Metro will mit Stellenabbau in IT Millionen sparen

In Düsseldorf sollen bis September nächsten Jahres 350 Jobs wegfallen - Arbeitnehmervertreter: "Fataler Fehler"

Der deutsche Handelskonzern Metro will in der Datenverarbeitung Hunderte Stellen streichen. Die Geschäftsleistung habe die Arbeitnehmervertreter darüber informiert, dass bei Metro Systems in Düsseldorf 350 Stellen bis September 2013 abgebaut werden sollen, heißt es in einem Schreiben des Systems-Betriebsrats an die Belegschaft, das Reuters am Freitag vorlag. Der Vorstand wolle damit rund 18 Millionen Euro pro Jahr einsparen.

"Fataler Fehler"

Die Arbeitnehmervertreter sehen die Pläne dagegen als "fatalen Fehler". Dem Konzern gehe Fachwissen verloren - und zudem drohten "Produktivitätseinschränkungen" durch Auslagerungen in der Datenverarbeitung. Ein Metro-Sprecher wollte die Angaben nicht kommentieren.

4.000 Mitarbeiter

Am Düsseldorfer Konzernsitz der Metro arbeiten rund 4.000 Menschen, rund 1.000 davon gehören der Systems an. Die Sparte beschäftigt weltweit rund 1.600 Menschen. Das Metro-Management will die IT-Aktivitäten verstärkt ins Ausland verlagern, um die Kosten zu drücken. Der Handelsriese kämpft mit schrumpfenden Gewinnen. (APA/Reuters, 26.10.2012)

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