Audi hält mit der Oberklasse die Spur

29. Oktober 2012, 11:20
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Der Neunmonats-Gewinn stieg beim Autobauer auf 4,2 Milliarden Euro, höhere Investitionen schmälern den Gewinn

Wolfsburg - Der deutsche Autohersteller Audi hat im dritten Quartal angesichts höherer Ausgaben für den Ausbau der Produktion weniger Geld verdient. Der Umsatz wuchs zwar von 10,9 auf 12,6 Mrd. Euro. Aber der operative Gewinn der VW-Tochter sank von 1,4 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum auf 1,3 Mrd. Euro. Nach neun Monaten liegt das operative Ergebnis der Ingolstädter aber weiter über Vorjahr: Bis September verdiente Audi 4,2 Mrd. Euro, vor einem Jahr waren es knapp 4 Milliarden. Finanzchef Axel Strotbek sagte am Montag in Ingolstadt, Audi sei auf gutem Weg, ein operatives Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres zu erreichen. Im dritten Quartal blieb bei Audi pro verkauftem Fahrzeug weniger Gewinn hängen. Die operative Rendite sank auf 10,5 Prozent. Vor einem Jahr hatte der Konzern noch eine Marge von 13,1 Prozent eingefahren.

Teure Limousinen für China

Wie viele Oberklasse-Autobauer profitiert Audi von guten Geschäften in den beiden weltgrößten Pkw-Märkten China und USA, wo teure Limousinen und Geländewagen nach wie vor gefragt sind. Rückgänge in Europa können so wettgemacht werden, während auf die Heimatregion konzentrierte Massenhersteller wie Fiat, PSA Peugeot Citroen oder Opel die Krise voll zu spüren bekommen.

Im dritten Quartal verkaufte Audi den Angaben zufolge weltweit gut 364.000 Fahrzeuge, das sind knapp 14 Prozent mehr. Von Jänner bis Ende September summierte sich der Absatz auf rund 1,1 Millionen Autos, was einem Plus von fast 13 Prozent entspricht. Den teilweise deutlichen Markteinbrüchen in den schuldengeplagten Ländern Italien und Spanien habe sich Audi nicht komplett entziehen können, hieß es. Dafür seien in Großbritannien, Frankreich und Deutschland mehr Fahrzeuge mit den vier Ringen verkauft worden.

Prognose bekräftigt

Für das Gesamtjahr bekräftigte Finanzchef Axel Strotbek die Prognose, wonach Audi mehr als 1,4 Millionen Autos ausliefern, den Umsatz steigern und beim operativen Ergebnis das Niveau des Vorjahres halten will. "Nach drei Quartalen fahren wir weiter entschlossen auf unser Jahresziel zu", sagte er.

Die operative Rendite betrug in den ersten neun Monaten 11,2 (12,2) Prozent. Damit lag Audi weit vor Konkurrent Daimler mit 7,8 Prozent. Der Münchner Rivale BMW will seine Zahlen in der nächsten Woche vorlegen. "Renditekönig" ist Porsche mit 18,5 Prozent. (APA, 29.10.2012)

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