Telekom Austria: Laut "profil" deutlicher Cash-Flow Rückgang bis 2015

27. Oktober 2012, 11:22
  • Der Aufsichtsrat der Telekom Austria habe die Zahlen noch nie gesehen.
    foto: apa

    Der Aufsichtsrat der Telekom Austria habe die Zahlen noch nie gesehen.

Laut internem Papier von 1,7 Milliarden auf 630 Millionen Euro

Die Telekom Austria muss für die Geschäftsjahre 2013 bis 2015 ihren Ausblick deutlich korrigieren. Das schreibt das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Aus einem dem Magazin vorliegenden internen Dossier der Telekom Austria gehe hervor, dass sich der Free Cash Flow - die für Investitionen und Tilgung von Verbindlichkeiten verfügbaren Mittel - bis 2015 von ursprünglich 1,7 Milliarden Euro auf 630 Millionen Euro verringert, hieß es am Samstag in einer Vorab-Meldung. 

2013: Negativer Cash Flow von 362 Millionen Euro

Demnach geht das teilstaatliche Unternehmen allein 2013 von einem negativen Cash Flow von 362 Millionen Euro aus. Zuvor war man von einem Plus von 577 Millionen Euro ausgegangen. Laut "profil" waren die ursprünglichen Berechnungen erst Anfang des Jahres erstellt worden. 

Aufsichtsrat kennt "profil"-Zahlen nicht

Den Grund für die drastischen Korrekturen innerhalb von nur zehn Monaten wollte die Telekom laut "profil" nicht kommentieren: "Es ist aus unserer Sicht wenig sinnvoll, unterschiedliche Szenarien, die noch dazu in einen so dynamischen Markt wie dem unseren häufig angepasst werden, öffentlich zu diskutieren", sagte Telekom-Austria-Sprecher Peter Schiefer gegenüber dem Magazin. Keine Kenntnis von dem neuen Papier hat bisher der Aufsichtsrat: "Das ist mir völlig neu. Diese Zahlen wurden vom Vorstand bisher in keiner Sitzung präsentiert", sagte Aufsichtsrats-Vizevorsitzender Ronny Pecik laut "profil". (APA, 27.10.2012)

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18 Postings

Bim gespannt wie lange es noch dauern wird bis wir Steuerzahler unterstützend eingreifen dürfen.

Das ist ja fast so cool wie seinerzeit der beste Finanzminister Europas

Nur ist diesmal der Titel echt (über Inserate, Sponsoring, Kooperationen etc) gekauft.

Und so sieht der Herr aus:
http://www.telekomaustria.com/presse/bi... n-hans.JPG

Über 5.000 Pixel hoch . . .

Yesss

Allein, dass A1 390Mio Euro für die yesss Transaktion beisteuert sagt alles über die Planung aus! Offensichtlich sollen die auch noch über eine Barmittelreserve aus einer Anleihe beglichen werden. Und "3" lacht sich ins Fäustchen die bekommen damit auch noch das Bargeld für die gesamte Orangerestrukturierung

wenn der verkauf von orange an drei (um 980 mil.euro
plus verbindlichkeiten) und yesss an a1 (390 mil. euro)
tatsächlich so über die bühne geht dann lacht nur einer: krammer (über die telekom und hutchison). mfg

Ich darf das Posting von "1. Parteiloser" zitieren, das er zum ursprünglichen Artikel um 10:15h gepostet hatte: "Diese Telekom wurde schon abgewirtschafte, wahrscheinlich auch ausgeraubt!

Telekom, Eigenkapitalentwicklung:
2006: 2.823 Mio.
2007: 2.565 Mio.
2008: 2.155 Mio.
2009: 1.614 Mio.
2010: 1.477 Mio.
2011: 883 Mio.

In 5 Jahren das Unternehmen um satte 2.000 Mio. Euro geschädigt!

Da gibt es eine Masse an komischen Geschäften (über Schlaff) und viele, sehr viele Honornoten, welche die Kosten der Telekom ordentlich nach oben getrieben haben. Diese Unternehmen wurde von den Verantwortlichen als Selbstbedienungsladen gesehen und das Unternehmer, somit auch das Volksvermögen, erheblich geschädigt.

Diese grausamen Vorgänge laufen auch schon auch schon viele Jahre. Es wurde aber noch kein einziger Entscheidungsträger zur Verantwortung gezogen!

Ein Beispiel für den Ö Parteibonzemisthaufen?"

Passt!

kein Wunder, wenn man am Land maximal 8 Mbit verkauft und dann bestenfalls 2-4 Mbit ankommen. Mir sagte man, dass mit den Leitungen nicht mehr möglich ist und man daher entsprechend billig verkauft. Ich denke, viele Leute zahlen gerne mehr wenn die Geschwindigkeit & das Service passt. Bin daher bei der Kabelplus in NÖ, zahl für 25/2 pro monat 49 euro. das ist zwar nicht billig, aber dafür konstante bandbreite. ohne netzausbau am land wirds auf dauer nicht gehen - und ich red da jetzt nicht von dörfern mit 3 häusern. selbst bei uns im wienerwaldgebiet sind in den meisten gebieten kaum mehr als 8 mbit (technisch) möglich.

Bestandskunden sind bei diesem Verein die

Deppen. Das Management hatte und hat anscheinend kein Interesse Bestandskunden zu halten.

es macht fast den eindruck als wollte man langjährige kunden los werden.
ich kenne immer mehr die - wie ich - von a1 gewechselt haben und so schnell auch nicht mehr zurückkommen...
wer bleibt ist wirklich selbst schuld; das netz wurde m.e. auch immer schlechter. selbst in großstädten hatte ich in letzter zeit immer öfter gesprächsabbrüche...wie in der anfangszeit von gsm (oder bei telering ;) ) kam mir das vor

Nicht überraschend,

wenn Kompetenz durch Marketing ersetzt wird.

Habe es voriges Jahr am eigenen Leib erlebt: Kunden zuerst aggressiv abwerben und dann durch Inkompetenz vertreiben, das kann wohl auf Dauer nicht gut gehen.

Mittlerweile ist diese Firma einfach ein Sauhaufen.

Danke!

Meine Postings über meine negative Kundenerfahrung mit A1 werden hier leider alle unterdrückt.

Ich freue mich über jede negative A1-Schlagzeile.
Auch wenn wir Steuertrotteln dann wieder eine halbe Milliarde nachpfeffern dürfen, damit noch wer das verbliebene Torso "kauft" - siehe AUA . . .

wollen wir wetten,

das demnächst hier einsparungsmaßnahmen zu lesen sind oder sowas in der art

Als geneppter Nie-mehr-wieder-Ex-Kunde sage dazu: Hurra!

Vergönnt!

ist wohl die logische Konsequenz.

So ein Schwachsinn vom Profil...

Natürlich hat man weniger Casflow wenn man investiert oder andere Unternehmen aufkauft.
Wenn ich jetzt im Monat 500€ für einen Bausparer zahl hab ich auch weniger Cashflow...

Hausübung:

lernen, was "Cash Flow" bedeutet.

Hausübung

Original Artikel im Profil lesen.

Natürlich gehören Investitionen in Lizenzen, Frequenzen, Unternehmenskäufe in das Cash-Flow Schema.

Der operative Cash Flow (den du wohl meinst) ist dabei nur eine - nicht irrelevante - Zwischensumme.

Naja, grundsätzlich stimmt ja die Aussage,

dass Invesititionen den Cash Flow reduzieren. Eigentlich ist der Artikel nicht ganz sauber: der Journalist / die APA verwenden Free Cash Flow (gemeint hat der Autor wohl damit den operativen Cash Flow).

Dass der Kommentar natürlich inhaltlich wenig Sinn macht und auch den Artikel fehlinterpretiert ist allerdings unbestritten.

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