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vergrößern 800x533Kein Geschrei mehr beim Entfernen: Das Wunderpflaster besteht aus drei Lagen mit speziellen Eigenschaften.
Washington/Wien - Der Schmerz, der sich beim Ablösen eines herkömmlichen Pflasters einstellt, ist meist schlimm genug. Bei Patienten mit besonders empfindlicher Haut - kleinen Babys oder ganz alten Menschen - kann die Entfernung des Wundklebeverbands noch schlimmere Folgen haben: Allein in den USA kommt es dadurch zu 1,5 Millionen Hautverletzungen.
Wissenschafter um Jeffrey Karp vom Brigham and Women's Hospital in Boston haben nun in Zusammenarbeit mit Robert Langer, einem Forscher vom nahe gelegenen Massachusetts Institute of Technology (MIT) ein Pflaster entwickelt, das nicht nur so fest haftet wie normale medizinische Klebebänder, sondern sich nach der Anwendung ganz einfach wieder von der Haut lösen lässt.
Wenn man ein Pflaster von der Haut eines Erwachsenen entfernt, bleiben dabei meist Partikel des Pflasters kleben, während die zarte Haut eines Säuglings durch das Ablösen selbst Schaden nimmt. Das neue Wunderding vermeidet genau das durch eine Verlagerung der "Schnittstelle" beim Ablösen auf das Pflaster selbst.
Das wird durch eine Dreilagenkonstruktion erzielt und eine sogenannte anisotrope Schnittstelle zwischen der Klebefläche und der Oberfläche. Als anisotrop bezeichnet man die Richtungsabhängigkeit einer Eigenschaft - also dass zum Beispiel Holz fester entlang der Fasern ist. Ähnlich ist es beim neuen Pflaster, das fest klebt; wenn aber erst einmal die Oberfläche abgezogen ist, lässt sich die Klebefläche ganz leicht mit dem Finger abrollen. (tasch, DER STANDARD, 30.10.2012)
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Für alle, die auf Pflaster-evozierte Schmerzen stehen: Probiert es mal mit einer selbstklebenden elastischen Binden (wie sie bei Sehnenscheidenentzündungen verwendet werden). Die kann man nämlich nicht in einem Rutsch herunterreißen. Wenn es rasch geht, dauert die Prozedur drei Minuten. Das sind 180 unvergessliche Sekunden.
hm, tatsaechlich, das ist eigentlich gar nicht wahr...
Obwohl das Gegenteil auch nicht so ganz erwiesen ist, was ich so schnell erlesen konnte. Zumindest ist unklar ob die hoehere Schmerzschwelle bei Maennern nicht nur mit dem maennlichen Sozialbild zusammenhaengt.
Gute Seite (ausser Wikipedia):
http://www.rps.psu.edu/probing/p... shold.html
Warmduscher, Beckenrandschwimmer, Schattenparker, .... und demnächst auch: Dreilagenpflasterbenutzer.
Nichts für Chuck Norris.
btw: bei "Drei-Lagen" denke ich übrigens unwillkürlich an das "wunderbar weich" eines anderen Produktes. Ja, wir sind alle Opfer der Werbung.
gehen sie in ein beliebiges pflegeheim und fragen sie, ob es dort bewohner gibt, denen schon beim pulloverausziehen die haut bis auf die muskeln abgeht. die chancen stehen gut, welche zu finden. in komination mit was gerinnungshemmendes übrigens besonders unangenehm, weil man dann z.t. handtellergroße wunden hat, die stundenlang bluten. sehen sies ein, sie haben noch nicht viel zeit in einem gesundheitsberuf verbracht. nein, bürojob im gesundheitsministerium zählt nicht.
und die, die picken bleiben, tun es dann, wenn man sie 1. zu lange drauf lässt und
2. zu sehr Druck und Wärme (Füße) aussetzt.
Und Schmerzen beim Ablösen verursachen Pflaster seit Ewigkeiten nicht mehr.
Also wieder mal eine unnötige, aber dafür sicher teure Angelegenheit.
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