Essen", andererseits dem Jungwein.

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