Für Obama, aber nicht aus Begeisterung

27. Oktober 2012, 09:00

Lateinamerikaner lehnen Politik der US-Republikaner unter Romney strikt ab

Könnte Lateinamerika die US-Wahl entscheiden, stünde der Sieger längst fest: Barack Obama. Wenn er dürfte, würde er Obama wählen, tönte sogar Venezuelas linkspopulistischer Präsident Hugo Chávez, sonst gerne entschiedener Kontrahent der USA.

Auch in den meisten anderen Staaten Lateinamerikas liegen die Sympathien eher bei den als liberaler und toleranter eingeschätzten Demokraten - auch wenn keine andere Regierung bisher so weit ging wie Chávez, sondern diplomatisches Schweigen walten lässt. Aber es ist ein offenes Geheimnis, dass die Mexikaner nicht erfreut waren, als Mitt Romney ihr Land in einem Zug mit Somalia und Afghanistan als "gescheiterte Staaten" bezeichnete.

Und auch Regierungen wie Uruguay und Guatemala, die sich für die Legalisierung von Drogen einsetzen, haben Interesse an der Wiederwahl Obamas. Zwar gab es auch unter ihm keine Wende in der restriktiven Antidrogenpolitik, aber immerhin widersetzten sich US-Demokraten im Rahmen der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) nicht einer Debatte über Sinn und Effizienz des Antidrogenkriegs - ein Dogma, das unter Romneys Republikanern wohl kaum zu hinterfragen wäre.

Problemthema Migration

In Sachen Migrationspolitik hingegen sind die Lateinamerikaner ernüchtert. Selbst unter Obama wurde die Grenzmauer zu Mexiko befestigt und militarisiert, wurden die Migrationsgesetze verschärft und eine unmenschliche Abschiebepraxis fortgesetzt.

Doch bei dem Thema können die Republikaner ebenso wenig punkten - dort fallen Sätze wie "Migranten sind Hunde"; dort wird offen Sympathie gezeigt für paramilitärische Farmer an der Grenze, die Kopfgelder auf Migranten ausloben.

Auch bei Kuba sind die Dinge längst so festgeschrieben, dass nach Ansicht des in den USA lehrenden Experten Tomas Bilbao kein Präsident kurzfristig große Änderungen vornehmen kann.

Entsprechend gering ist das Interesse der Region an den US-Wahlen. Und ebenso nüchtern sind die Erwartungen: "Lateinamerika ist ein Randthema für die USA und wird es auch nach der Wahl bleiben", so der salvadorianische Journalist Hector Silva. Nach der dritten Kandidatendebatte twitterte der mexikanische Journalist Leon Krauze enttäuscht: "100.000 Tote im Nachbarland Mexiko, und keiner verlor ein Wort darüber."

Aber das hat auch Vorteile: Der Aufschwung hat Lateinamerika selbstbewusster werden lassen - und unabhängiger. Länder wie Brasilien und Peru handeln inzwischen mehr mit China als mit den USA, Panama finanziert sich selbst erfolgreich aus den Einnahmen des Kanals, und El Salvador hat in der Regionalmacht Brasilien einen neuen, sehr starken Partner gefunden. (Sandra Weiss aus Puebla /DER STANDARD, 27.10.2012)

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10 Postings
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Ich würde Obama wählen und mein Umfeld auch,
mit Erfolg sollte er dann gleich die Verfassung auf drei Amtsperioden ändern.

Obama ist innen- wie außenpolitisch der "gemäßigte" Kandidat, der seine Schandtaten eher im Hintergrund begeht. Romney würde persönlich härter auftreten. Im Endeffekt sind die großen Unterschiede aber nicht zu erkennen.

http://steveanorizz.wordpress.com/2012/11/0... haftswahl/

The President's Best Men…

…Nach dem PR-Massaker in Kolumbien, wo die Secret-Bediensteten des Ohrwaschlpotus ihre ganz persönliche Secretabsonderung nicht bezahlen wollten…

http://derstandard.at/plink/133... 1/25680785

…erfahren wir nun tatsächlich, daß sich einer jener Secrethelden "selbst" das Leben genommen hat:

http://www.cbsnews.com/8301-201_... fair-probe

Das sind ja beinahe schon clintonische Verhältnisse oder Zustände, wie im Stall des Augias.



War on 'error, Folge 1313: "Obamukles, wo bist du nur, wenn dich niemand braucht?"

Die Überschrift gilt glaub ich für jeden links-stehenden Menschen

dazu muß man nicht links stehen...

... es genügt wenn man nicht vom Kapital gekauft ist. Oder wenigstens etwas Verantwortungsbewusstsein hat. Es hilft auch ungemein, wenn man Menschen- und Bürgerrechte über die von Konzernen stellt.

Nicht vom Kapital gekauft?

Sie wissen aber schon, dass Obama seit Amtsantritt den seinen Wall Street Freunden nach dem Mund redet? Ein amerikanischer Präsident soll nicht vom Kapital gekauft sein... erfrischender Humor, den Sie an den Tag legen.

Wohlwollende meinen halt: "Obama ist weniger offensichtlich vom Kapital gekauft als Romney", weniger Wohlwollende: "Obama erfüllt seinen Auftrag nur geschickter als Romney"

vladimir wuenscht sich obama......
hugo wuenscht sich obama......
benjamin und avigdor wollen romney....
die chinesen wollen natuerlich romney.....

manche behaupten noch immer, dass es zwischen den republikanern und den demokraten keinen unterschied gibt....

"die chinesen wollen natuerlich romney..... " Wo haben Sie das her?

Putin wünscht sich Romney, damit er sich profilieren kann. Das geht bei einem Obama mit seinen moderaten Tönen, Verhandlungsbereitschaft und Zugeständnissen (Raketenschild in Osteuropa) halt nicht so gut.

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