Europas Leitbörsen schließen leichter

29. Oktober 2012, 18:37
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Wirbelsturm vor US-Ostküste belastet Börsenstimmung

Frankfurt am Main - Europas Leitbörsen haben am Montag überwiegend mit moderaten Verlusten geschlossen. Nach einem schwachen Start konnten sich viele Börsen im Tagesverlauf aber etwas erholen. Der Euro-Stoxx-50 ermäßigte sich um 0,69 Prozent auf 2.478,84 Punkte. Der Hurrikan "Sandy", der sich weiter der Ostküste der USA nähert, hatte zu Wochenstart auch die Anleger in Europa verunsichert.

In den USA blieben die Aktienbörsen vor diesem Hintergrund überhaupt geschlossen. Auch in Europa schlug sich das Ausbleiben der US-Marktteilnehmer in niedrigeren Umsätzen nieder, hieß es.

Schlechte Nachrichten kamen auch aus Griechenland. Das griechische Finanzministerium hatte mitgeteilt, dass die Veröffentlichung der Bankbilanzen für das zweite Quartal auf den 30. November verschoben worden ist.

Grund für diese Verschiebung seien die Verhandlungen mit EU und IWF über die notwendige Kapitalausstattung der griechischen Banken, hieß es. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zudem einen neuen Schuldenschnitt für Griechenland angelehnt.

UBS stark gesucht

Unter den größeren Kursverlierern fanden sich zu Wochenbeginn einige Bankwerte wie Intesa Sanpaolo (minus 2,67 Prozent) oder UniCredit (minus 2,47 Prozent). Größere Abgaben gab es auch in einigen Rückversicherern wie Münchener Rüeck (minus 2,01 Prozent) oder Swiss Re (-2,4 Prozent). Die Versicherer litten unter den Unsicherheiten im Zusammenhang mit den möglichen Sturmschäden in den USA.

Gut gesucht waren hingegen UBS-Aktien und schlossen 7,28 Prozent fester bei 13,12 Schweizer Franken. Kreisen zufolge steht die Schweizer Großbank vor einem massiven Stellenabbau. Beim Umbau der Bank sollen bis 2015 voraussichtlich rund 10.000 Stellen gestrichen werden, berichteten die Nachrichtenagentur Bloomberg und zahlreiche weitere Medien am Wochenende. (APA/Reuters, 29.10.2012)

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