"Gears of War"-Designer will "Resident Evil" reparieren

Cliff Bleszinski könnte Capcom bestimmt einiges beibringen. Sympathiepunkte gibt es keine für ihn.

Cliff Bleszinski scheint seine neu gewonnene Freizeit zu genießen. Über Twitter lässt der ehemalige "Gears of War"-Designer und Art Director von Epic Games die Öffentlichkeit und seine Fans wissen, mit welchen Granden er sich so trifft und welche Games er so spielt. Und vergangenes Wochenende bot er dem japanischen Hersteller Capcom in aller Öffentlichkeit an, die nach Teil sechs schwer in Kritik geratene Zombie-Serie "Resident Evil" zu reparieren.

Eingebildet

"Hey, Capcom. Ruf mich an. Wir können 'Resident Evil' reparieren. Zusammen.", schrieb Bleszinski. Wenngleich er seinen Kommentar nachträglich als "eingebildet" bezeichnete, dürfte er Capcom an einem wunden Punkt getroffen haben. "Resident Evil 6" wurde von zahlreichen einflussreichen Medien verrissen. Kritisiert wurde insbesondere der Verlust der eigenen Identität, im Versuch westlichen Action-Produktionen nachzueifern. "Es ist ein Spiel, dass die Serie mit einer losen Kollektion an Action-Szenarios vor dem gemeinsamen Hintergrund eines lauen Sci-Fi-Horrors neu definiert. Das Spiel versucht so sehr zu gefallen, dass es sich für keine Identität entscheiden kann.", urteilte etwa Edge Magazine.

Wegweisend

Dass Bleszinski Capcom einiges beibringen könnte, dürfte außer Frage stehen. Mit "Gears of War" definierte er maßgeblich das Genre des Third-Person-Shooters mit und etablierte ein Deckungssystem in Shootern, das in dieser Generation von vielen anderen Werken übernommen wurde. Wie man gute Geschichten mit Action-Adventures verknüpft, sollte sich Capcom hingegen lieber bei den Kollegen von Naughty Dog ("Uncharted") abschauen. (zw, derStandard.at, 30.10.2012)

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15 Postings

ich dachte nicht das es nach dem 5. teil noch schlimmer wird. RE6 ist ein möchtegern popcon blockbuster bei dem man wenig hirn benötigt. die kapitel sind absolut linear und wer sich trotzdem im linearen labyrinth verlauft, für den gibt es zwei (!) zielmarker. das leveldesign und die inszenierung sind teilweise lächerlich. beispiel leon, katakomben, auf der suche nach einer kurbel: "hey, wir brauchen eine kurbel!". es wird ein script eingeleitet und ein zombie kommt darher geschlurft, der nach seinem tod eine kurbel liege lässt. oh ja, ich liebe diese zufälle.

Könnte er nicht

Nicht jeder Mensch teilt derlei westliche Auffassungen: vielleicht hätte bloß In-House bei den KontraktarbeiterInnen von Slant Six sich um ein besseres Deckungssystem gekümmert werden sollen.
An der grundsätzlichen Spielmechanik von RE6 ist nämlich nichts auszusetzen, im Gegenteil könnten andere von ihrer Dynamik noch sogar sehr viel lernen. Die Probleme von RE6 liegen eher im dramaturgischen Bereich.
Jedenfalls aus meiner Sicht ist diese Negativität bloß ein weiteres Armutszeugnis für das Urteilsvermögen bei Games: um die Inhalte geht es den Leuten so doch überhaupt nicht, sondern um das "Soziale" am Koop etc. Und gerade hierzulande scheinen die Ressentiments dagegen überhaupt wieder mehr mit dem weit verbreiten Militärhass zu tun zu haben

Klar, so wie er Unreal "repariert" hat.

Gears of War...

war vielleicht im Koop halbwegs akzeptabel, wenn man die dummen und überharten Sprüche, sowie das übertriebene Charakterdesign (jedes Truppenmitglied sieht aus wie Ronnie Coleman auf Supersize-Modus) ausblendet.
Also dieses Spiel (oder auch COD) als Referenzpunkt heranzuziehen, ist nicht vielleicht sonderlich nachvollziehbar.

resident evil 6 ist wirklich der größte müll, aber anderen leuten beim spielen/verzweifeln zuzuschaun macht richtig spaß!

haha

"ein Deckungssystem in Shootern, das in dieser Generation von vielen anderen Werken übernommen wurde"
da würden so manch andere firmen (tlw. andere branchen) gleich mal klagen! ;)

Ich finds auch nicht schlecht, es gibt einige Kampagnen-Abschnitte die wirklich Super sind, aber langzeit-Motivation gibt's für mich nicht wirklich. Und Koop macht es eindeutig mehr Spaß v.a.Splitscreen

auch wenn sich RE mit der zeit sehr gewandelt hat.

mir macht RE6 spass, stehe kurz vor platin. der große bonus is halt die koop möglichkeit über einen großteil der kampagnen. taugt mir irrsinnig, mit einem haberer die story zu spielen.

hätten die entwickler re6 wieder so ausgerichtet, dass das gameplay wie bei den alten (re 1-3) ausgelegt wäre, hätte sich jeder darüber aufgeregt, dass sich die reihe nicht weiterentwickelt.

ich denke, den hobbyrezensenten kann man es eh nicht recht machen.

ich persönlich finde re 6 ein sehr gutes spiel (wenn auch nicht das beste re), vor allem im splitscreen-modus.

Ich verstehe den Shitstorm auch nicht, RE6 macht doch einfach nur Spaß.
Klar hat es nichts mehr mit den ersten Teilen zutun, aber das hat es doch schon seit Teil 4 nicht mehr (von Teil 5 will ich gar nicht reden), und da hat sich auch keiner so aufgeregt wie jetzt.

teil 4 hat mir als alter resident evil fan noch sehr gut gefallen.
auch wenn praktisch kaum noch rätsel vorhanden waren.
das setting und die stimmung waren meiner meinung nach sehr gut und für mich ein würdiges resident evil.

resident evil 5 war koop auch sehr gut, aber als einzelspieler hat es mir nicht mehr so gut gefallen.

was mich am sechsten teil primär stört ist die sehr actionlastige ausrichtung. in deckung gehen und während des bewegens schießen, passt einfach nicht zu einem resident evil.
gerade die entscheidung bleib ich stehen und kill noch einen gegner, oder laufe ich lieber weg hat schon irgendwie horroratmo vermittelt.

Gefallen hat mir RE4 natürlich auch, der Bruch war trotzdem schon wirklich deutlich. Die Story war im Nachhinein betrachtet eigentlich auch nicht mehr als 0815.. da gefiel mir CV X besser.

Trotzdem war RE4 anfangs wirklich vielversprechend, die Steuerung noch nicht so extrem actionlastig und die Atmosphäre anfangs im Dorf war auch Spitze. Ab diesen feuerspeienden Statuen im Schloss hat es aber extrem abgebaut, der letzte Teil auf der Insel war sowieso nur noch rumgeballere und hat dort aufgehört, wie es dann mit RE5 angefangen hat.

Die Actionelemente aus RE6 finde ich ok, die haben mir dann aber schon iwie in RE5 gefehlt, wenn man schon die Actionsparte einschlägt..

Am besten wäre allerdings sicher ein Remake des Teil 2.. ;-)

die verknüpfung der einzelnen kampagnen untereinand find ich z.b. äussert gelungen.

denselben part mal aus dem einen, dann aus dem anderen blickwinkel zu spielen, find ich leiwand.

Weniger Hollywood-Action, mehr Survival, Fokus auf Rätseleinlagen.

Fertig, habe Resident Evil repariert.

musst...

dir das gleich patentieren und rechtlich absichern lassen :D

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