Fernost-Leitbörsen schließen uneinheitlich

30. Oktober 2012, 12:18
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Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag uneinheitlich tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio ermäßigte sich klar um 87,36 Zähler oder 0,98 Prozent auf 8.841,98 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong sank um 82,47 Zähler (minus 0,38 Prozent) auf 21.428,58 Einheiten. Der Shanghai Composite legte um 3,41 Punkte oder 0,17 Prozent auf 2.062,35 Punkte zu, nachdem zuvor drei Verlusttag in Folge absolviert worden waren.

Positive Vorzeichen wiesen auch die Märkte in Singapur und Sydney auf. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.038,73 Zählern mit einem Plus von 9,12 Punkten oder 0,30 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 6,3 Zähler oder 0,14 Prozent auf 4.505,70 Einheiten.

Nach der erneuten Lockerung der japanischen Geldpolitik haben die asiatischen Börsen ihre Anfangsgewinne zum Teil abgegeben. Ein Marktstratege sprach von einem erwartungsgemäßen Schritt der japanischen Notenbank und darauf folgenden Gewinnmitnahmen. Die Zentralbank kündigte eine Aufstockung des Programms zum Kauf von Anleihen an, um die stagnierende Wirtschaft des Landes anzukurbeln. Sie beließ zugleich den Leitzins bei 0 bis 0,1 Prozent.

Davor hatte die japanische Regierung für den September den dritten Monat in Folge eine rückläufige Industrieproduktion berichtet. Wie schon am Vortag fehlten den asiatischen Märkten am Dienstag die Impulse aus den USA: Wegen des Hurrikans "Sandy" bleibt die Wall Street weiter geschlossen.

Japanische Autowerte unter Wasser

Eine Kursschwäche zeigten die japanischen Autowerte. Die Aktien exportstarker Unternehmen litten unter dem anziehenden Yen, hieß es. Mazda Motor bremsten um 3,19 Prozent. Honda Motor gaben um 2,75 Prozent nach und Nissan Motor verloren um 2,54 Prozent an Wert.

Die Aktien von Sony-Konkurrent Sharp gewannen indes gegen den negativen Markttrend in Japan 6,2 Prozent. In einem Bericht hieß es, der Elektronikkonzern führe Gespräche mit Apple, Google und Microsoft über eine Kooperation bei Tablet-Computern. Das Traditionsunternehmen hatte im vergangenen Geschäftsjahr einen Rekordverlust erlitten und kämpft mit starken finanziellen Problemen.

Verkaufsdruck gab es in Hongkong im Finanzbereich zu sehen. Industrial & Commercial Bank of China verbilligten sich um 1,76 Prozent auf 5,03 Hongkong Dollar. China Construction Bank, Bank of Communications und Bank of East Asia verloren jeweils um mehr als ein Prozent an Kurswert.

Die Papiere des Autoherstellers BYD bremsten um 4,1 Prozent, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte das heuer der Gewinn um 98 Prozent zum Vorjahr einbrechen könnte. BYD gehört zum Teil dem US-Milliardär Warren Buffet. (APA, 30.10.2012)

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