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Hurrikan "Sandy" hinterließ auf Kuba eine Spur der Verwüstung.

Auf starben nach Behördenangaben 16 Menschen, tausende Hütten stürzten ein.
Miami - Auf seinem zerstörerischen Weg durch die Karibik hat der Hurrikan "Sandy" mindestens 34 Menschen in den Tod gerissen und schwere Sachschäden angerichtet. Allein auf Haiti starben am Donnerstag nach Behördenangaben 20 Menschen in Folge des Sturms. Während "Sandy" leicht abgeschwächt auf die US-Küste zusteuerte, warnten Meteorologen, der Hurrikan könne in wenigen Tagen zu einem sogenannten Monstersturm heranwachsen.
In Port-au-Prince zogen die Behörden eine verheerende vorläufige Bilanz des Unwetters: Unter den 16 Toten waren demnach eine Frau mit ihren vier Kindern, deren Haus zusammenstürzte. Tausende Hütten hätten "Sandy" nicht standhalten können, teilten die Behörden mit. Über 10.000 Menschen hätten ihr Zuhause verloren. Einige Regionen Haitis sind demnach gänzlich abgeschnitten, weil das Straßennetz zerstört worden sei.
Auf Kuba und Jamaika hinterließ "Sandy" ebenfalls eine Spur der Verwüstung. Elf Menschen mussten nach Angaben der Behörden in Havanna ihr Leben lassen, darunter ein viermonatiges Kind, das zusammen mit Angehörigen verschüttet worden sei. Im Fernsehen waren überflutete Felder und entwurzelte Bäume zu sehen. In Jamaikas Hauptstadt Kingston kam ein älterer Mann durch den Sturm ums Leben.
Nachdem er am Donnerstagabend mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 169 Stundenkilometern auf den Bahamas getobt hatte, befand sich der Wirbelsturm am Freitagnachmittag nördlich der Bahamas-Insel Great Abaco. In der Nacht zum Freitag schwächte sich "Sandy" auf dem Weg Richtung USA zu einem Hurrikan der Stärke eins ab.
Meteorologen warnten jedoch, dass er sich mit einem nordöstlichen Tiefdrucksystem vereinigen und zu einem Monstersturm heranwachsen könne, bevor er die US-Küste erreiche. Nach Angaben des Nationalen Hurrikanzentrum in Miami könnte dies um Halloween am 31. Oktober herum geschehen. US-Medien sprachen in Anspielung auf das Hexen- und Gespensterspektakel bereits vor einem drohenden "Frankensturm".
Es bestehe die Gefahr, dass sich das Wetter-Gebräu zu einem außergewöhnlichen Sturm entwickele, warnte Meteorologe Brad Panovich: "Ein Teil Hurrikan, ein Teil Nordoststurm und ein Teil Blizzard treffen hier aufeinander." Laut Vorhersage des US-Hurrikanzentrums NHC soll "Sandy" sich in den nächsten Tagen parallel zur Ostküste der USA bewegen, bevor er Richtung Nordwesten schwenkt und am frühen Dienstagmorgen kommender Woche in der dicht besiedelten Region nördlich der Hauptstadt Washington auf Land trifft.
In Florida waren die Behörden bereits in Alarmbereitschaft. Bewohner der Küstengebiete wurden angewiesen, sich vorzubereiten und Vorräte anzulegen. In mehreren Landkreisen wurden die Schulen für den Rest der Woche geschlossen. (APA, 26.10.2012)
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