Die Party der "Comeback-Kids"

Ansichtssache29. Oktober 2012, 14:23
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Die Gäste-Kabine im Comerica Park in Detroit musste einiges aushalten. Alle Spieler, Trainer und Betreuer der San Francisco Giants quetschten sich zusammen, jeder wollte in dem zum Bersten gefüllten Raum im Champagner-Regen eine Hand an die Meister-Trophäe bekommen. Durch den 4:3-Erfolg gegen die Detroit Tigers sicherte sich das Team aus Kalifornien bereits im vierten Spiel der World Series der nordamerikanischen Baseball-Profiliga MLB den Meistertitel. Und das, obwohl die Giants im Verlauf der Play-offs mehrfach vor dem Aus gestanden waren.

"Sweep"

In den Finalspielen benötigten die "Comeback-Kids" aus San Francisco nur vier Spiele, um die "Best-of-seven"-Serie für sich zu entscheiden. Der "Sweep", also der Gewinn einer Serie ohne Niederlage, als Schlagobershäubchen auf die nicht mehr für möglich gehaltene siebte Meisterschaft der Vereinsgeschichte nach 1905, 1921, 1922, 1933, 1954 sowie 2010. Zuletzt war dieses Kunststück den Boston Red Sox 2007 gelungen. Dabei waren die Giants nach ihrer unbeständigen Saison nicht als Favorit in die World Series gegangen.

"MVPanda"

Third-Baseman Pablo Sandoval sicherte sich zudem als erster Venezolaner die Auszeichnung zum wertvollsten Spieler (MVP) der Finalserie, die in Anlehnung an seinen Spitznamen "Kung-Fu-Panda" von der amerikanischen Presse in "MVPanda" umbenannt wurde. "Ich kann es immer noch nicht glauben. Das ist wie ein Traum, aus dem man nicht mehr aufwachen will", jubelte Sandoval.

Im ersten Spiel der World Series war dem 26-Jährigen als erst viertem Spieler der MLB-Geschichte das Kunststück gelungen, drei Homeruns in einem Spiel der Finalserie zu schlagen. Vor ihm schafften dies nur Baseball-Legende Babe Ruth, Reggie Jackson und Albert Pujols. (sid, 29.10.2012)

foto: epa/larry w. smith
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