LG Optimus L9 im Test: Guter Androide zu einem fairen Preis

  • Das Display weist eine gute Qualität auf: Zum Videoschauen mehr als ausreichend.
    foto: derstandard.at/wisniewska

    Das Display weist eine gute Qualität auf: Zum Videoschauen mehr als ausreichend.

  • Das Handy gibt es auch in Weiß
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    Das Handy gibt es auch in Weiß

Das LG-Smartphone kann in vielen Punkten mit teureren Handys mithalten

Etwa 350 Euro kostet das LG Optimus L9 vertragsfrei. Ein Preis, der in dieser Smartphone-Kategorie nicht nur wettbewerbsfähig, sondern relativ günstig ist. Der WebStandard hat sich das LG-Handy bezüglich Design, Display, Kamera, Performance, Software und Hardware in einem kurzen Test angesehen.

Design und Hardware

Das Smartphone von LG ist 131,9 x 68,2 x 9,1 Millimeter groß und wiegt 125 Gramm. Das Gewicht ist in Relation zu der Größe des Handys gering. Nimmt man es in die Hand, vermutet man zunächst ein etwas schwereres Gerät, wird dann aber aufgrund seiner Leichtigkeit positiv überrascht. Der Prozessor hat zwei Kerne und ist mit einem Gigahertz getaktet. Der Arbeitsspeicher beträgt ein Gigabyte, interner Speicher am Handy umfasst vier Gigabyte, wobei mittels microSD-Karte auf bis zu 32 Gigabyte aufgestockt werden kann. Ein Micro-USB-Anschluss verbindet das Gerät mit dem Rechner und lädt es auch auf. Die Rückseite des Telefons weist eine strukturierte Oberfläche auf, die auf den "ersten Griff" rutschfest zu sein scheint. Das Handy wirkt dadurch etwas "fester" in der Hand als manch anderes Smartphone. Im Gegensatz zu anderen Androiden hat das LG Optimus L9 einen Home-Button, der sich unten in der Mitte befindet. Links und rechts davon gibt es zwei Softkeys. Erwähnenswert ist, dass das Handy auch NFC-fähig ist und die üblichen WLAN und Bluetooth-Standards unterstützt.

Display

Mit seinen 4,7 Zoll ist das Display sehr angenehm und wirkt nicht zu groß. Es liegt auch in kleineren Händen relativ gut in der Hand, ist dann allerdings nicht mehr mit einer Hand bedienbar. Die Auflösung des LCD-Displays beträgt 540 x 960 Pixel, mit Pixeldichte von 234ppi. Zum Videoschauen und Fotos durchscrollen ist das Handy also sehr gut geeignet. Durch die gute Auflösung kommen Schriften, Farben und Kontraste schön zur Geltung, sofern sie nicht winzig klein sind. Der von Samsung bekannte Grünstich ist bei LG nicht zu finden.

Kamera

Mit der Fünf-Megapixel-Kamera lassen sich einwandfreie Alltags-Fotos schießen, wenn auch die Anzahl der Pixel von anderen Handys übertroffen wird. Der Auslöser ist flott, die Bearbeitungs- und Einstellungsmöglichkeiten im Kameramodus sind für Schnappschüsse völlig ausreichend. Das Smartphone kann hier also locker mit anderen mithalten.

Software

Ausgeliefert wird das Optimus L9 mit Android 4.0.4, ein Upgrade auf 4.1 Jelly Bean soll aber in Kürze kommen. Das Interface von LG wirkt sehr angenehm, ist unkompliziert und eventuell für iOS-Umsteiger eine gute Alternative. Vorinstallierte Software ist ebenfalls auf dem Gerät: So bekommt man eine App zur Verwaltung der Dateien und eine App von Polaris Office, einer Büro-Software-App, die zwar nützlich ist, aber von versierten Google Docs Usern getrost ignoriert werden kann.

Performance

Leider hält der Akku nicht das, was er verspricht. Der 2.150 mAH-Akku wirkt sehr groß, das Display frisst aber anscheinend so viel Strom, dass nach nur sechs oder sieben Stunden mäßiger Nutzung zwei Drittel des Akkus verbraucht waren. Die Performance, ohne es besonderen Tests ausgesetzt zu haben, ist im Alltag eine sehr gute, allerdings dauert es bei niedrigeren Temperaturen um die Null Grad etwas länger, bis das Handy reagiert. Dieser Umstand ist aber auch bei vielen anderen Smartphones vorhanden und sollte nicht als K.O.-Kriterium beim Kauf dienen.

Fazit

Für 350 Euro ist das Smartphone seinen Preis auf jeden Fall wert. Die Kamera hat sich bewährt, die Performance reicht für den normalen Verbraucher aus und die vorinstallierte Software ist nützlich. Durch das relativ unkomplizierte User Interface bietet sich das Handy besonders für jene an, die von anderen Plattformen auf Android umsteigen. Negativ anzumerken ist aber die schwache Akkuleistung, die einem User, der viel mit dem Smartphone macht, mit der Zeit negative Überraschungen bescheren könnte. (iw, derStandard.at, 29.10.2012)

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