"Gears of War"-Designer will "Resident Evil" reparieren

Cliff Bleszinski könnte Capcom bestimmt einiges beibringen. Sympathiepunkte gibt es keine für ihn.

Cliff Bleszinski scheint seine neu gewonnene Freizeit zu genießen. Über Twitter lässt der ehemalige "Gears of War"-Designer und Art Director von Epic Games die Öffentlichkeit und seine Fans wissen, mit welchen Granden er sich so trifft und welche Games er so spielt. Und vergangenes Wochenende bot er dem japanischen Hersteller Capcom in aller Öffentlichkeit an, die nach Teil sechs schwer in Kritik geratene Zombie-Serie "Resident Evil" zu reparieren.

Eingebildet

"Hey, Capcom. Ruf mich an. Wir können 'Resident Evil' reparieren. Zusammen.", schrieb Bleszinski. Wenngleich er seinen Kommentar nachträglich als "eingebildet" bezeichnete, dürfte er Capcom an einem wunden Punkt getroffen haben. "Resident Evil 6" wurde von zahlreichen einflussreichen Medien verrissen. Kritisiert wurde insbesondere der Verlust der eigenen Identität, im Versuch westlichen Action-Produktionen nachzueifern. "Es ist ein Spiel, dass die Serie mit einer losen Kollektion an Action-Szenarios vor dem gemeinsamen Hintergrund eines lauen Sci-Fi-Horrors neu definiert. Das Spiel versucht so sehr zu gefallen, dass es sich für keine Identität entscheiden kann.", urteilte etwa Edge Magazine.

Wegweisend

Dass Bleszinski Capcom einiges beibringen könnte, dürfte außer Frage stehen. Mit "Gears of War" definierte er maßgeblich das Genre des Third-Person-Shooters mit und etablierte ein Deckungssystem in Shootern, das in dieser Generation von vielen anderen Werken übernommen wurde. Wie man gute Geschichten mit Action-Adventures verknüpft, sollte sich Capcom hingegen lieber bei den Kollegen von Naughty Dog ("Uncharted") abschauen. (zw, derStandard.at, 30.10.2012)

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