Bayer: Weitere Vergleiche mit Klägerinnen

30. Oktober 2012, 10:59
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750 Millionen Dollar wurden bisher an 3490 Frauen bezahlt

Frankfurt - Im Streit um Gesundheitsfolgen seiner Antibabypillen Yaz und Yasmin hat Bayer in den USA weitere Vergleiche geschlossen. Bayer habe sich ohne Anerkennung einer Haftung bis zum 15. Oktober insgesamt mit 3490 Klägerinnen verglichen und dafür 750 Millionen Dollar gezahlt, teilte der Konzern am Dienstag in Leverkusen mit. Bis zum 19. Juli waren es noch 1.877 Klägerinnen und eine Vergleichssumme von 402,6 Millionen Dollar gewesen. Im dritten Quartal hatte der Konzern dafür 205 Millionen Euro an Kosten in der Bilanz untergebracht.

Für Vergleich sind gefährliche Blutgerinnsel ausschlaggebend

In den USA währt die gerichtliche Auseinandersetzung um Gefahren von Drospirenon-haltigen Antibaby-Pillen, zu denen auch die Bayer-Mittel gehören, schon Jahre. Insgesamt haben Bayer zufolge bis Mitte Oktober etwa 13.500 Frauen gerichtlich und außergerichtlich Ansprüche gestellt. Bayer vergleicht sich nur mit solchen Klägerinnen, bei denen gefährliche Blutgerinnsel, etwa Venenthrombosen oder Lungenembolien, aufgetreten sind. Die Antibaby-Pillen gehören zu den umsatzstärksten Präparaten von Bayer. Mit den vom Zukauf Schering übernommenen Verhütungsmitteln Yaz und Yasmin setzte Bayer im vergangenen Jahr weltweit 1,07 Milliarden Euro um. (Reuters, 30.10.2012)

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