Rekordjagd und Paukenschlag in der Krieau

26. Oktober 2012, 17:25
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Neue Rennbahn als Basis, Hunyady als Highlight

Wien - Das Programm würde für mehrere Renntage reichen - die Wiener Krieau bietet am Sonntag Traben vom Feinsten. Highlight ist das Hunyady-Gedenkrennen, in dem die besten heimischen Traber auf internationale Konkurrenz treffen. Darüber hinaus wird im Poschacher-Momorial der beste dreijährige Inländer gekürt, und im Flieger-Derby gibt der Derbysieger auf der Kurzstrecke seinen Jahrgangskollegen 2008 Gelegenheit zur Revanche. Allein in diesen drei Rennen werden 85.000 Euro verteilt - eine gewaltige Summe für den Trabrennverein, der an "normalen" Renntagen über kaum mehr als 20.000 Euro an Rennpreisen verfügt.

Ergeben hat sich diese Ballung auch aus der verzögerten Fertigstellung der neuen Krieauer Piste. Da lief einiges schief. Zwei Renntage mussten nach Baden verlegt werden. Aber jetzt zeigt die neue Bahn mit den stark überhöhten Kurven, welchen Speed sie den Pferden ermöglicht. Die Rekorde purzeln nur so.

Gar nicht schlecht stehen die Chancen, dass das Hunyady-Sieggeld von 15. 000 Euro im Land bleibt. Zwar hat der Holländer Hugo Langeweg, der 2010 und 2011 gewann, mit Global Money wieder den Favoriten im Rennen, aber heimische Pferde wie Derbysieger Kaka, Alegro oder Last Man Standing sollten Paroli bieten können. Besucher können auf den Sieger tippen und via Tombola (Lospreis 5 Euro) einen zweijährigen Traber gewinnen.

Jedenfalls ist der Renntag ein Paukenschlag vor dem schwierigen Winter, der sich mit dem Entfall des nächsten, für dritten November geplanten Renntags schon ankündigt. Ansonsten hätten binnen zehn Tagen vier Events in Österreich stattgefunden. "Das geht sich mit dem Pferdebestand nicht aus", sagt WTV-Manager Thomas Kancnyr. Die Krieau tröstet sich mit einer Veranstaltung am ersten Dezember-Sonntag, wird aber ansonsten wie in der Vorsaison nur an jedem zweiten Winter-Sonntag veranstalten. (dol, DER STANDARD 26.10. 2012)

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