Erste Testversion für GNOME 3.8

  • Der Überblick aller auf einem Workspace geöffneten Fenster nutzt den zur Verfügung gestellten Platz nun wesentlich effizienter.
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    screenshot: andreas proschofsky / derstandard.at

    Der Überblick aller auf einem Workspace geöffneten Fenster nutzt den zur Verfügung gestellten Platz nun wesentlich effizienter.

Verbesserungen an Suche im Nautilus, bei GNOME Shell und viele Pläne für die kommenden Monate

Rund ein Monat ist es her, da hat das GNOME-Projekt eine neue stabile Version des eigenen Linux-Desktops zum Download fertiggestellt, vor kurzem folgte dann das erste Bugfix-Update. Nun gibt es den ersten Schritt in Richtung nächster Release: Mit GNOME 3.7.1 steht eine frühe Testversion des für März 2013 anvisierten GNOME 3.8 zum Download.

Überschaubar

Wie von solch frühen Pre-Releases gewohnt, bewegen sich die Änderungen derzeit noch in einem überschaubaren Rahmen. So gibt es etwa weitere Verbesserungen an der mit der letzten Version grundlegend neu gestalteten Suche im Dateimanager Nautilus: Verzeichnisse werden nun wieder rekursiv durchsucht, die Ergebnisse jetzt inkrementell geladen. Eine Tortengrafik im "Eigenschaften"-Dialog gibt Aufschluss über die Aufteilung von freiem und belegtem Speicherplatz eines Datenträgers.

Shell

Bei der GNOME Shell hat man sich bislang vor allem dem Feinschliff der Neuerungen von GNOME 3.6 gewidment. Darüber hinaus ist aber auch ein neuer Tastatur-Shortcut hinzugekommen: Analog zu Ubuntus Unity kann mit Super+A direkt die Anwendungsliste aufgerufen werden. Zudem wurde die Anordnung der Fenster im Activities Overview überarbeitet, so dass der verfügbar Platz nun wesentlich effizienter genutzt wird.

OwnCloud

Seine Anfänge nimmt mit GNOME 3.7.1 die Unterstützung der freien - ursprünglich aus dem KDE-Umfeld entstammenden - Online-Speicher-Lösung OwnCloud: Die Autorisierung in den Online-Accounts kann bereits vorgenommen werden, die Anbindung an die diversen Desktop-Programme soll in den kommenden Monaten folgen. Ähnlich sieht die Situation beim ebenfalls neuen Flickr-Support aus. Dazu passend: Die Google-Authentifizierung kann nun mit OAuth 2.0 umgehen.

Ausblick

Für den restlichen Entwicklungszyklus hat man sich noch einige gröbere Brocken vorgenommen: So soll der Video-Player Totem umgestaltet werden, zudem sollen NutzerInnen mehr Kontrolle über Benachrichtigungen erhalten. Über ein neues Einstellungstools sollen sie pro Anwendung individuelle Regeln festlegen können.

Anpassung

Die Darstellung von Suchergebnissen in der GNOME Shell soll umgestaltet werden, um besser mit der zunehmenden Zahl an unterschiedlichen hierfür genutzten Quellen umzugehen. Außerdem stehen noch automatische Updates für GNOME-Shell-Erweiterungen auf der aktuellen - aber noch nicht endgültigen Liste - für anvisierte GNOME-3.8-Neuerungen.

To Fallback or not to Fallback?

Einen zentralen Teil in der Diskussion wird aber wohl auch die Frage einnehmen, wie es mit dem Fallback-Modus weitergehen soll. Dank der Nutzung von Software Rendering für 3D-Funktionen in den aktuellen Ausgaben von Linux-Distributionen wie Fedora oder Ubuntu hat dieser weiter an Bedeutung verloren. Zudem werde dieser Modus derzeit nur sehr schlecht gewartet, so die Situationsbeschreibung. Im aktuellen Zyklus will man eine Entscheidung darüber treffen, ob man den Fallback-Modus weiter verbessert - oder gleich ganz streicht und auf externe Alternativen verweist. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 28.10.12)

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13 Postings
Für die Spielernaturen unter Euch ....

Unter

http://www.valvesoftware.com/linuxsurvey.php

könnt Ihr Euch für einen Steam-Beta-Test für Linux melden. Ihr müsst Euch da mit einem vorhandenen Steam-Konto (ist kostenlos) einloggen.
Gesucht werden offensichtlich langjährige Linux-Freunde und (Aus-)Kenner. Laut Computerbase.de eher Ubuntu-Freunde, aber bei der Auswahl an Distros ist man bei Valve großzügiger. Vielleicht klappt es ja bei dem einIn oder anderIn (brav gegendert, brav, braaaaaaav)

(Sorry, fand jetzt gerade keinen aktuelleren Linux-Artikel)

Bin das nur ich, oder gibt es immer mehr parallelen zwischen Gnome und dem Look&Feel von OS X? Nicht dass ich das schlecht finden würde, besser die Jungs lassen sich davon inspirieren, als von Windows / KDE.

So ist es. _Genau_ so schaut OS X aus.

Hab mich ja schon gefragt wann der Erste wieder sowas postet.

Genau das was jeder User gerne hat. Immer wieder anders...

Immer umgewöhnen und anderes machen.

Distrohopping und Desktop Testing geht weiter, ist ja nicht so das die anderen Mitbewerber aus dem Linux und nicht Linux Umfeld da anders wären.

besorgt dir einfach eine LTS version deiner bevorzugten distro und bleib dabei

Auf welche im Artikel angesprochenen Dinge bezieht sich dein Aussage?

stimmt teilweise natuerlich, aber man muss halt auch nicht jedes update mitmachen, beziehungsweise gibt es ja auch konservativere desktopumgebungen (xfce zum beispiel) und distros (ubuntu 10.04 hat noch support bis april 2013, debian hat auch laengere zyklen) und kombinationen davon (mint mit mate desktop zB).

genauso bei windows oder osx, da kann man ja auch bei einer version bleiben obwohl eine neue draussen ist, die anwendungsprogramme laufen ja durchaus immer mit ein paar vorgaengerversionen des aktuellen OS.

bei gnome 3 wird halt derzeit viel ausprobiert und wieder verworfen, aber das war eigentlich schon immer so, wird auch schon noch eine endform finden :)

So soll der Video-Player Totem umgestaltet werden

Oh je! Mir schwant Fürchterliches. Wenn man sich Gnome's Vergangenheit so anschaut dürfte obige Aussage wohl nur bedeuten, dass Funktionen reduziert werden. Aber, so wird man argumentieren, diese sind erstens "hässlich" implementiert und außerdem braucht man die ja eh nicht. Alles zum Nutzen der User.

Der Totem wird nicht vereinfacht, er wird ausgebaut: Zu einer Video-Anwendung, die automatisch alle lokal und online verfügbaren Videos darbietet. Siehe die aktuellen Designs ganz unten auf:

https://live.gnome.org/Design/Apps/Videos

Gnome will sich also, ähnlich Smartphone Systemen, vom Dateimanager entfernen. OK, wieso nicht.

Das gute an Gnome ist das man kaum etwas gnome-spezifisches verwenden muss.

Naja, gibt ja noch den vlc und andere player, wobei man in den meisten fallen ja eh nur play/Pause/vor/zurück braucht :-)

Platz wird besser ausgenutzt

Super, die Funktion war überfällig und ich freu mich, dass man das jetzt so schön eingebaut hat.

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