Seit Jahresanfang mehr als 100 Journalisten getötet

29. Oktober 2012, 15:20
posten

Somalia Spitzenreiter - Mittlerer Osten als gefährlichste Region

Nürnberg - Seit Jahresbeginn sind schon mehr als 100 Journalisten in der Welt bei ihrer Arbeit getötet worden. Den traurigen Spitzenplatz hält 2012 Somalia mit bereits 16 toten Reportern, lautet die traurige Bilanz, die die Internationale Journalistenföderation (IFJ) am Montag in Nürnberg vorstellte.

Gefährlichste Regionen: Mittlerer Osten und Arabische Welt

Die gefährlichsten Regionen für Medienvertreter waren im Jahr 2011 nach IFJ-Erkenntnissen der Mittlere Osten und die Arabische Welt mit insgesamt 32 Toten. Im Irak, in Pakistan und in Mexiko waren es jeweils elf Opfer. 

Seit Jahren steige die Zahl der Reporter, die in Ausübung ihres Berufs getötet würden. 2010 wurden 94 Journalisten getötet, 2011 waren es 106. "Zu viele Journalisten und Journalistinnen sterben für die Pressefreiheit", sagte IFJ-Präsident Jim Boumelha. "Es ist ein Skandal, wie viele Regierungen untätig zusehen, wie Journalisten und Journalistinnen Opfer von Gewalt werden", beklagte Boumelha. "Manchen gefällt nicht, was Journalisten und Journalistinnen berichten. Sie werden ausgeschaltet und allzu oft getötet.

Die IFJ hat ihren Sitz in Brüssel und vertritt die Interessen von rund 600.000 Journalisten in weltweit 175 Journalisten-Gewerkschaften. (APA, 29.10.2012)

Share if you care.