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Der ORF hat dieser Tage einmal wieder einen Sieg vor der Medienbehörde KommAustria errungen. Die Behörde hat eine Beschwerde des Verbandes Österreichischer Privatsender (VÖP) zurückgewiesen, in der die Privaten vermutet hatten, dass der ORF mit der Live-Übertragung der Tennis Davis Cup-Spiele Österreich gegen Belgien im September 2011 auf ORF Sport + gegen das Gesetz verstoßen habe. Nach Ansicht des VÖP habe es sich dabei um Premiumsport gehandelt, der auf dem Spartenkanal nicht übertragen werden darf.
Die KommAustria folgte der Argumentation nicht und betonte in ihrem Bescheid, die inkriminierten Partien seien kein Premium-Sport gewesen, da es hier lediglich um Österreichs Klassenerhalt in der Weltgruppe ging. Es handelte sich hier also um ein "Abstiegsspiel" und dementsprechend gering sei auch das Interesse der heimischen Medien an den Partien gewesen. Relegationsspiele würden grundsätzlich in der Berichterstattung kein vergleichbar breites Ausmaß erreichen, wie andere Davis Cup-Begegnungen.
Berufung innerhalb von zwei Wochen möglich
Ausschlaggebend dafür, ob ein Wettbewerb unter Premium-Sport fällt oder nicht, ist aber die Frage, ob der Partie in der Medienberichterstattung breiter Raum zukommt. In diesem Fall war das nicht so. Die KommAustria hielt zwar grundsätzlich fest, "dass das mediale Interesse am Tennis Davis Cup in den Jahren 2009 bis 2011 insgesamt zugenommen hat", allerdings habe das "Abschneiden der österreichischen Mannschaft in der jeweils vorangehenden Bewerbsphase entscheidenden Einfluss auf die Berichterstattung". Der VÖP kann gegen diese Entscheidung innerhalb von zwei Wochen Berufung beim BKS erheben. (APA, 29.10.2012)
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