Digitale Medien: Neue Gefahren für Kinder und Jugendliche

Anfang November referieren Expertinnen und Experten zur Frage, wie gefährlich digitale Medien Kindern und Jugendlichen werden können

Graz - Kinder und Jugendliche bewegen sich heute ganz selbstverständlich in den virtuellen Räumen, die ihnen die Neuen Medien bieten. Die vielfältigen Angebote auf Laptop und iPod, Gameboy und Handy eröffnen den Heranwachsenden neue Möglichkeiten der Unterhaltung, Selbsterprobung, der Kommunikation mit Gleichgesinnten oder auch der Vertiefung in eine Fantasiewelt. Auf sozialen Netzwerkseiten kann man die ganze Welt - oftmals auch ungewollt - an seinem Leben teilhaben lassen.

Unter dem Titel "Jugend und Medien" beschäftigt sich der "Österreichische Präventionskongress " vom 7. bis 8. November in Graz mit Fragen rund um die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen und Gefährdungspotenzialen durch die Nutzung digitaler Medien.

Kriminalprävention

"Der virtuellen Raum hat, ohne das jetzt bewerten zu wollen, alle Themen der Gesellschaft eingefangen, überlagert und beeinflusst. Und damit hat er auch die Bereiche der Kriminalprävention wie Gewalt, Missbrauch und Sucht erreicht", so Günther Ebenschweiger, Präsident des "Österreichischen Zentrums für Kriminalprävention".

Für ihn steht fest: "Wenn wir von Kriminalprävention sprechen, müssen wir uns zeitgleich auch mit Medienkompetenz, Informations- und Erziehungskompetenz auseinandersetzen". Möglichkeiten dazu bietet der von Ebenschweiger zum dritten Mal konzipierte interdisziplinäre und praxisnahe Kongress Anfang November in Graz in rund 35 Workshops und zusätzlichen Referaten.

Hilflose Eltern

Zahlreiche Präventionsexperten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz haben ihr Kommen zugesagt, als Besucher sind aber auch Lehrer, Eltern und Jugendliche willkommen. "Ich sehe sehr viel Hilflosigkeit bei Eltern, die das Mediennutzungsverhalten ihrer Kinder richtig einschätzen und einordnen wollen. Hier müssen die Eltern gezielt gestärkt werden", so Ebenschweiger. Eine Reihe von Workshops - u.a. zum Thema Umgang mit Sozialen Netzwerken und Internet, Online- und Computerspielsucht oder auch der Frage, wie der Weg in die digitale Welt von Volksschulkindern gestaltet sein sollte - stehen am Programm.

Kein Opfer werden

"Als zweite große Zielgruppe haben wir Firmen mit ihren Lehrlingen eingeladen, für die wir gezielte Workshops direkt in den Unternehmen anbieten", schilderte der Organisator. Hier will man u.a. zeigen, wie sich Jugendliche davor schützen können, zu Cybermobbing- Opfern zu werden. Vonseiten der direkt kontaktierten Firmen habe es "größtes Interesse", so Ebenschweiger, gegeben. (APA, 29.10.2012)

Info

Österreichischer Präventionskongress "Jugend und Medien - Virtualität und Realität - zwei Räume, eine Welt"
7. und 8. November, Congress Graz

Link

Informationen und Anmeldung

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