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In der Debatte um die Jänner-Befragung "Weiter Wehrpflicht oder Wechsel zu einem Berufsheer?" taucht die Neutralität nur noch selten auf. Es gibt sie, zweifellos. Aber irgendwie hat sie sich verflüchtigt, sich in Luft aufgelöst.
Einer der Gründe ist, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise als Bedrohungsszenario die letzten Reste militärischer Gefahren im Bewusstsein der Menschen abgelöst hat.
Wir fühlen uns trotz aller Kritik an der EU unter diesem noch gar nicht fertigen und bei Gewittern so anfälligen europäischen Haus durchaus aufgehoben. Es geht uns ganz gut. Wir beginnen sogar, Griechen als Arbeitskräfte anzuwerben. Selbst Deutsche finden zunehmend, in Österreich verdiene man mehr.
Resultat dieser Veränderung: Die Wehrpflicht- debatte ist nur unter Offizieren und Experten eine sicherheitspolitische - angesichts steigenden Know-hows im Militär.
In der Bevölkerung geht es fast ausschließlich um die Frage, welche Variante in Katastrophenfällen die bessere ist. Und wer dem Roten Kreuz oder der Caritas hilft, wenn wir auf ein Berufsheer umsteigen würden. Umfragen im Westen Österreichs liegen daher bei 60 Prozent für die Beibehaltung der Wehrpflicht. Im Osten bei 50 Prozent.
Rotes Kreuz, Caritas und Pflegeinstitutionen betrachten das Bundesheer über den Weg des Zivildienstes als reines Beschaffungsinstrument zur Erfüllung ihrer Aufgaben. Das ist verständlich, aber trotzdem einseitig. Und in letzter Konsequenz opportunistisch. Auch aufseiten der Politik. Der Zivildienst wird heute von politischen Kräften unterstützt, die noch vor 40 Jahren Wehrdienstverweigerer für den Abschaum der Gesellschaft gehalten haben.
Auch das Bundesheer hat eine Funktionsverschiebung erfahren, und die Neutralität ist in der EU aufgegangen. Aber im Kern hat das Bundesheer zwei zentrale militärische Aufgaben. Erstens: via "Battlegroups" am Aufbau einer europäischen "Verteidigung" mitzuwirken. Zweitens: via Auslandseinsatz an Konfliktlösungen mitzuwirken. Das ist dem Bundesheer bisher mindestens so gut gelungen wie der Katastropheneinsatz.
Obwohl die Neutralität verblasst, bleibt die sicherheitspolitische Frage übrig, wofür wir ein Bundesheer brauchen. Wenn es nur um Katastropheneinsätze geht oder - alternativ - um Sozialdienst, dann sollte man das Wort "Heer" streichen.
Denn der eigentliche Punkt der Befragung im Jänner ist ja: Offiziell geht es zwar um die künftige Organisation der "Landesverteidigung" im Rahmen der EU, in den Augen vieler jedoch um Aufgaben, die man sich ohne Grundwehrdiener so billig nicht leisten könnte. Vor diese Entscheidung werden die Befragten nicht gestellt. Sie steht aber hinter den Debatten.
Wieder einmal drückt man sich vor einer Diskussion der europäischen Realitäten und zieht sich auf nationale Teil-interessen zurück. Das ist auch dem Roten Kreuz und der Caritas vorzuwerfen. Umso mehr, als beide Organisationen international tätig und vernetzt sind. Sie argumentieren nicht neutral. (Gerfried Sperl, DER STANDARD, 29.10.2012)
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Ich habe mir gerade die Jugendwertestudien 1990-2000 (http://www.ufg.ac.at/fileadmin... -2000.pdf) und 2011 (http://wien.arbeiterkammer.at/bilder/d1... tudie.pdf) angesehen.
Meine Konklusio:
1. Dass junge Menschen an institutionellen Einrichtungen (z.B. "den Staat") nicht interessiert sind, ist ein alter Hut - ich denke, das ist schon seit ... sagen wir 1955 so.
2. Ich lese einen verstärkten Fokus auf "Selbstentwicklung/-entfaltung" heraus - auch nix Neues.
3. Das polit. Interesse hält sich in Grenzen - relativ neu unter der Annahme, dass die 69er-Genaration durchaus politisch war.
Ich interpretiere das so:
Es ist
Contra:
* Verstoß gegen Menschenrecht: Verstoß gegen das "Recht auf Freiheit" (Staats-Sklaverei auf Zeit.) ist ein international verankertes Grundrecht und kann nicht abgeschafft werden.
Hatten die Menschen unter Hitler eine Wahl?
* Verstoß gegen Gleichheitsgrundsatz für Mann & Frau.
* Zur Verteidigung kein Wehrpflicht, sondern einen kompetentes Heer. Berufssoldaten sind unumstritten besser ausgebildet (alleine schon da Freiwillig).
* Hohe Kosten: Derzeit ca. 25.000Wehrp. pro Jahr (je ca. 14.000€) und 16.000 Berufss.
* Für Katastrophenschutz sind Feuerwehren wesentlich besser geeignet .
*Auch ein Milizheer würde auf die eigene Bevölkerung schießen
Pro:
* Ein Milizheer ist stabilder und missbrauchsresisdenter. wirklich?
...für die Wehrpflicht einsetzt, dann muss das grundlegende Verbesserungen für die Zwangsarbeiter haben:
1. Deutlichst bessere Löhne (mindestens Mindestlohn)
2. Zivildienst gleich lange und gleich gute Löhne
3. Frauen ebenfalls zwingen
4. Diskriminierung am Arbeitsmarkt aufgrund noch ausständigen Dienstes muss rigoros geahndet werden.
Sobald die Entschädigung verbessert wird, lohnt es sich absolut nicht mehr. Die ganze Sache ist nur aufgrund der miesen Bezahlung billig. Wenn eine Firma alle 6 oder 9 Monate neue Arbeitskräfte sucht, diese zuerst durch einen Eignungstest schickt, der mehrere 100 € kostet, dann einige Wochen einarbeitet und nach 6 oder 9 Monaten wieder kündigt, dann wird diese Firma pleite gehen. Ganz egal was sie produziert oder welche Dienstleistungen sie bereitstellt. Es sei denn, diese Firma zahlt ihren Angestellten nichts oder nur einen Hungerlohn.
Schlimm ist außerdem, dass dadurch Menschen getroffen werden, die sowieso kaum Geld haben. Um 300 € im Monat kann man sich gerade mal ein Dach über dem Kopf und ordentliches Essen leisten.
(zynischerweise), dem Bettenmachen-Lernen, der Militärmusik und der Präparierung der Streif eines der wenigen, mEzusehends verzweifelten Argumente für eine Existenberechtigung des ach so wichtigen Zwangsdienstes, man hat nämlich Angst, mit Berufsheer künftig zu wenige Leute dafür zu bekommen. Laut dem weisen Sankt Entacher, gepriesen sei sein Name, können wir mit Berufsheer nur mehr halb so viele Leute ins Ausland schicken (da die Miliz wegfalle), (so im Profil-Interview im September).
Mehr als heute ist ganz sicher nicht geplant und nötig, wir sind ja nicht bei der NATO, wir leisten uns aber auch heute schon praktisch ein ganzes Berufsheer um die Wehrpflichtigen herum.
Das müsste also für Sie ein Argument fürs Berufsheer sein.
............ daß von den Betroffenen, um die es geht heut viele noch gar nicht wählen dürfen.
Jeder Mensch muß über sich und seine Lebenszeit selbst verfügen dürfen, aber nicht über die Zeit anderer.
Wie immer das auch ausgehen mag; in jedem Fall wird es eine undemokratische Etnscheidung sein, in der eine Mehrheit über eine Minderheit verfügt.
Eine Generation, die sich über Jahrzehnte hindurch zu lasten der kommenden Generationen den Bauch voll gestopft hat und immer noch nicht genug kriegen kann nun über die Lebenszeit von Menschen der nächsten Generationen Verfügungen treffen.
Demokratie ist etwas anderes.
sperl vergißt aber, dass man, selbst wenn man gegen die allgemeine wehrpflicht ist, bei der befragung trotzdem für die beibehaltung selbiger sein muss.
denn in ö darf im gegensatz zu z.b. d, das heer gegen die eigene bevölkerung eingesetzt werden.
hier ein berufsheer zu fordern, wäre reiner wahnsinn.
interessanter weise kommt dieser umstand in den medien überhaupt nicht vor.
die bevölkerung ist sich dieser tatsache daher auch nicht bewußt.
darum petition der kp unterschreiben, einen dritten punkt, nämlich die ersatzlose streichung des heeres einzufügen.
das deutsche Heer unter Hitler (ist übrigens demokratisch mit Hilfe von konservativen Kreisen an die Macht gekommen) war auch ein Wehrpflichtheer und die Leute haben alle Schweinereien mitmachen müssen, auch gegen das eigene Volk, außer sie wollten gerichtlich umgebracht werden.
Die meisten Menschen werden wohl anderen was Schlimmes antun als selbst dran glauben zu müssen. Es gibt einen Selbsterhaltungstrieb, den jeder von uns hat. Der Anteil derer, die eher drakonische Strafen in Kauf nehmen als Befehle zu befolgen, dürfte nicht allzu hoch sein. Nicht bei einem Berufsheer und auch nicht bei einem Wehrpflichtigenheer. Genau aus diesem Grund ist das Argument "ein Wehrpflichtigenheer wird der Bevölkerung niemals was Böses antun" für die Katz.
Wenn, wie zu erwarten, ein Nein zum Berufsheer herausgekommt, ist die Sache wahrscheinlich auf Jahrzehnte erledigt, vermutlich, bis einmal das EU-Heer kommt. Bei einem Ja wird nicht etwa das Berufsheer eingeführt (das kann die Regierung ja auch gar nicht, auch wenn sie das Gegenteil suggeriert), sondern wird vielmehr erst der Startschuss zu einer breiten Diskussion über Ziele, Szenarien und Aufgaben gegeben, da ist dann noch alles ziemlich offen (und ein Berufsheer eher immer noch unwahrscheinlich). Ohne dieses Ja wird es aber mit Sicherheit lange keine Diskussion mehr geben und werden keine, seien sie noch so wünschenswert, Alternativen überhaupt jemals angesprochen werden.
Streikbrecher eingesetzt.
Und meinen Sie nicht, dass die heutigen Berufssoldaten + Polizei allemal reichen würden für Repressionsmaßnahmen? In welchem vergleichbarem Staat wäre das denn in der jüngeren Zeit überhaupt vorgekommen?
Wie kann man aus Angst vor einem möglichen, aber äußerst unwahrscheinlichen Übel in der Zukunft ein andersartiges, aber mehrfaches reales Übel in der Gegenwart einzementieren? Wo die Zukunft an unsere Wünsche auch sowieso in keiner Weise gebunden ist, eien Regierung, die militärisch gegen das eigene Volk vorgeht und vorgehen kann, wohl sowieso keinerlei Regeln mehr einhalten muss.
Und gibt es nicht auch Szenarien, wo so eine Einsetzbarkeit umgekehrt wünschenswert wäre? Gegen massenmordende Putsch-Paramilitärs zB?
Bleiben für die Unterhaltung von Kasernen und Flugplätzen, für die Erhaltung der mechanisierten Einheiten, für Munition, Waffen, Verpflegung etc. etwa 1,5 Mrd €.
Bin natürlich kein Kameralist im Verteidigungsministerium aber ich glaub mit dem Budget sollte das finanzierbar sein.
Frage ist natürlich was der üppige Verwaltungsapparat in den Militärkommandaturen und im Verteidigunsministerium verschlingt.....
..offensichtlich sind Sie´s nicht,...(-:
..denn ansonsten wüßten Sie, dass jeder Staat mit "Profi-heer" ein wesentlich höheres Heeresbudget hat, als in Zeiten vor der Umstellung,...
...und dann können´s zu diesem Betrag noch mal knapp 100 Mio für einen adäquaten ZD Ersatz dazurechen... (die sind aber dann eh schon wurscht:-)
..daher... ich finde es echt legitim, über die Abschaffung zu diskutieren/das "Volk zu befragen"...aber dann sollte der Diskussionsprozess bitte ehrlich geführt werden,...und das ist in dieser Debatte leider überhaupt nicht der Fall...
Also ich weiss ja nicht wie das BH rechnet - bzw. erinnere ich mich mit Grauen doch daran, mein Ausbildner bei den Vermessern wußte nicht wie man einen Polygonzug rechnet - aber mal folgende Milchmädchenrechnung...
Gehen wir von einem Herr von 7000 Mann aus.
Aufgaben:
Auslandseinsätze, Assistenzeinsatz für Feuerwehr und Polizei im Katastrophenfall (und nicht wenn im Frühjahr mal wieder Steyr überschwemmt)
Da dürften 7000 Mann reichen, bei mehr wär denen wohl fad.
Gehen wir von einem Durchschnittsgehalt von 2800 (inkl. Offziere) aus, macht zu Vollkosten etwa 4200.
Das mal 14 knapp 60.000, mal 7000 Mann 420 Mio €. Bei einem Heeresbudget von 2,1 Mrd. Euro.
das
a) Erfolg auch ohne Intelligenz und Eloquenz erlangt werden kann
b) Darabos ein Würschtel ist das er es nicht schafft diesen scheinbaren Schlaganfallpatienten abzusägen, vom Chef des Generalstabs des ÖBH erwart ich mir klare Aussagen und Anweisungen und nicht ein derartigens Gestammel und Geschwafel das Stronach Konkurrenz machen könnte - kann mir kaum vorstellen das Entacher einer amtsärtzlichen Untersuchung stand halten würde ob er - die ob seiner Positionen sehr hohen - Ansprüche vollends erfüllen kann - oder doch besser in den Ruhestand geschickt wird.
zynismus der NATO-fans reiter und karner ist nicht sachverstand und auch nicht wertschätzung gegenüber dem heer und dem, was österreich selbst braucht.
entacher mag nicht der eloquenteste in diskussionsrunden sein, in der sache hat er recht.
nicht darabos hat ihn abgesägt, sondern kammerhofer, der kein weisungsrecht hat und auch darabos unter druck setzt. entacher wurde ja auch deswegen wieder eingesetzt, weil nur darabos weisungsrecht hat. es ist kammerhofer, der gegen alle vorgeht, die sich querlegen und neutral bleiben wollen. bei kammerhofers herren ist darabos gerade.....
säßen die meisten im gugelhupf.
intteressant wäre, würde entacher einmal stichhaltige gründe gegen ein berufsheer nennen.
ausser finanzielle.
z.b. die tatsache, dass man söldner dann auch gegen die eigene bevölkerung einsetzen darf.
aber daran denkt er scheints nicht.
oder traut er sichs nur ned sagen?
und berufssoldaten haben wir in AT ca. 16.000. mehr als das neue berufsheer brauchen würde. das die wehrdienstbefürworter genau jetzt unsere berufssoldaten als potentielle söldner und putschisten darstellen (eigentlich völlig absurd!) würde bedeuten, dass man das heer besser ganz abschafft und durch eine etwas besser bewaffnete truppe des bmi ersetzt.
oder besser, ersatzloses streichen des bhs.
da es ja auch jetzt schon, besonders seit dem beitritt zur eu, vorenhmlich zur bekämpfung der eigenen bevölkerung im falle von aufständen eingesetzt würde.
ö war ja spätestens seit der gründung der b gendarmerie, die ausschließlich zur niederschlagung von linken umsturzversuchen illegal von den usa gegründet wurde nicht mehr neutral.
die moskauer verträge waren reine lüge.
die soviets wußten das.
und waren darauf vorbereitet, unerbittlich zuzuschlagen.
ohne soviets gäbe es aber auch kein ö.
nun gibt es keine soviets mehr.
nur mehr die nato.
und die russen.
und diese sind weit gefärlicher, als damals die soviets.
weil sie im gegensatz zu den soviets, den atomaren erstschlag nicht ausschließen.
das ist polemisch, richtig - man müsste differenzieren und sagen, dass man söldner als funktion meint. nämlich, an kriegseinsätzen einer interventionsarmee teilzunehmen. das geht bedeutend einfacher, wenn keine milizangehörigen dabei sind, sondern nur personen mit dem beruf soldat, die auch gezielt angeworben wurden.....
Nationalfeiertag 2012
http://www.ceiberweiber.at/index.php... es&id=2543
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