"Heute"-Verlag schnappt sich netdoktor.at

Teil einer "Digital-Offensive" - 2013 soll noch ähnlich große Plattform folgen

Mit 800.000 Unique Usern gehört netdoktor.at zu den meist besuchten Online-Gesundheitsportalen Österreichs. Und zwar eines, das jetzt den Besitzer wechselt. Wie das Magazin Trend berichtet, hat der hinter der Gratiszeitung "Heute" stehende AHHV-Verlag die Plattform vollständig übernommen.

Verhältnisse

Bislang stand netdoktor.at im Besitz des Gründers Christian Mate (60 Prozent) und der Telekom Austria. Bei AHHV versteht man den Kauf als Teil einer "Digital-Offensive", wie Geschäftsführerin Eva Dichand - die über eine Privatstiftung auch Haupteigentümerin ist - gegenüber dem Trend betont.

Zukauf

In diese "Offensive" sollen dieses und nächstes Jahr rund 10 Millionen Euro fließen. Entsprechend soll kommendes Jahr auch noch ein weiteres Portal ähnlicher Größe erworben werden. Zudem will Dichand ein "Digitales Labor" als Experimentierwerkstätte für neue Produkte in ihrem Haus etablieren. An neuen Printprodukten habe sie derzeit hingegen kein Interesse, wie die "Heute"-Chefin betont. (red, derStandard.at, 28.10.12)

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8 Postings

Oh je, wenn man nach der Seriosität von Heute gewichtet, wird das eine Dr.Sommer Seite werden.

R.I.P.

Das Ende von Netdoktor ...

Über Medizin-Seiten im Internet kann man unterschiedliche Meinungen haben; mit der Übernahme von Netdoktor durch den Verlag der Heute-Zeitung kann man die Seite wohl endgültig als minderwertig bezeichnen. Mehr noch steht zu befürchten, dass durch Falschinformationen (Heute ist nicht gerade durch korrekte Informationen bekannt) gefährliche Aussagen getätigt werden.

So schlimm find ich das ganze jetzt nicht.
Gibt schließlich noch Wikipedia :)

Wer sich bei medizinischen Fragen ans Internet wendet und nicht an jemanden, der jahrelang an der Uni war und Praxiserfahrung hat, ist eh selber schuld.

Ich mach das so: erster Schritt Internet, zweiter Schritt Arzt. Und es hat sich schon ein paar Mal herausgestellt, dass die Uni schon recht lang her ist und sich das Praxiswissen (beim Hausarzt) in begrenztem Rahmen bewegt. Wenn man dann konkrete Fragen zu Infos aus dem Netz stellt, kann das – einen aufgeschlossenen Arzt vorausgesetzt – schon zu einer exakteren Behandlung bzw. einer genaueren Analyse des Problems führen.

Die Infos aus dem Netz zu 100% für bare Münze zu nehmen ist natürlich nicht der richtige Ansatz.

Oh nein

Wenn sie sich an jemand wenden, der seit Jahren immer dasselbe macht, ohne jemals seltene Fälle zu sehen, ohne sich umfassend weiterzubilden, dann sind sie selber schuld.

najo

nicht jeder hat den hrn. dr. house persönlich als hausarzt...

von daher eine sehr sinnbefreite aussage. denn um die qualität des arztes tatsächlich bekunden zu können müsste der patient ja seinerseits arzt sein.

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