Bombenanschlägen: Dutzende Tote im Irak

28. Oktober 2012, 16:35
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Mindestens 25 Todesopfer

Bagdad - Eine blutige Anschlagsserie hat während der Feiertage zum islamischen Opferfest den Irak erschüttert. Sicherheitsbehörden und lokale Medien gingen am Wochenende von mindestens 25 Toten aus. Mehrere Angriffe richteten sich gezielt gegen Muslime schiitischer Glaubensrichtung.

Die Terroranschläge im Irak haben in diesem Jahr wieder zugenommen, seitdem der politische Streit zwischen den Parteien der Schiiten und Sunniten eskaliert ist. Fast täglich gibt es Angriffe. Meist werden die Anschläge dem irakischen Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida zugeschrieben.

In Bagdad explodierten nach Angaben aus Sicherheitskreisen zwei Bomben auf belebten Märkten - dabei starben mindestens sechs Menschen. 15 weitere wurden verletzt. Ein weiterer Sprengsatz hatte einen Bus mit iranischen Pilgern zum Ziel. Fünf Wallfahrer starben bei dem Angriff nördlich der Hauptstadt. Zwölf weitere wurden verletzt. In dem vorwiegend von Schiiten bewohnten Vorort Sadr-City gab es sieben Tote und rund 20 Verletzte, als eine Bombe detonierte, wie die Nachrichtenwebsite Sumaria News berichtete.

Nach Angaben aus Sicherheitskreisen töteten Bewaffnete zudem drei Mitglieder einer Familie in einem Haus in Mossul im Nordirak. Darüber hinaus wurden zwei weitere Menschen in der 400 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt erschossen. Sechs Menschen seien verletzt worden, als ihr Haus in die Luft gesprengt wurde, weitere zwei, als eine Autobombe in der Nähe einer Moschee detonierte.

In der Nähe der Stadt Bakuba nördlich von Bagdad kamen zwei Menschen bei einem Bombenanschlag und einem bewaffneten Übergriff ums Leben.

In der Provinz Salah al-Din nördlich der Hauptstadt gab es den Angaben zufolge sieben Verletzte, als eine Autobombe vor dem Gebäude einer schiitischen Agentur explodierte. (APA, 28.10.2012)

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