Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Um Worte ist Alexander Dobrindt für gewöhnlich nicht verlegen. Doch diesmal dauerte es ein wenig, bis der CSU-Generalsekretär ebendiese in eigener Angelegenheit fand. "Beeinflussung von Medien ist nicht unser Stil und findet bei uns nicht statt", erklärt er in der Samstagsausgabe des Münchner Merkur.
Der am Donnerstag zurückgetretene CSU-Sprecher Hans Michael Strepp "hatte von niemandem eine Anweisung", so Dobrindt. Er selbst hätte einen solchen Anruf beim öffentlich-rechtlichen Sender ZDF "nicht geduldet und ihn untersagt, wenn ich Gelegenheit dazu gehabt hätte". Genau das jedoch glaubt die Opposition nicht.
Rückblick zum Wochenende: In Bayern finden - ein Jahr vor der Landtagswahl - gleich zwei Parteitage statt: In München der der CSU, in Nürnberg jener der SPD. Am Sonntag bekommt ein Redakteur der ZDF-Informationssendung Heute einen Anruf von Strepp. Dieser macht Druck und versucht einen Beitrag über die SPD und deren beliebten Spitzenkandidaten, den Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, zu verhindern. Er droht dabei mit "Diskussionen im Nachklapp", sollte das ZDF doch senden.
So zumindest stellt es das ZDF dar. Strepp selbst bestreitet den Anruf nicht. Er will jedoch keinen Druck ausgeübt, sondern sich bloß erkundigt haben, ob Seehofer-Herausforderer Ude auch in der ZDF-Berichterstattung vorkommen werde.
Sprecher wird entlassen
Es steht also Aussage gegen Aussage. Doch am Donnerstag bittet Strepp seine Chefs Dobrindt sowie Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer um die Entbindung von seinen Aufgaben - was im Politbetrieb als Chiffre für "Rauswurf" steht. Seehofer spricht danach im bayerischen Landtag von einem "notwendigen Schritt", weil Strepp nicht mehr vertrauensvoll mit den Medien zusammenarbeiten könne. Und er erklärt auch, die Beeinflussung von Medien sei "inakzeptabel".
Die Opposition will sich mit dieser Erklärung jedoch nicht zufriedengeben. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sieht Strepp als "Bauernopfer" und erklärt: "Niemand glaubt, dass ein Parteisprecher so etwas auf eigene Faust und ohne Kenntnis derjenigen macht, für die er spricht. Jetzt muss ans Tageslicht, welche Praktiken in der CSU üblich sind und wer wo Einfluss auf öffentlich-rechtliche Medien nimmt."
Auch Grünen-Fraktionschefin Renate Künast fordert Aufklärung: "Ich will wissen, ob es einen Auftrag gab oder ob das in Bayern Methode ist." Die CSU agiere, als habe "ihr der liebe Gott persönlich Bayern als Territorium geschenkt. Sie muss endlich lernen, dass dies nicht der Fall ist."
Seehofer ahnt, dass die Affäre nicht ausgestanden ist. Er sagt: "Ich glaube nicht, dass das Thema jetzt auf Knopfdruck erledigt ist. Das würde jeder Lebenserfahrung widersprechen." (Birgit Baumann aus Berlin/DER STANDARD, 27.10.2012)
Mit großem Pomp feiert die SPD am Donnerstag ihren 150. Geburtstag und macht Genossen in aller Welt eine neue linke Allianz zum globalen Geschenk
Die Anschaffung eines Jugendbetts ist vom Jobcenter zu bezahlen - Rechte der Hartz-IV-Empfänger gestärkt
Die Aufklärungsdrohne Euro Hawk sollte der neue Stolz des deutschen Verteidigungsministeriums werden. Doch das Projekt scheiterte, mehr als eine halbe Milliarde Euro Steuergeld versandete, der Minister ist unter Druck.
Offenbar rechtsextreme Täter hinter Attacke auf Anwälte
Parteienforscher Frank Decker über die politische Gemengelage vor deutscher Bundestagswahl
Nach vier Jahren Aufenthalt keine Genehmigung der Bundesagentur für Arbeit mehr erforderlich
Der SPD-Spitzenkandidat für Bayern wurde mit dem das Goldenen Ehrenzeichen des Landes Wien ausgezeichnet
Die deutschen Grünen arbeiten ein dunkles Kapitel ihrer Vergangenheit auf
Bundeswehr wusste schon seit 2004 von Zulassungsproblemen - De Maiziere entschied sich 2011 trotz Problemen für Fortsetzung
Daniel Cohn-Bendit zieht die Konsequenzen aus Pädophilie-Vorwurf, verzichtet auf einen Preis und steigt 2014 aus der Politik aus
93-Jähriger soll an mindestens neun Vernichtungsaktionen beteiligt gewesen sein
Antrag für ständige Online-Mitgliederversammlung scheitert knapp - 26-jährige Katharina Nocun neue politische Geschäftsführerin
Friedrich kündigt Reform des Aufenthaltsgesetzes an
Arbeitsgruppe soll Geld von Partei und Fraktion erhalten haben
SPD-Kanzlerkandidat präsentiert Mitglieder seines Schattenkabinetts
Wegen Beihilfe zum Mord - 93-jähriger soll von 1941 bis 1945 im Vernichtungslager tätig gewesen sein
SPD-Chef Gabriel fordert 120 km/h-Grenze und bringt damit Spitzenkandidat Peer Steinbrück in die Bredouille
CDU und CSU rutschten erstmals unter 40 Prozent
FDP prangert "Selbstbedienungsmentalität" im Freistaat Bayern an
Verteidigungsminister De Maiziere erwartet jedoch keine Entscheidung vor Bundestagswahl
Der Agrarminister beschäftigte etwa seine Frau, seine Schwester und seine Nichte
Christa Stewens folgt dem zurückgetretenen Georg Schmid
CSU-Minister und Abgeordnete beschäftigen Familienmitglieder auf Staatskosten - Liste mit 79 Abgeordneten veröffentlicht
Ehefrau war für 5500 Euro pro Monat im bayerischen Landtagsbüro beschäftigt
Deutsche Liberale gehen zerstritten in den Wahlparteitag
Der Pressesprecher eines schwarzen Spitzenpolitikers (zB Pröll...) ruft mit Interventionswünschen beim öff. Rundfunk (ORF) an und der geht damit sofort in Öffentlichkeit.
Wer verliert anschließend den Job?
Fazit1: Das unterscheidet DE von AT.
Fazit2: Deswegen geht bei unserem sauberen politfreien ORF nur ein Masochist oder einer mit dringenden Pensionsgelüsten mit sowas in die Öffentlichkeit
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.