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Über Jahre hatte sich Silvio Berlusconi mit Sondergesetzen aller Art einer Verurteilung entzogen. Das fatale Urteil zu vier Jahren Haft wegen Steuerbetrugs kam, als kaum noch jemand damit gerechnet hatte. Es besiegelt den endgültigen Sturz eines Monarchen, der fast zwei Jahrzehnte italienischer Politik geprägt hat. Eines von einem übermächtigen Ego getriebenen Populisten, dem Skandale und Entgleisungen über Jahre nichts anhaben konnten. Mit einer Verurteilung war viel eher im Ruby-Prozess gerechnet worden, der in wenigen Wochen zu Ende geht und in dem der 76-Jährige zum zweiten Mal verdonnert werden könnte.
In seinem als Plastikpartei verspotteten Volk der Freiheit (PDL) war Berlusconi stets uneingeschränkter Herrscher. Er bestimmte, wer kandidieren, wer ein wichtiges Amt bekleiden durfte oder wer - wie sein Gegenspieler Gianfranco Fini - gnadenlos gefeuert wurde.
Es ist eine Ironie des Schicksals, dass seine Verurteilung nur einen Tag nach seinem endgültigen Rückzug aus der Politik erfolgte. In den vergangenen Wochen hatte sich Berlusconi kaum mehr in der Öffentlichkeit gezeigt, halsstarrig davon geträumt, noch einmal an die Macht zurückzukehren - notfalls mit einer neuen Partei. Doch der Glanz war längst verblasst, das hohe Alter auch mit teuren Kuren kaum zu kaschieren. Das Mailänder Gericht hat nun ein Denkmal vom Sockel gestoßen, dessen Risse längst unübersehbar waren. (DER STANDARD, 27.10.2012)
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Wir haben einem Jörg Haider 20 Jahre zugesehen, lange davon an der Macht in Kärnten. Wir haben auch zugesehen, mit welcher Chuzpe seine Leute im Bund Postenschacher und Repubikplünderung hoch drei betrieben haben, ehe diese Ministerium auch nur buchstabieren konnten, geschweige denn führen.
nie im leben wird dieser herr ein gefängnis von innen sehen. es rettet ihn die verjährung, wenn nicht die dann das alter.
und seine politische karriere sehe ich auch nicht beendet. italiener sind ein wenig eigen in ihren wahlentscheidungen. ob's noch für ein ernstzunehmendes amt reicht ist aber durchaus fraglich.
Ob er nun vielleicht wie normale Sterbliche ein paar Monate hinter Gittern landet oder daheim in Arcore schmoren muß, ist eigentlich auch völlig egal. Geld und Einfluß hat er genug, daß er auch im Knast halbwegs normal leben könnte, und gefährlicher Gewalttäter ist er selbst auch keiner, so gesehen macht's also für den Rest der Welt keinen großen Unterschied, wo er "weggesperrt" wird. Wichtig ist nur, daß er und seine direkten Einflußträger tatsächlich nicht mehr in die Politik zurück kommen können. Selbst wenn's alles andere als gerecht ist wenn er daheim feiern kann statt tatsächlich einzusitzen, aber eine pragmatische Lösung mit den Interessen des Staates im Mittelpunkt bringt sicher mehr als idealistische Ansätze ohne reale Chancen.
Ob er nun vielleicht wie normale Sterbliche ein paar Monate hinter Gittern landet oder daheim in Arcore schmoren muß, ist eigentlich auch völlig egal. Geld und Einfluß hat er genug, daß er auch im Knast halbwegs normal leben könnte, und gefährlicher Gewalttäter ist er selbst auch keiner, so gesehen macht's also für den Rest der Welt keinen großen Unterschied, wo er "weggesperrt" wird. Wichtig ist nur, daß er und seine direkten Einflußträger tatsächlich nicht mehr in die Politik zurück kommen können. Selbst wenn's alles andere als gerecht ist wenn er daheim feiern kann statt tatsächlich einzusitzen, aber eine pragmatische Lösung mit den Interessen des Staates im Mittelpunkt bringt sicher mehr als idealistische Ansätze ohne reale Chancen.
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