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Halle - Die Hochsteckfrisur ist keine Erfindung der Neuzeit. Schon in der mittleren Bronzezeit vor rund 3400 Jahren war sie modern. Das belegt jetzt die aufwendige Öffnung eines Hügelgrabes unter Laborbedingungen in Halle.
Forscher aus Sachsen-Anhalt haben eine 3400 Jahre alte Bronzenadel entdeckt und als Haarschmuck identifiziert. "Das belegt, dass komplizierte Hochsteckfrisuren schon in der mittleren Bronzezeit modern waren", sagte der Leiter der Restaurierungswerkstatt des Landesmuseums für Vorgeschichte, Christian-Heinrich Wunderlich, der Nachrichtenagentur dpa. "Vermutlich kannten die Menschen schon viel früher Frisuren, aber mit der Nadel ist einer der bislang ältesten Nachweise für eine Haarschmuckpracht gelungen." Die Nadel stammt aus dem Hügelgrab einer Frau in Oechlitz, das bereits 2009 geborgen und jetzt unter Laborbedingungen in Halle geöffnet wurde.
Die Bronzenadel ist 17 Zentimeter lang. An einem ihrer Enden befindet sich ein Rad mit dem Durchmesser von 4,4 Zentimeter. "Diese Radnadel lag zusammen mit zwei ineinandergeschlungenen Bronzedrahtringen am Kopf der Frau", sagte Archäologe Marek Vercík.
Hügelgrab bereits 2009 geborgen
Bislang waren Radnadeln nur als Bekleidungszubehör zum Verschließen von Mänteln und Umhängen aus den Hügelgräbern Mitteleuropas und Frankreichs bekannt. Das Hügelgrab von Oechlitz wurde bereits 2009 bei der archäologischen Erkundung der künftigen ICE-Bahnstrecke Erfurt-Halle-Leipzig geborgen - komplett als Block. Jetzt wurde es unter Laborbedingungen in Halle geöffnet.
Die Haarnadel wird in einer erweiterten Dauerausstellung ab dem 7. Dezember im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle zu sehen sein. In diesem neuen Abschnitt werden auf 410 Quadratmetern rund 1500 Exponate gezeigt. (APA, 26.10.2012)
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An alle die sich für die Bronzezeit stark interessieren, in folgenden Tread unseres Geschichteforums könnt ihr etliches über diese Zeit finden:
http://www.forum-geschichte.at/Forum/sho... hp?tid=538
Wenn ihr denkt, da weiß ich mehr darüber, freuen wir uns über jeden der mit uns diskutieren möchte (Anmeldung ist natürlich Kostenlos).
Eine interessante Seite finde ich (nach kurzer Durchsicht). Mir geht es auch ein bisschen daraum Möglichkeiten aufzuzeigen. Hier schreiben viele historisch interessierte Leute, gut das es die Möglichkeit gibt, mir ging es vor etlicher Zeit aber so das ich mich in größeren Rahmen äußern wollte und das ich wollte das Beiträge länger präsent bleiben.
Denke beide Foren bieten hier in unterschiedliche Richtungen, Möglichkeiten - die es verdient haben aufgezeigt zu werden.
is euch schonmal aufgefallen, dass man zwischen die naturwissenschaften (physik, chemie, bio, ..., archäologie) keinen keil treiben kann?
sie sind absolut kohärent.
ich will nicht sagen dass sie vollständig und fehlerfrei sind, aber wenn jemand einen fehler in der wissenschaft findet, hat er zum erhärten der wiss. beigetragen, nicht zu deren auflösung.
so, liebe esos und religiösis, wie kann man eure kosmos- und gottgegebenen "weisheiten" durch testung erhärten?
durch denken zerfällt eso und reli
leider können zu wenige individuen klar denken
ramen
Ja die Geisteswissenschaftler wissen auch, dass sie Wissenschafter sind. Es gibt überhaupt keinen Grund, sie gegenüber den Naturwissenschaften hinunter zu spielen.
Auch die Gewis kämpfen gegen die Front der selbsternannten Experten, Esoteris und Erleuchtungspropheten. Nur dass die Arbeit der Ebene oft mühsam ist - jahrelanges Zusammentragen von winzigen Schnipseln, die auf den ersten Blick nicht spektakulär erscheinen. Und das dann ist der Öffentlichkeit oft schwer zu vermitteln, denn die will immer gleich den neuesten Superlativ sehen.
Inoffiziell auch. Die letzten Versuche eine "rein naturwissenschaftliche" Archäologie zu betreiben sind mit der New Archaeology ziemlich spektakulär gescheitert, auch wenn man das in der Vorgeschichte (im angloamerikanischen Raum) vielleicht teilweise noch anders sieht.
Archäologie ist eine sehr stark interdisziplinär angelegte Kulturwissenschaft, die je nach Spezialisierung eng anderen Fächern aller übrigen Wissenschaftszweige zusammen arbeitet. Der dadurch entstehende Einschlag kann eher natur- oder kulturwissenschaftlich sein, und in extremen Fällen mag der Eindruck entstehen, man könnte die Archäologie umklassifizieren – so ganz ist das aber nicht möglich und auch nicht sinnvoll.
Naja, ob die New Archaeology 'rein 'naturwissenschaftlich' ist oder sein wolltem, kann man recht lange streiten. Mal abgesehen davon, dass der angloamerikanische Raum sich seit der New Archaeology (auch Prozessualismus genannt) inzwischen schon lange grossteils zum Postprozessualismus (und potentiell dank des 'material turn' und einiger anderer theoretischer Strömungen potentiell inzwischen zum Postpostprozessualismus) weitergehantelt hat und die New Archaeology damit seit etwa den 1980ern bereits ein alter Hut ist...
Richtig, hab ich ja auch so (leicht überspitzt) geschrieben? In der prozessualen Archäologie hat man sich deutlich bemüht die Archäologie an die Naturwissenschaften bzw. Anthropologie ranzurücken. Gerade im amerikanischen Raum, wo die Archäologie auch meist institutionell an die Anthropologie angegliedert ist, wirkt das noch wesentlich stärker nach.
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