ATX schließt am Montag im Minus

29. Oktober 2012, 17:52
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Telekom Austria stürzen über fünf Prozent ab

Wien  - Die Wiener Börse hat am Montag bei schwachem Volumen mit schwächerer Tendenz geschlossen. Der ATX fiel 10,79 Punkte oder 0,50 Prozent auf 2.136,07 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund elf Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.125 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,02 Prozent, DAX/Frankfurt -0,37 Prozent, FTSE/London -0,20 Prozent und CAC-40/Paris -0,81 Prozent.

Belastet hatten zum Wochenauftakt die Gerüchte um einen möglichen zweiten Schuldenschnitt für Griechenland und der Hurrikan Sandy, der die US-Ostküste in Atem hält, sagten Händler. Medienberichten zufolge plädiert die mit der Überwachung des Reformkurses im europäischen Krisenland betraute Troika aus EU, EZB und Internationalem Währungsfonds (IWF) für einen zweiten Schuldenschnitt - der diesmal vor allem zulasten öffentlicher Gläubiger ginge.

Andritz und Kapsch gefragt

Unter den besten Werten im heimischen prime market Segment waren Andritz mit einem Plus von 3,61 Prozent auf 46,90 Euro. Dieser kräftige Aufschlag konnte auch von Marktteilnehmer nicht begründet werden, da die Nachricht von einem bis zu 300 Mio. Euro schweren Auftrag aus Laos längst eingepreist sein müsste, wie ein Händler sagte. Auch die Analysten der Erste Group meldeten sich zum Anlagebauern und bestätigten ihre Kauf-Empfehlung. Das Kursziel wurde allerdings von 51,50 Euro auf 50,00 Euro gekürzt.

Kapsch TrafficCom zogen um 3,94 Prozent auf 43,66 Euro nach oben und konnten sich damit von ihren Verlusten von Donnerstag erholen. Die Nachricht, dass die Südafrikanische Regierung ihre Pläne für ein E-Maut-System um Johannesburg und Pretoria weiterführen möchte, könnte für Unterstützung gesorgt haben. Der heimische Mautspezialist war bisher der Zulieferer solcher Systeme in Südafrika.

Telekom Austria (TA) stürzten indessen um 5,33 Prozent auf das historische Tief von 4,97 Euro. Laut einem Pressebericht vom Wochenende rechnet die TA bis 2015 mit einem Free-Cash-Flow von 630 Mio. Euro, nachdem man bisher von 1,7 Mrd. Euro ausgegangen war. Die Analysten der Berenbank Bank nahmen ihr Kursziel für TA-Aktien heute von 5,90 Euro auf 5,00 Euro zurück und bestätigten ihr Votum "Sell". Post-Aktien verloren ebenfalls kräftig und knickten um 4,80 Prozent auf 29,52 Euro ein.

RHI könnte vor einem 80-Mio.-Euro-Deal in Indien stehen. Laut indischer "Economic Times" werden die Österreicher an der Orient Refractories einen Anteil von 48,61 Prozent vom Hauptaktionär für umgerechnet rund 40 Mio. Euro erwerben. In einem weiteren Schritt solle ein Übernahmeangebot für den restlichen Anteil gelegt werden, die gesamte Transaktion hätte demnach einen Wert von rund 80 Mio. Euro. Die Papiere des Feuerfestkonzerns befestigten sich um 0,79 Prozent auf 21,81 Euro.

Die zehn größten Kursgewinner


 1.  CENTURY CASINOS INC       +9,13 Prozent
 2.  TEAK HOLZ INT. AG         +4,09 Prozent
 3.  KAPSCH TRAFFICCOM AG      +3,94 Prozent
 4.  ANDRITZ AG                +3,61 Prozent
 5.  STADLAUER MALZFABRIK AG   +1,95 Prozent
 6.  RHI AG                    +0,79 Prozent
 7.  S IMMO AG                 +0,77 Prozent
 8.  UNIQA VERSICHERUNGEN AG   +0,69 Prozent
 9.  INTERCELL AG              +0,47 Prozent
 10. VIENNA INSURANCE GROUP AG +0,36 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer


 1.  TELEKOM AUSTRIA AG        -5,33 Prozent
 2.  OESTERR. POST AG          -4,80 Prozent
 3.  ATRIUM EUROP.REAL EST.LTD -3,67 Prozent
 4.  WOLFORD AG                -3,34 Prozent
 5.  SCHOELLER-BLECKMANN AG    -3,23 Prozent
 6.  SW UMWELTTECHNIK AG       -2,86 Prozent
 7.  MIBA AG VZ KAT. B         -2,53 Prozent
 8.  ALLG.BAUGES.-A.PORR AG VZ -2,51 Prozent
 9.  FLUGHAFEN WIEN AG         -2,22 Prozent
 10. ERSTE GROUP BANK AG       -1,62 Prozent (APA, 29.10.2012)
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