Generäle machen gegen Berufsarmee mobil

26. Oktober 2012, 19:33

Medienberichte: Nach Entacher warnen nun auch andere Spitzen-Militärs vor höheren Kosten

Wien - Nach langem Schweigen in der Debatte um die Wehrpflicht positionieren sich ranghohe Generäle. Es zeigt sich, dass Generalstabschef Edmund Entacher nicht allein ist mit seinen Bedenken gegen die von Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) präferierte Berufsarmee. Die Auseinandersetzung wurde zuletzt medial auf Entacher fokussiert, nun melden sich auch andere Generäle zu Wort und warnen vor den höheren Kosten einer Berufsarmee, berichtete der "Kurier" am Samstag.

So sagte der Einsatzchef des Heeres, Generalleutnant Christian Segur-Cabanac, bei einer Veranstaltung, es sei "ein klares Faktum, dass eine Berufsarmee, die den gleichen Leistungsumfang wie das heutige Bundesheer haben soll, ein Mehrfaches kosten würde." Auch der frühere Abwehrchef und nunmehrige Adjutant des Bundespräsidenten, Generalmajor Gregor Keller, sagte im "Kurier", dass "in Zeiten sinkender Budgets und gleichzeitig steigender Bedrohungspotenziale, insbesondere im subkonventionellen Bereich, die Aufgaben nur mit der allgemeinen Wehrpflicht abgedeckt werden können."

Minister Darabos hat bisher bestritten, dass ein Berufsheer mehr kosten würde. In der "Tiroler Tageszeitung" (Feiertagsausgabe) gibt er jetzt zwar zu, dass man "eine Übergangsfinanzierung brauchen" würde, "weil wir nicht so schnell Personal abbauen können", er bleibt aber dabei, dass ein Berufsheer am Ende "kostenneutral" sei. (APA, 26.10.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 262
1 2 3 4 5 6
www.wehrpflichtade.at - Wie man sich das so vorstellt.

Hab gerade nachgelesen, das ist ja ein Kabinett des Grauens, was sich da auftut. Schikanen, psychische Gewalt, Aggressionen, Sinnlosigkeit bis zum Exzess.

Allein deshalb bin ich für die Abschaffung, weil junge Menschen vor dieser Tr****haftigkeit geschützt werden müssen.

Turnpatschenmarschierer!

Leute wie Sie sollte man gleich für 10 Jahre zwangsrekrutieren! Haben Sie schon mal einen Krieg ohne Gewalt geführt, ahnungloser Kerzerlprotestierer!

Ich habe nicht bis ´74 im Minsker Unterholz die Stellung gehalten, um dann das Land in Händen verweichlichter Waffenverweigerer zu sehen. Marschieren Sie mal heim aus Russland bei Minus 70 Grad, dann werden Sie schon sehen, was ein ordentlicher Exzess ist, Weichling! Mein Gott, was haben wir durchgehalten für dieses Land, die Schuhsohlen gefressen, Tannenzapfensuppen gekocht und dann das!

nicht schlecht die satire

vielleicht können sie noch ein wenig draufhauen, dass die unterholzners unser land zuerst kaputt ge"kriegt" haben und dann stolz wieder aufgebaut haben. hats damals noch kein lego gegeben?

Was heißt hier Satire?

Zum "stolzen" Wiederaufbau kann ich nur sagen: Habe ich nicht miterlebt, ich war ja keiner der Aufgeber, die 1945 unter die warme Decke gekrochen sind. Ich habe gekämpft bis zum letzten Mann und der letzte Mann war am Ende ich selbst. 1970 waren wir noch zu Dritt. Der Gefreite Hirnschrot, Fähnrich Halfter und ich. Der Gefreit wurde dann Opfer des Hungerwinters ´72, Halfter wollte sich 1973 nicht selbst verkochen für mich und so haben sich die Reste der einst stolzen deutschen Armee aufgelöst. 1974 bin dann auch ich heimgekehrt.

Aber zurück zum Wiederaufbau: Es wäre unter meiner Würde gewesen, die Trümmer des polnischen Erstschlages zu beseitigen - wäre ja noch schöner gewesen!

...ja, heute war es schon in der KZ angekündigt,

und schon wirkt die Sonntagsbotschaft. Sie hat ihr erstes Opfer gefunden. So laufen die Dinge in unserem Land. Pándi, auch unser Super-Redaktor verweist auf die Seite und schon, flugs und dralala finden sich die ersten Wortmeldungen hier.

Auch aus diesem Grund bin ich im Übrigen dafür, dass der Mediamil-Komplex zerschlagen werden muss, jetzt besser als später. Er zerstört nachhaltig die Demokratie in Österreich! Auch Peschek wird sie nicht retten können, da mag er herumsäuseln in der jetzigen Ö1-Diskussion.

Zerschlagen wir ruhig Mediamil.

Und die Raiffeisen soll aus allen Medien-Beteiligungen raus und die Presseförderung sollte so gestaltet sein, dass sie die ÖVP die Zeitungen nicht mehr via Raika + Subkonzerne kaufen kann, vor allem auch nicht auf Lokal-Ebene.

...und außerdem durch Inserate nicht die KZ,

Oggi, oder Austria finanziert werden. Das kommt den Steuerzahler wesentlich teurer, außerdem befällt 'Inseratitis gravis' rasch Politikerhirne. Die ersten Anzeichen dafür sind: schlechtes Gedächtnis und Erinnerungsvermögen und Vermeidungssucht, schlußendlich zu Feigheit!

...genauso ist es, und den Rest dazu!

Zivildienst

Es muss endlich mit der Mähr aufgeräumt werden, dass der Zivildienst ausschließlich Hilfsorganisationen zugute kommt.
Viele Muttersöhnchen absolvierten ihren Zivildienst in Großkoalitionären Parteizentralen und wurden dort zu Populisten ausgebildet. ( zB Werner F usw. )

...ja, das darf man einfach nicht vergessen.

Müssen die Kinderfreunde auf Zwangsverpflichtete zurückgreifen, warum akzeptieren sie dort den Sklavendienst?

Angeblich soll ein Grundwehrdiener von Vorgesetzten bis zum akuten Nierenversagen schikaniert worden sein - so eine eingebrachte Beschwerde an die Kommission. Allein der medizinische Schaden, den Rekruten durch die Wehrpflicht erleiden,

sollte einmal genauestens erhoben u "eingepreist" werden.

Ist der Beschwerdeführer nun Dialysepatient für den Rest seine Lebens? Benötigt er kostspielige OPs/Spenderorgane?

Viele junge Männer (tw freiwillig verpflichtet) klagen in späteren Jahren über massive gesundheitliche Schädigung, die sie beim BH erlitten haben.

1 Fall aus vielen: nahezu vollständiger Hörverlust auf einem Ohr nach Abfeuern eines Geschosses.

Diesem Aspekt wurde mE bisher viel zu wenig Bedeutung beigemessen.

Von seelisch-mentalen Verletzungen, die angetan sind, viele Rekruten für den Rest ihres Lebens zu traumatisieren/verkrüppeln, ganz abgesehen.

Auch hier müsste viel mehr mit Anwälten u Klagen zum Schutz der männlichen Bevölkerung vorgeganen werden.

falls es so sein sollte, dann würde es mich echt nicht wundern.
ich kenn jemanden der eine volle berufsausbildung hat, diesen beruf aber nicht ausüben kann, da er von einer behandlung im militärspital schwere bleibende schäden davongetragen hat.
sämtliche therapien oder einkommensausfälle auch in der zukunft muss das heer bezahlen, das zu erstreiten war aber auch nicht einfach.

sehen Sie...

da sind wir bei den "versteckten" Kosten der Wehrpflicht!

Profis wissen genau, wie sie sich schützen.

Ich möchte nicht wissen, wie viele Millionen € allein aus diesem Titel an während des Präsenzdienstes geschädigte Männer zu leisten ist.

Noch dazu: die Dunkelziffer muss viel höher liegen.

vielleicht klagt 1 von 100 mit Anwalt die gesamte Institution.

Der rekonstruierbare Schaden, den die Wehrpflicht in dieser Form zu verantworten hat, ist umso größer.

Das Problem sind meiner Meinung nach nicht die Kosten für die Entschädigungen, sondern die Tatsache, dass die Gesundheit junger Menschen leichtfertig aufs Spiel gesetzt wird - nach dem Motto "sind eh noch jung, da halten sie sowieso alles aus".

Die Generäle

haben es sich gut eingerichtet im System.
Man kann auch sagen, sie fühlen sich wohl wie die Maden im Speck.
Ihre ablehnende Haltung zu einem Berufsheer ist daher verständlich. Ziemliche Egoisten.

Vom Kriege: Zitat aus einer Rezension zu Clausewitz, Herr General Entacher:

"Dem preußischen General von Clausewitz gebührt der Verdienst, als erster den politischen Instrumentalcharakter des Krieges bei seiner Untersuchung des Verhältnisses von Krieg und Politik erkannt zu haben. 'Der Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit andern Mitteln.' Sein von daher klares Postulat: Das Militär hat sich der Politik und den von ihr bestimmten Zielrichtungen unterzuordnen."

...also: Schreibens ein Buch und wiederlegen´s den Herrn Clausewitz oder sanns ruhig und gehn´s in Pension.

Wünsche aus dem Generalsekretariat einer Partei sind irrelevant

...he 'peter Egon', Du hast Dich mit Clausewitz

verstanden. Das ist doch phänomenal, das hätte sonst kein österreichischer Generalstabsoffizier geschafft!

Wir sollten dem Rat der Fachleute trauen und nicht dem unterbemittelten Darabos.

Keinen Euro mehr für ein Berufsheer. Wir brauchen das Geld dringendst wo anders. Das nächste Solidar- Paket für Griechenland wird geschnürt. Faymann will auch Eurobonds, damit steigen unsere Zinsen, siehe die Vereinbarungen mit Monti. Irgendwo muß das Geld ja herkommen, umso mehr, da unser Schuldenberg laufend wächst.

Gut möglich dass ich gegen das berufsheer stimme nur aus dem einen Grund dass ich darabos verachte.

dann müssen sie aber fürs berufsheer stimmen,

wenn sie einen verteidigungsmisnister verachten. ich glaube so ziemlich alle vorgänger waren övpler und fpler. da gibts sogar einen, der sich selber entfernt hat... ich habe diese viel mehr verachtet, weil die aber schon gar nix getan haben.

auch wenn ich den grund bedenklich finde, eine stimme mehr für die richtige entscheidung.

Warum, bitte erklären Sie mir, warum sollte die Beibehaltung der Zwangsarbeit gut sein?

Ich verstehe echt nicht, wie man im 21. Jahrhundert Zwangsarbeit so unterstützen kann.

Ich bin für die Wehrpflicht.
Ich bin nicht abgeneigt den GWD auszusetzen.

Diese Option steht aber leider nicht zur Verfügung.

...nichtmal die Grünen wollen die WP aus der Verfassung streichen...

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 262
1 2 3 4 5 6

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.