Honorarmillionär Steinbrück legt Einkünfte offen

30. Oktober 2012, 18:41
  • Reich an Geld und Erfahrung: Steinbrück.
    foto: herbert knosowski dpa

    Reich an Geld und Erfahrung: Steinbrück.

SPD-Kanzlerkandidat kassierte seit 2009 für Nebentätigkeiten 1,25 Millionen Euro

Peer Steinbrück, der Kanzlerkandidat der deutschen Sozialdemokraten, geht in die Offensive: Nachdem massive Kritik an seinen vielen Nebentätigkeiten laut geworden ist, hat er nun alle seine Nebenjobs, die er in der Zeit von 2009 bis heute als "einfacher Bundestagsabgeordneter" angenommen hat, auf seiner Homepage (www.peer-steinbrueck.de) veröffentlicht.

19 Seiten umfasst der Bericht einer von Steinbrück beauftragten Düsseldorfer Wirtschaftsprüfungskanzlei. Aufgelistet werden 89 Vorträge in dieser Legislaturperiode. Meist sprach Steinbrück vor Banken und Versicherern, er hielt aber auch anlässlich von "Küchen-Kompetenz-Tagen" eine Rede in einem Möbelhaus. Im Schnitt bekam er für seine Dienste ein Honorar von 15.000 Euro, die Stadtwerke Bochum zahlten ihm allerdings 25.000 Euro. Insgesamt verdiente Steinbrück seit 2009 1,25 Millionen Euro nebenher, 60.000 Euro davon hat er gespendet.

Am Dienstag nahm Steinbrück auch persönlich zu seinen Nebeneinkünften Stellung. Als "absurd" bezeichnete er die Vorwürfe, er sei käuflich. Steinbrück: "Es ist die Aufgabe eines Politikers zu erklären." Daher müsse er auch dorthin gehen, wo keine sozialdemokratische Wählerklientel zu finden sei - also zu Banken.

Er habe für seine Reden auch nie den wissenschaftlichen Dienst des Bundestags in Anspruch genommen. Dass SPD-Wähler die hohen Einkünfte anstößig finden könnten, glaubt er nicht: "Ich war selber auch mal arbeitslos." (DER STANDARD, 31.10.2012)

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das sind dann die politiker die uns erklären welcher stress ihr amt doch ist und welche verantwortung sie tragen......der herr hätte sich lieber unters volk mischen sollen um mal zu sehen was seine politik da anrichtet anstatt hochbezahlte vorträge vor managern zu halten. ein hochbezahlter verräter, wie die meisten sozis.

@ "Als 'absurd' bezeichnete er die Vorwürfe, er sei käuflich":
Ihm wächst schon ein Heiligenschein (siehe Foto).

["]

@ "Ich war selber auch mal arbeitslos" ...
Wie kann man nur in dasselbe Fettnäpfchen wie Romney treten ?

Also mit einem Spitzenkandidaten Steinbrück hat die SPD die schlechtest mögliche Wahl getroffen.
Der Typ hat NULL Glaubwürdigkeit und ebenso wenig irgendetwas Sympathisches an sich.

Na, und die Linke?

Deren spiritus rector wohnt in einem vom Volksmund zielsicher als "Palast der sozialen Gerechtigkeit" bezeichneten Häuschen von 600 m² Wohnfläche, zusammen mit seiner noch in der Partei amtlich aktiven Fünftfrau...

Stimmt! Das macht aber den Steinbrück nicht sympathischer oder glaubwürdiger.

Die ganze Partei hat null Glaubwürdigkeit mehr.

Nun ja, sie wissen ja schon, dass es wohl wieder eine große Koalition mit der Mutti geben wird.

Sein Selbstbild als großer Erklärer ist wirklich schön, das zeugt von einem gesteigertem Selbstwertgefühl.
Nur in der Richtung besagter Erklärungskraft dürfte er sich ein bisschen, sagen wir mal, getäuscht haben.

Denn im richtigen Leben wird die Sache so gelaufen sein: Der Erklärer geht zu den Banken, kriegt erklärt, was abgeht und geht dann wieder weg, um der atemlos lauschenden Plebs zu erklären, wie der alternativlose Hase so läuft.

Das ist sicherlich eine anstrengende Aufgabe, und ich finde schon, das ist die 1,25 Mio. allemal wert, wenn man sie, Peanuts, die sie sind, in Relation zu den scharzen Zahlen von des Boten Spendern sieht.

Einfache Kosten-Nutzen-Rechnung, fluppt doch, na bitte.

Doch halt, eines fehlt ja noch: Die große Rede.

Nun, auch da lässt sich eine Erklärung finden. Denn schließlich zahlen ja die Herren niemals einen Sou für lau. Und die Rede des Kandidaten ist ein zweifellos nötiges Controlling, um auch sicherzustellen, dass der Bote die frohe Botschaft richtig verstanden hat.

toll für die sozialdemokraten ;-)

v.a. dsa argument mit dem "erklären" - lächerlicher geht es ja nicht.

aber abgesehen von diesem fall halte ich es grundsätzlich für einen hohn, dass gut bezahlte abgeordnete nebenher solche einkünfte haben dürfen.

"Daher müsse er auch dorthin gehen, wo keine sozialdemokratische Wählerklientel zu finden sei - also zu Banken."

LOL, und die Banken sind so begeistert von seine sozialdemokratischen Ideen, das sie ihm Millionen dafür zahlen?

Wenn man gemein sein will - und ich will mal -, kann man ja sagen:

Das Geschäftsmodell der Sozialdemokratie besteht darin, den zahlungskräftigen Herrschaften diplomatisch ein paar Nadelstiche anzudrohen, was dazu führt, dass sich - für eine kleine Aufwandsentschädigung und gelegentlichen Zugang bei Hofe, denn man will ja auch dazugehören - besagte Nadelstiche wie durch Zauberhand in ein Nichts auflösen.

Ärgerlich auch, dass er seine Einkünfte aus den

Buchverkäufen nicht veröffentlicht. Obama hat mit seinem Buch ein paar Millionen gemacht und das in seiner Steuererklärung natürlich angegeben.

Auch seine Bucheinkünfte sind natürlich Nebeneinkünfte und müssten angegeben werden.
Sie dürften auch schon bei ca. einer Million liegen.

Dass er mit der Weigerung diese auch anzugeben natürlich wieder das Gesetz zur Veröffentlichung von Nebeneinnahmen bricht wird nicht einmal von den Journalisten Kollegen und Kolleginnen bemerkt.

Das ganze Verhalten von Steinbrück in dieser Angelegenheit zeigt einen geldgierigen Menschen, der dann nicht einmal bereit ist zu seiner Geldgier zu stehen.

Liebe Welt!

Könnten wir uns darauf einigen, dass nur mehr moralisch vertretbare Honorare gezahlt werden? Dass etwa eine Rede NIEMALS NIE NIE NIE mehrere tausend Euro Wert ist? Nicht einmal dann, wenn sie ein ehemaliger US-Präsident hält? Und schon gar kein Peer Steinbrück, Alfred Gusenbauer, oder irgendwann einmal, Werner Faymann? Bitte? Ginge das?

Ich glaube, liebe Welt, du wärest dann ein bisschen ein besserer Ort.

Na dann lach dir mal einen sogenannten Star an wirst schon sehen was du da an Gelder locker machen musst

Ah, noch so ein Genosse der Bosse

Wobei - EUR 15.000 für eine 30-Minuten-Rede ist vergleichseise günstig.

Unser Ober-Soze Vrantz hat für ein Telefonat z.B. EUR 70.000 abkassiert...

Rede halten kaschiert BESTECHUNG?

Ich lerne: hätte Ex-Präsident Wulff für seine Zuwendungen jeweils eine kurze offizielle Rede gehalten, wäre er noch im Amt? Eigenartig!

Es müsste jedenfalls sehr viel Balsam von seinen Lippen träufeln, wenn die Banken nur für das Vergnügen, ihm zuhören zu dürfen, soviel Geld locker gemacht hätten. Es ist sicher keine direkte Bestechung, aber doch politische Landschaftspflege.

Gusenbauer hat seinen Kanzlerbonus...

...nach seinem peinlichen politischen Auftretens auch in bares umgesetzt.
"Die Sozis und ihre Vorträge in Zeiten der Wirtschaftskrise", wäre doch eine Diss. wert !?!

Wenn er dann als Bundeskanzler wenigstens das tun würde, was er in seinem überteuerten Geschwurbel so für klug hält.

Mit fragwürdigen leuten wie steinbrück -

pfeift die früher mal stolze spd auf ihrem letzten loch...

Ein echter Sozi,

kann man gegen Gusi austauschen.

Steinbrück ist ein weiterer Repräsentant des BILDERBERGERSOZIALISMUS.

Teilnahme 2011. VOR (!) ihrer Regentschaft eingeladen waren bei den Bilderbergtreffen bereits Schmidt, Blair, Vranitzky, Merkel, Kohl, Cameron, (Obama?),.... . Andere während ihrer Kanzlerschaft (Schröder, Faymann,...). Heuer nahm auch Trittin teil (wie kam es zu der ESM-Zustimmung der Grünen, die offensichtlich NICHT auf einer freien Meinungsbildung/Abstimmung beruht? Wer gab die Linie vor?).......

Zufall? Verschwörungstheorie? Schwer zu sagen, aber da die 'freien' Medien (NYT, NZZ, Die Zeit, Standard,...) darüber nicht berichten, muss es wohl so sein ;-(

Wie das Amen im Gebet kommt im Standard der Verweis auf die Teilnahme an Bilderberger-Treffen

Die freien Medien berichten natürlich nur deshalb nicht darüber, weil sie ja geschmiert werden von den Bilderbergern, deren klares Interesse es ist, auf möglichst geheime Art & Weise die Weltherrschaft zu erobern - was sie ja zum Großteil ohnehin schon erreicht haben, und, wie man sieht, nicht unbedingt die angekündigte Katastrophe ausgelöst hat.

Um als Grüner zu erkennen, dass eine Währungs- ohne eine Wirtschaftsunion, und letztlich auch ESM (wobei das intergouvernmentale statt supranationale Zustandekommen natürlich höchst problematisch ist), nicht dauerhaft stabil funktionieren können muss, braucht man nicht Bilderberger sein.
Mag sein, dass Sie als Bilderberger-, Freimaurer-, Illuminati-, Goldman Sucks-Kritker damit Probleme haben.

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