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vergrößern 600x400Begeistert im Spiegelpalast: Vanessa Alvarez.
Zehn Jahre ist es her, dass Palazzo zum ersten Mal die Zelte, "Spiegelpalast" genannt, in Wien aufschlug. Und so lädt das internationale Gourmet-Theater-Unternehmen unter dem Titel "Fools For Love" zur Jubiläumsshow ein. Etwas Besonderes hat man sich aber nicht einfallen lassen: Weder gibt es eine Rahmenhandlung noch einen roten Faden.
Durch den Abend führt diesmal eine Musicaldarstellerin aus den USA: Amy Gordon präsentiert viele Kleider, macht auf sexy Marlene - und singt natürlich, sie sei von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt. Die Zwischentexte, die sie in "schnuckeligem" Ami-Deutsch aufzusagen hat, vermissen mitunter Niveau. Zweimal schwärmt sie von der "steirischen Eichel" - und zweimal betont sie, Single zu sein: "Mein Mann hasst mich, wenn ich das sage."
Aber sie ist ein wahres Energiebündel - und sie lässt vier Stunden lang keine Langeweile aufkommen. Ihr Partner Peter Shub kämpft als Comedian mit der Widerborstigkeit von Alltagsgegenständen und der richtigen Aussprache des Wortes "plötzlich". Der Schwerpunkt der Darbietungen liegt aber, wenig ausgewogen, auf Körperakrobatik. Wirklich zu begeistern verstehen nur Vanessa Alvarez, die rote Tücher rotieren lässt, und Daniel Monni mit einer atemberaubenden Rola-Bola-Nummer.
Das Resümee: Diesmal war das Viergängemenü, wieder von Reinhard Gerer komponiert, besser. Auch wenn der "Einmeersaibling" bloß wie Lachs schmeckte. (trenk, DER STANDARD, 27./28.10.2012)
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nicht umbringen, wenn ich sage, dass bei diesem Tournee-Event noch nie, weder die Show, noch das Essen den irren Preisen nach kamen.
Mit gut 200 Euro pro Person (Eintritt, Mahlzeit und Wein) kann man wirklich Besseres bekommen, als einen Abend im kalten oder überheizten Ambiente, mit schlüpfrigem Humor.
Übrigens: gekocht wurde dort noch nie von einem der Spitzenköche, die für ein x-tausend-Euro-Honorar ihren Namen und ein Rezept hergeben, das von angelernten deutschen und politischen Reisenden vorgekocht und dann im küchenhochduttsch "regeneriert" bzw. auf gut wienerisch "aufg'warmt" wird.
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