Spanische Wirtschaft schrumpfte weiter

Die Wirtschaftskrise hat für eine Rekordarbeitslosigkeit gesorgt, der Rückgang war mit 0,3 Prozent etwas schwächer als im Frühjahr

Madrid - Die spanische Wirtschaft verharrt in der Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte von Juli bis September bereits das fünfte Quartal in Folge, wie das Statistikamt am Dienstag in Madrid mitteilte. Der Rückgang fiel mit 0,3 Prozent im Vergleich zur Vorperiode aber etwas schwächer aus als im Frühjahr mit 0,4 Prozent. Ökonomen hatten ein erneutes Minus von 0,4 Prozent erwartet. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sank die Wirtschaftsleistung um 1,6 Prozent. Hier waren minus 1,7 Prozent vorausgesagt worden.

Nach Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird die nach Deutschland, Frankreich und Italien viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone in diesem Jahr um 1,5 Prozent schrumpfen. 2013 dürfte das Minus mit 1,3 Prozent ähnlich groß ausfallen. Die Wirtschaftskrise hat für eine Rekordarbeitslosigkeit gesorgt. Jeder vierte Spanier hat keinen Job. Das ist der höchste Wert in der Europäischen Union. (APA/Reuters, 30.10.2012)

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