Japanische Notenbank lockert Geldpolitik weiter

30. Oktober 2012, 08:19
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Programm zum Anleihenankauf und zur Kreditvergabe wird um 107 Milliarden Euro ausgeweitet

Tokio - Im Kampf gegen eine drohende Rezession hat die japanische Notenbank ihre Geldpolitik erneut gelockert. Ein Programm zum Ankauf von Anleihen und zur Vergabe von Krediten wird um 11 Billionen Yen (107 Mrd. Euro) auf 91 Billionen Yen (884,2 Mrd. Euro) erhöht, wie die Zentralbank mitteilte. Die Währungshüter beschlossen zudem, Geschäftsbanken langfristig zu günstigen Konditionen mit Geld zu versorgen.

Eine Obergrenze wurde nicht festgesetzt. Der Leitzins bleibt dagegen unverändert. Investoren hatten sich offenbar mehr erwartet: Der Nikkei-Index rutschte nach der Bekanntgabe ins Minus und schloss mit einem Verlust von einem Prozent.

Bereits im September hatte die Notenbank ihr Programm zum Ankauf von Wertpapieren ausgeweitet. Die Währungshüter reagierten damit auf die sich eintrübenden Konjunkturperspektiven. Die Exportnation leidet unter der Schuldenkrise in Europa und dem starken Yen, der die Ausfuhren verteuert. Zudem belastet ein Streit mit dem wichtigen Handelspartner China um eine unbewohnte Inselgruppe die Geschäfte in der Volksrepublik. (APA/Reuters, 30.10.2012)

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